Solanum lycopersicum

Tomaten (Solanum lycopersicum): Pflanzen, Ausgeizen & Düngen

Tomate

Solanum lycopersicum

Familie: Solanaceae

Von Livia Gaweiler · Veröffentlicht am

Pflege

Gießen

Alle 7 Tage

Standort

sonnig

Substrat

Kräuter- und Gemüseerde

Typische Größe

150 cm

Vermehrung

0 % vermehrt

Häufigster Schädling

Thripse

Erfahrungswerte aus der PlantFrand-Community

Erinnerungen fürs Gießen

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Tomaten (Solanum lycopersicum) sind das beliebteste Gemüse im eigenen Garten und auf dem Balkon. Keine gekaufte Tomate schmeckt so süß und aromatisch wie eine, die in der Sonne am eigenen Strauch gereift ist. Ob große Fleischtomaten im Beet, Stabtomaten an der Hauswand oder kleine Cocktailtomaten im Topf: Mit dem richtigen Standort, regelmäßigem Ausgeizen und genug Dünger erntest Du von Juli bis in den Oktober. Hier erfährst Du, wann Du Tomaten pflanzt, wie Du Tomatenpflanzen pflegst, ausgeizt und düngst und wie Du Krankheiten wie die Braunfäule vermeidest.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Standort: sonnig, warm und vor Regen geschützt
  • Gießen: regelmäßig und gleichmäßig, morgens direkt an die Wurzel, nie über die Blätter
  • Erde: humusreich und nährstoffreich, zum Beispiel Tomaten- oder Gemüseerde
  • Düngen: Starkzehrer, ab der ersten Blüte im Beet alle zwei Wochen, im Topf jede Woche
  • Pflanzzeit: nach den Eisheiligen ab Mitte Mai, spätestens Mitte Juni
  • Ausgeizen: Stabtomaten einmal pro Woche, Buschtomaten nicht
  • Ernte: von Juli bis Oktober
  • Vermehrung: durch Samen oder bewurzelte Geiztriebe
  • Winterhart: nein, Tomaten vertragen keinen Frost
  • Giftig: reife Früchte nicht, grüne Pflanzenteile und unreife Früchte leicht

Tomaten pflanzen

Wann pflanzt man Tomaten?

Tomaten stammen aus Südamerika und vertragen keinen Frost. Ins Freie pflanzt Du sie deshalb erst nach den Eisheiligen, ab Mitte Mai, wenn auch die Nächte nicht mehr unter etwa 10 °C fallen. Bei kühlem Wetter wachsen Tomaten kaum, und schon ein leichter Nachtfrost lässt sie erfrieren. Im Gewächshaus oder Tomatenhaus kannst Du etwa zwei Wochen früher pflanzen.

Wer Tomaten selbst aus Samen zieht, sät sie von Mitte März bis Anfang April auf der Fensterbank aus. Bei 20 bis 25 °C keimen die Samen nach etwa einer Woche. Sobald die ersten richtigen Blätter erscheinen, setzt Du die Sämlinge einzeln in kleine Töpfe um. Ab Ende April stellst Du sie tagsüber ins Freie, damit sie sich an Sonne und Wind gewöhnen, bevor Du sie im Mai auspflanzt.

Wann spätestens Tomaten pflanzen?

Junge Tomatenpflanzen solltest Du spätestens Mitte Juni ins Beet oder in den Topf setzen. Später gepflanzte Tomaten blühen erst im Hochsommer, und viele Früchte werden vor dem Herbst nicht mehr reif. Selbst ausgesät werden sollten Tomaten deshalb spätestens Mitte April. Für späte Pflanzungen eignen sich schnell reifende Cocktailtomaten besser als große Fleischtomaten.

Der richtige Standort

Tomaten brauchen einen sonnigen, warmen Standort mit mindestens sechs bis acht Stunden Sonne am Tag. Ideal ist ein Platz vor einer Südwand oder auf einem Südbalkon. Fast genauso wichtig wie die Sonne ist ein Dach über den Pflanzen: Regen auf den Blättern fördert die Kraut- und Braunfäule, die gefährlichste Krankheit der Tomate. Ein Dachvorsprung, ein überdachter Balkon, ein Tomatenhaus oder ein Gewächshaus schützen die Blätter. Trotzdem sollte der Platz luftig sein, damit die Blätter nach Tau schnell abtrocknen.

Dies sind die Standorte, an denen die PlantFrand-Community ihre Solanum lycopersicum platziert:

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So pflanzt Du Tomaten richtig

  1. Boden vorbereiten: Lockere den Boden tief und arbeite pro Quadratmeter etwa drei bis fünf Liter reifen Kompost ein.
  2. Stab setzen: Steck den Tomatenstab oder Spiralstab vor dem Pflanzen in die Erde. So verletzt Du später keine Wurzeln.
  3. Tief pflanzen: Setze die Tomate tiefer als sie im Topf stand, bis knapp unter die ersten Blätter. Am eingegrabenen Stängel bildet sie zusätzliche Wurzeln und steht dadurch stabiler.
  4. Dünger ins Pflanzloch: Gib eine Handvoll Hornspäne oder organischen Tomatendünger ins Pflanzloch.
  5. Abstand halten: Zwischen zwei Tomatenpflanzen sollten 60 bis 80 Zentimeter Platz sein, zwischen zwei Reihen etwa 1 Meter.
  6. Angießen und mulchen: Gieße kräftig an und bedecke den Boden mit Rasenschnitt oder Stroh. Die Mulchschicht hält den Boden feucht und verhindert, dass Erde beim Gießen auf die Blätter spritzt.

Tomaten im Topf und auf dem Balkon

Tomaten wachsen auch im Kübel auf dem Balkon oder der Terrasse sehr gut. Eine Stabtomate braucht einen Topf mit mindestens 20 Litern, besser 30 bis 40 Litern. Kleine Balkontomaten kommen auch mit 10 Litern oder einem Balkonkasten aus. Achte auf ein Abzugsloch, denn Staunässe vertragen Tomaten nicht.

Stabtomaten brauchen im Topf eine stabile Rankhilfe: einen Stab, einen Spiralstab, ein Rankgitter an der Wand oder eine Schnur, die Du oben befestigst und um die Du den Haupttrieb wickelst. Binde den Trieb alle 30 Zentimeter locker mit Bast oder Juteschnur an. Im Topf trocknet die Erde schnell aus, und die Nährstoffe sind bald verbraucht. Tomaten im Kübel musst Du deshalb häufiger gießen und düngen als im Beet.

Gute und schlechte Nachbarn

Ein klassischer Partner für Tomaten ist Basilikum. Beide lieben Sonne, Wärme und gleichmäßig feuchte Erde. Auch Tagetes, Ringelblumen, Kapuzinerkresse, Knoblauch, Schnittlauch, Petersilie und Radieschen passen gut zu Tomaten. Schlechte Nachbarn sind dagegen Kartoffeln, weil beide die Kraut- und Braunfäule bekommen, außerdem Gurken, Fenchel und Erbsen. Welche Pflanzen noch zusammenpassen, zeigt Dir unser Ratgeber zur Mischkultur auf dem Balkon.

Tomatenpflanzen pflegen

Tomaten gießen

Tomaten brauchen viel Wasser, vor allem wenn sie Früchte tragen. Gieße regelmäßig und gleichmäßig, im Beet bei Trockenheit alle zwei bis drei Tage durchdringend, im Topf im Sommer oft täglich. Gieße am besten morgens und immer direkt an die Wurzel, nie über die Blätter. Nasse Blätter sind die Eintrittspforte für die Braunfäule.

Wichtig ist die Gleichmäßigkeit. Wechseln sich trockene Tage und viel Wasser ab, platzen die Früchte auf, und es kann Blütenendfäule entstehen. Dann bildet sich an der Unterseite der Früchte ein dunkler, eingesunkener Fleck. Eine Mulchschicht hilft, den Boden gleichmäßig feucht zu halten. Staunässe vertragen Tomaten aber ebenfalls nicht.

Welche Erde für Tomaten?

Tomaten brauchen eine lockere, humusreiche Erde mit vielen Nährstoffen. Im Beet verbesserst Du normale Gartenerde mit reichlich Kompost. Im Topf verwendest Du am besten fertige Tomatenerde oder Gemüseerde, die schon einen Startdünger enthält. Torffreie Erde ist für Tomaten genauso gut geeignet.

Dies sind die in der PlantFrand-Community am meisten verwendeten Substrate für die Solanum lycopersicum:

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Substrate für Pflanzen findest Du in jedem Baumarkt, Gartencenter und vielen Geschäften, die Pflanzen verkaufen. Alternativ kannst Du passende Substrate für Deine Solanum lycopersicum auch online kaufen.

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Können Tomaten überwintern?

In ihrer Heimat sind Tomaten mehrjährig, bei uns aber nicht winterhart. Schon bei wenigen Grad über null leiden sie, Frost überleben sie nicht. Deshalb werden Tomaten bei uns einjährig angebaut. Wenn Du eine Lieblingssorte behalten willst, bewurzelst Du im Spätsommer einen Geiztrieb und überwinterst die kleine Pflanze an einem hellen, warmen Fenster.

Tomaten düngen

Tomaten sind Starkzehrer: Für die vielen Blätter und Früchte brauchen sie viele Nährstoffe, vor allem Stickstoff und Kalium. Wenn Du sie richtig düngst, wachsen kräftige Pflanzen mit vielen aromatischen Früchten.

Wann Tomaten düngen?

Die erste Düngung bekommen Tomaten schon beim Pflanzen: Kompost im Boden und Hornspäne oder organischer Tomatendünger im Pflanzloch. Frische Tomatenerde enthält ebenfalls Dünger für die ersten Wochen. Regelmäßig düngst Du ab der ersten Blüte, also meist zwei bis vier Wochen nach dem Pflanzen. Ab Ende August hörst Du auf, denn dann reifen nur noch die letzten Früchte.

Wie oft Tomaten düngen?

  • Im Beet: alle zwei Wochen mit einem flüssigen Tomatendünger oder alle vier bis sechs Wochen mit einem organischen Langzeitdünger.
  • Im Topf: einmal pro Woche mit einem flüssigen Tomatendünger, den Du ins Gießwasser gibst. Im Topf sind die Nährstoffe deutlich schneller verbraucht.

Gieß immer zuerst mit klarem Wasser und dünge erst auf feuchte Erde. So verbrennen die Wurzeln nicht.

Welcher Dünger für Tomaten?

Gut geeignet ist ein organischer Tomatendünger. Er enthält etwas mehr Kalium als Stickstoff. Kalium macht die Früchte aromatisch und die Pflanzen widerstandsfähiger. Zu viel Stickstoff lässt dagegen viele Blätter und weiche Triebe wachsen, aber nur wenige Früchte. Auch Kompost, Hornspäne und Brennnesseljauche sind gute Dünger für Tomaten. Die Jauche verdünnst Du im Verhältnis 1:10 mit Wasser und gießt sie alle ein bis zwei Wochen an die Wurzeln.

Passende Düngemittel für die Solanum lycopersicum

Das Angebot organischer Düngemittel ist groß und Du kannst sie sowohl online als auch in den Geschäften in Deiner Nähe finden. COMPO ist eine sehr zu empfehlende Marke, wenn Du Flüssigdünger bevorzugst.

Düngestäbchen sind eine gute Alternative zum Flüssigdünger. Die Stäbchen von KleePura sind allgemein für Gemüse, Kräuter und Obst zu empfehlen, da das organische Mittel keine negativen Folgen beim späteren Verzehr verursachen wird.

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Tomaten ausgeizen

Tomaten bilden in den Blattachseln, also im Winkel zwischen Haupttrieb und Blatt, ständig neue Seitentriebe. Diese Seitentriebe heißen Geiztriebe oder Geiz. Lässt Du sie wachsen, wird die Tomate zu einem dichten, buschigen Gestrüpp mit vielen kleinen Früchten, die spät oder gar nicht reifen. Beim Ausgeizen entfernst Du diese Triebe. So steckt die Pflanze ihre Kraft in wenige, große Früchte, und die Blätter bleiben luftig und trocknen schneller ab.

Welche Tomaten muss man ausgeizen?

  • Ausgeizen: Stabtomaten, also die meisten Fleischtomaten, Rispentomaten und Cocktailtomaten, die an einem Stab in die Höhe wachsen. Du ziehst sie an einem oder zwei Haupttrieben.
  • Nicht ausgeizen: Buschtomaten, Balkontomaten und Wildtomaten. Sie wachsen von Natur aus buschig und kompakt und tragen gerade an ihren vielen Seitentrieben. Hier entfernst Du höchstens einzelne Triebe, wenn die Pflanze zu dicht wird.

Auf dem Etikett oder der Samentüte steht meist, um welche Art von Tomate es sich handelt.

Wie geizt man Tomaten aus?

  1. Geiztriebe finden: Such in den Blattachseln nach kleinen Trieben, die schräg nach oben wachsen. Verwechsle sie nicht mit den Blütenständen, die seitlich aus dem Stängel wachsen, ohne in einer Blattachsel zu sitzen.
  2. Früh ausbrechen: Am besten entfernst Du die Geiztriebe, wenn sie drei bis fünf Zentimeter lang sind. Dann kannst Du sie einfach mit zwei Fingern seitlich wegknipsen.
  3. Große Triebe schneiden: Hast Du einen Geiztrieb übersehen und ist er schon dick, schneidest Du ihn mit einem sauberen, scharfen Messer ab, statt ihn abzureißen.
  4. Morgens und bei trockenem Wetter: Dann trocknen die kleinen Wunden schnell ab, und Pilze haben keine Chance.
  5. Regelmäßig nachschauen: Geiztriebe wachsen schnell nach. Kontrolliere Deine Tomatenpflanzen deshalb einmal pro Woche, von der Pflanzung bis zum Spätsommer.

Untere Blätter entfernen und Tomaten entspitzen

Zusätzlich zum Ausgeizen kannst Du die unteren Blätter der Tomatenpflanze bis etwa 30 Zentimeter über dem Boden entfernen. Sie bekommen beim Gießen am ehesten Spritzwasser ab und sind oft die ersten, an denen sich die Braunfäule zeigt.

Ende August, spätestens Anfang September, kappst Du außerdem die Spitze der Stabtomaten oberhalb des obersten Blütenstands. Neue Blüten hätten bis zum Herbst ohnehin keine Zeit mehr, reife Früchte zu bilden. So steckt die Tomate ihre ganze Kraft in die Früchte, die schon am Strauch hängen.

Tomaten vermehren

Tomaten vermehrst Du am einfachsten durch Samen. Von samenfesten Sorten kannst Du sie selbst gewinnen: Nimm das Fruchtfleisch mit den Samen aus einer vollreifen Tomate, lass es mit etwas Wasser zwei bis drei Tage in einem Glas stehen, bis sich die Gelschicht um die Samen löst, und spüle die Samen dann in einem Sieb ab. Getrocknet halten sie mehrere Jahre. Bei sogenannten F1-Sorten klappt das nicht, denn ihre Nachkommen sehen anders aus und schmecken anders als die Mutterpflanze.

Außerdem lassen sich Tomaten über Geiztriebe vermehren. Stell einen 10 bis 15 Zentimeter langen Geiztrieb in ein Glas mit Wasser oder steck ihn direkt in feuchte Erde. Nach etwa ein bis zwei Wochen hat er Wurzeln gebildet.

Tomaten ernten

Wann sind Tomaten reif?

Je nach Sorte und Pflanzzeit erntest Du Tomaten von Juli bis Oktober. Reif sind Tomaten, wenn sie rundum ihre typische Farbe haben, je nach Sorte rot, gelb, orange, grün gestreift oder fast schwarz, und bei leichtem Druck etwas nachgeben. Dann lassen sie sich leicht mit einem Teil des Stiels abdrehen. Pflücke reife Tomaten regelmäßig, damit die Pflanze Kraft für die übrigen Früchte hat.

Vor dem ersten Frost erntest Du alle Früchte, auch die grünen. Halbreife Tomaten reifen bei Zimmertemperatur in ein bis zwei Wochen nach. Lege sie dafür zusammen mit einem Apfel in eine Papiertüte oder einen Karton. Das Gas Ethylen, das der Apfel abgibt, beschleunigt die Reife.

Bewahre Tomaten nicht im Kühlschrank auf. In der Kälte verlieren sie viel von ihrem Aroma. Bei Zimmertemperatur halten reife Tomaten einige Tage.

Ist die Tomate Frucht oder Gemüse?

Botanisch ist die Tomate eine Frucht, genauer gesagt eine Beere, denn sie entsteht aus der Blüte und enthält die Samen. In der Küche und im Garten zählt sie dagegen zum Gemüse, weil sie meist herzhaft gegessen wird und, anders als Obst, jedes Jahr neu gepflanzt wird. In Österreich heißt die Tomate übrigens Paradeiser.

Tomaten sind gesund: Sie bestehen zu über 90 Prozent aus Wasser, haben nur wenige Kalorien und enthalten Vitamin C, Kalium und viel Lycopin, den roten Farbstoff, der als Antioxidans gilt.

Eigenschaften

Herkunft und Name

Die Wildformen der Tomate stammen aus den Anden in Südamerika. Angebaut wurde sie schon früh in Mittelamerika, wo die Azteken sie tomatl nannten. Im 16. Jahrhundert kam die Tomate nach Europa, wurde dort aber lange nur als Zierpflanze gehalten, weil man sie für giftig hielt. Erst im 19. Jahrhundert setzte sie sich als Gemüse durch. Ihr früherer botanischer Name lautete Lycopersicon esculentum. Heute zählt sie zur Gattung Solanum und damit zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae), wie die Kartoffel, die Paprika und die Aubergine.

Blätter und Blüten

Die Blätter der Tomate sind unpaarig gefiedert, am Rand gezähnt und wie die Stängel mit feinen Drüsenhaaren besetzt. Wenn Du sie berührst, verströmen sie den typischen, würzigen Tomatenduft. Von Juni bis September bildet die Tomate gelbe, sternförmige Blüten in Trauben. Sie bestäuben sich selbst, oft mithilfe von Hummeln, die die Blüten zum Vibrieren bringen. Auf dem Balkon oder im Gewächshaus kannst Du nachhelfen, indem Du die blühenden Triebe ab und zu leicht schüttelst.

Grüne Tomatenfrucht und gelbe Blüten an einer Tomatenpflanze

Wie groß wird eine Tomatenpflanze?

Stabtomaten werden im Garten meist 1,5 bis 2 Meter hoch, im Gewächshaus auch höher. Sie wachsen ohne Entspitzen immer weiter, bis der Frost sie stoppt. Buschtomaten bleiben mit etwa 50 bis 100 Zentimetern deutlich kleiner, und spezielle Balkontomaten werden oft nur 30 bis 60 Zentimeter hoch.

Tomatensorten

Es gibt Tausende Tomatensorten. Grob lassen sie sich in diese Gruppen einteilen:

  • Fleischtomaten: große, schwere Früchte mit viel Fruchtfleisch, ideal für Salat und zum Füllen, zum Beispiel 'Ochsenherz'. Sie brauchen viel Wärme und reifen eher spät.
  • Rundtomaten und Rispentomaten: die klassischen, mittelgroßen Tomaten für jeden Zweck.
  • Cocktailtomaten: kleine, sehr süße Früchte in langen Rispen, die früh und reichlich tragen.
  • Flaschentomaten: längliche Früchte mit festem Fleisch und wenig Saft, ideal für Soßen.
  • Wildtomaten: winzige Früchte an buschigen Pflanzen, die als besonders robust gegen die Braunfäule gelten, zum Beispiel 'Rote Murmel'.
  • Balkontomaten: kompakte Buschtomaten für Töpfe und Balkonkästen.

Sind Tomaten giftig?

Reife Tomaten sind nicht giftig. Blätter, Stängel und unreife, grüne Früchte enthalten dagegen das Alkaloid Tomatin, das in größeren Mengen Bauchschmerzen und Übelkeit verursachen kann. Iss grüne Tomaten deshalb nicht roh und nur in kleinen Mengen. Auch für Katzen, Hunde und andere Haustiere sind die grünen Pflanzenteile giftig.

Krankheiten und Schädlinge

Häufige Krankheiten

  • Kraut- und Braunfäule: Die häufigste und gefährlichste Krankheit der Tomate. Der Pilz bildet erst graugrüne, dann braune Flecken auf den Blättern und braune, harte Stellen an den Früchten. Bei feuchtem Wetter breitet er sich innerhalb weniger Tage über die ganze Pflanze aus. Schütze die Blätter vor Regen, gieße nur von unten, entferne die unteren Blätter und halte Abstand zu Kartoffeln. Befallene Blätter entfernst Du sofort und entsorgst sie im Hausmüll. Es gibt auch Sorten, die als tolerant gegen die Braunfäule gelten.
  • Blütenendfäule: Ein dunkler, eingesunkener Fleck an der Unterseite der Früchte. Er entsteht durch Kalziummangel in der Frucht, meist weil unregelmäßig gegossen wurde. Gieße deshalb gleichmäßig.
  • Platzende Früchte: Nach starkem Regen oder viel Wasser auf trockenen Boden reißt die Schale der Früchte auf. Auch hier hilft gleichmäßiges Gießen.
  • Echter Mehltau: Ein weißer, mehliger Belag auf den Blättern, vor allem im Spätsommer. Entferne befallene Blätter frühzeitig.

Schädlinge

Im Freien bleiben Tomaten meist von Schädlingen verschont. Im Gewächshaus und auf geschützten Balkonen treten häufiger die Weiße Fliege und Spinnmilben auf, vor allem wenn es heiß und trocken ist. An jungen Triebspitzen saugen manchmal Blattläuse, und auch Thripse hinterlassen gelegentlich silbrige Flecken auf den Blättern. Basilikum und Tagetes in der Nähe sollen Schädlinge fernhalten.

Schauen wir uns die Daten der PlantFrand-Community an. Diese Schädlinge haben Pflanzen der Art Solanum lycopersicum bereits befallen:

Andere

50%

Aktuell sind übrigens 0% all dieser Pflanzen schädlingsfrei.