
Basilikum Pflanze: Pflege, Gießen, Ernten & Überwintern
Basilikum · Strauchbasilikum · Basilienkraut
Ocimum basilicum
Familie: Lamiaceae
Von Livia Gaweiler · Aktualisiert am
Pflege
Gießen
Alle 5 Tage
Standort
hell
Substrat
unklar
Typische Größe
26 cm
Vermehrung
50 % vermehrt
Häufigster Schädling
Erinnerungen fürs Gießen
Die PlantFrand-App sagt Dir, wann Deine Ocimum basilicum Durst hat.
Basilikum (Ocimum basilicum) ist eines der beliebtesten Küchenkräuter überhaupt. Ohne seine aromatischen Blätter gäbe es kein Pesto, keine Pizza Margherita und keinen Tomate-Mozzarella-Salat. Früher hieß es auch Basilienkraut oder Königskraut. Als Lippenblütler (Lamiaceae) ist Basilikum eng mit anderen Kräutern wie Oregano, Rosmarin und Lavendel verwandt. Anders als diese mag es aber keine Kälte und keine trockene Erde. Mit den folgenden Tipps hält Deine Basilikum Pflanze trotzdem den ganzen Sommer durch, auf der Fensterbank, auf dem Balkon und im Garten.
Das Wichtigste in Kürze:
- Standort: sonnig und warm, draußen erst ab Mitte Mai; nie unter 10 °C
- Gießen: gleichmäßig feucht halten, im Topf im Sommer täglich bis alle zwei Tage; morgens und nur auf die Erde
- Erde: nährstoffreiche, lockere Kräuter- oder Gemüseerde, die Wasser gut hält, aber nicht nass bleibt
- Düngen: von Mai bis September etwa alle zwei Wochen mit organischem Flüssigdünger
- Ernten: ganze Triebspitzen knapp über einem Blattpaar abschneiden, keine einzelnen Blätter abzupfen
- Aussaat: drinnen ab März bei 20 bis 25 °C; Lichtkeimer, Samen nicht mit Erde bedecken
- Winterhart: nein, Basilikum erfriert schon bei leichtem Frost
- Vermehrung: durch Samen oder Stecklinge im Wasserglas
- Giftig: nein, für Menschen und Haustiere ungiftig
Basilikum pflanzen
Basilikum Samen aussäen
Basilikum aus Samen zu ziehen ist günstig und klappt gut, wenn es warm genug ist. Am besten säst Du ab März drinnen auf der Fensterbank aus:
- Anzuchterde vorbereiten: Fülle eine Anzuchtschale oder kleine Töpfe mit nährstoffarmer Anzuchterde und feuchte sie an.
- Samen verteilen: Streue die Basilikum Samen dünn auf die Erde und drücke sie nur leicht an. Basilikum ist ein Lichtkeimer, deshalb bedeckst Du die Samen nicht oder höchstens hauchdünn mit Erde.
- Warm und hell stellen: Bei 20 bis 25 °C keimen die Samen nach etwa ein bis zwei Wochen. Eine Abdeckung aus Folie oder ein Zimmergewächshaus hält die Feuchtigkeit. Lüfte täglich kurz, damit sich kein Schimmel bildet.
- Pikieren: Haben die Sämlinge zwei bis vier echte Blätter, setzt Du sie in eigene Töpfe mit Kräutererde.
Zu kalt sollte es nicht werden, denn unter 15 °C keimen die Samen kaum. Direkt ins Beet säst Du Basilikum erst ab Ende Mai, wenn auch die Nächte mild sind. Vorgezogene Pflanzen dürfen nach den Eisheiligen Mitte Mai nach draußen. Gewöhne sie in den ersten Tagen langsam an die Sonne, indem Du sie zuerst in den Halbschatten stellst.
Basilikum aus dem Supermarkt umtopfen
Das Basilikum im Topf aus dem Supermarkt geht oft nach wenigen Tagen ein. Das liegt meist nicht an Dir: In einem kleinen Topf drängen sich Dutzende Pflänzchen, die sich gegenseitig Licht, Wasser und Nährstoffe wegnehmen. So hält es deutlich länger:
- Nimm den Wurzelballen aus dem Topf und teile ihn vorsichtig in drei bis vier Stücke.
- Pflanze jedes Stück in einen eigenen, größeren Topf mit frischer Kräutererde.
- Gieße gut an und stell die Töpfe an einen hellen, warmen Platz, aber in den ersten Tagen nicht in die pralle Sonne.
Nach ein bis zwei Wochen haben sich die Pflanzen erholt und wachsen kräftig weiter. Basilikum aus der Gärtnerei ist oft robuster, weil es langsamer und luftiger gezogen wurde.
Basilikum im Topf
Basilikum im Topf wächst am besten in einem Gefäß mit mindestens 15 bis 20 Zentimetern Durchmesser und einem Abzugsloch. Ein größerer Topf trocknet langsamer aus und gibt den Wurzeln Platz. In einem gemeinsamen Balkonkasten mit anderen Kräutern hat es Basilikum oft schwer: Mediterrane Kräuter wie Rosmarin oder Thymian mögen es trocken und mager, Basilikum braucht dagegen viel Wasser und Nährstoffe. Gib ihm deshalb lieber einen eigenen Topf.
Basilikum Pflege
Basilikum stellt ein paar klare Ansprüche: Wärme, Sonne, gleichmäßige Feuchtigkeit und genug Nährstoffe. Erfüllst Du sie, ist die Basilikum Pflanze pflegeleicht und wächst schnell.
Standort
Basilikum braucht einen sonnigen, warmen Platz. Je mehr Licht es bekommt, desto buschiger wächst es und desto intensiver schmecken die Blätter. Auf der Fensterbank ist ein Süd- oder Westfenster ideal. Bekommt es zu wenig Licht, bildet es lange, dünne Triebe mit kleinen Blättern. Mehr dazu, wie viel Licht Pflanzen brauchen, liest Du im Pflanzen-Hub.
Dies sind die Standorte, an denen die PlantFrand-Community ihre Ocimum basilicum platziert:
100% hell
Noch wichtiger als Licht ist Wärme. Basilikum stammt aus den Tropen und fühlt sich bei 20 bis 25 °C am wohlsten. Unter 10 °C nimmt es Schaden, die Blätter werden schwarz und fallen ab. Vermeide auch Zugluft, etwa direkt neben einem oft geöffneten Fenster.
Basilikum Pflege draußen
Basilikum draußen auf dem Balkon oder im Garten wird meist kräftiger und aromatischer als auf der Fensterbank. Damit es sich wohlfühlt, achte auf diese Punkte:
- Zeitpunkt: Stell es erst nach den Eisheiligen Mitte Mai nach draußen, wenn die Nächte nicht mehr unter 10 °C fallen.
- Platz: Ideal ist ein sonniger, windgeschützter Ort, zum Beispiel vor einer Hauswand. Regen bekommt Basilikum nicht gut, weil nasse Blätter Pilzkrankheiten fördern. Ein Platz unter einem Dachvorsprung ist deshalb ideal.
- Schnecken: Im Beet sind Schnecken die größte Gefahr. Ein Topf oder Hochbeet schützt die Pflanzen besser als ein ebenerdiges Beet.
- Kalte Nächte: Kündigt sich im Sommer oder Frühherbst eine kalte Nacht an, holst Du Basilikum im Topf besser kurz herein.
Basilikum gießen
Basilikum liebt gleichmäßige Feuchtigkeit. Die Erde sollte nie ganz austrocknen, aber auch nicht dauerhaft nass sein, denn Staunässe führt zu Wurzelfäule. Beim Basilikum gießen kommt es außerdem auf das Wie an:
- Morgens gießen: So trocknen eventuelle Spritzer bis zum Abend ab, und die Pflanze hat für den heißen Tag genug Wasser.
- Nur auf die Erde: Gieße direkt an den Wurzeln und nicht über die Blätter. Nasse Blätter sind anfällig für Pilze. Alternativ kannst Du Basilikum von unten wässern: Stell den Topf für etwa 15 Minuten in einen Untersetzer mit Wasser und schütte den Rest danach weg.
- Zimmerwarmes Wasser: Kaltes Leitungswasser schockt die wärmeliebende Pflanze. Abgestandenes Wasser oder Regenwasser ist ideal.
- Keine Staunässe: Der Topf braucht ein Abzugsloch, und Wasser, das nach einer Viertelstunde noch im Übertopf steht, gießt Du weg.
Wie oft Basilikum gießen?
Wie oft Du Basilikum gießen musst, hängt von Topfgröße, Standort und Wetter ab. Als Faustregel gilt: Gieße, sobald sich die oberste Erdschicht trocken anfühlt. Mach dazu einfach den Fingertest. Im Topf auf einem sonnigen Balkon ist das im Hochsommer meist täglich der Fall, an heißen Tagen eventuell sogar morgens und abends. Auf der Fensterbank reicht oft alle zwei bis drei Tage, im Beet seltener. Lassen die Blätter mittags die Köpfe hängen, hat die Pflanze Durst. Wenn Du das Gießen schnell vergisst, erinnert Dich die PlantFrand-App daran.
Erde
Basilikum wächst am besten in einer nährstoffreichen, lockeren Erde, die Wasser gut speichert, überschüssiges aber ablaufen lässt. Gut geeignet ist hochwertige Kräuter- oder Gemüseerde. Klassische Kräutererde für mediterrane Kräuter ist oft etwas zu mager, dann kannst Du sie mit etwas Kompost aufwerten. Basilikum gedeiht auch in Pon und in Hydrokultur.
Dies sind die in der PlantFrand-Community am meisten verwendeten Substrate für die Ocimum basilicum:
Substrate für Pflanzen findest Du in jedem Baumarkt, Gartencenter und vielen Geschäften, die Pflanzen verkaufen. Alternativ kannst Du passende Substrate für Deine Ocimum basilicum auch online kaufen.
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Düngen
Basilikum ist ein Starkzehrer und braucht reichlich Nährstoffe, vor allem, wenn Du oft erntest. Dünge es von Mai bis September etwa alle zwei Wochen mit einem organischen Flüssigdünger für Kräuter oder Gemüse. Organischer Dünger ist bei Kräutern die bessere Wahl, da Du die Blätter ja isst. Frisch gekauftes oder umgetopftes Basilikum braucht in den ersten vier bis sechs Wochen keinen Dünger, denn die frische Erde enthält genug Nährstoffe. Werden die Blätter hellgrün bis gelblich, ist das oft ein Zeichen für Nährstoffmangel.
Passende Düngemittel für die Ocimum basilicum
Das Angebot organischer Düngemittel ist groß und Du kannst sie sowohl online als auch in den Geschäften in Deiner Nähe finden. COMPO ist eine sehr zu empfehlende Marke, wenn Du Flüssigdünger bevorzugst.
Düngestäbchen sind eine gute Alternative zum Flüssigdünger. Die Stäbchen von KleePura sind allgemein für Gemüse, Kräuter und Obst zu empfehlen, da das organische Mittel keine negativen Folgen beim späteren Verzehr verursachen wird.
Wichtig: Beachte bitte immer die Hinweise des Herstellers, wenn Du Deine Pflanzen mit dessen Produkten düngst. Auch wenn organischer Dünger für Pflanzen geeignet sind, die Du direkt oder deren Früchte Du verzehren möchtest, so kann eine zu hohe Dosierung schädlich für Deine Gesundheit und die Deiner Pflanze sein.
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Basilikum richtig ernten
Beim Ernten machen viele den gleichen Fehler: Sie zupfen einzelne große Blätter ab. Dann bleiben kahle Stängel stehen, und die Pflanze wird dünn und verkümmert. Wer Basilikum richtig erntet, schneidet ganze Triebspitzen ab und regt die Pflanze so an, sich zu verzweigen.
Wie erntet man Basilikum?
- Trieb auswählen: Nimm einen Trieb mit mehreren Blattpaaren.
- Über einem Blattpaar schneiden: Schneide oder kneife den Trieb mit einer sauberen Schere oder den Fingernägeln knapp oberhalb einer Blattgabelung ab, also dort, wo zwei kleine Seitentriebe sitzen.
- Blätter stehen lassen: Lass unten am Trieb mindestens zwei Blattpaare stehen, damit die Pflanze weiter Energie sammeln kann.
Aus den beiden kleinen Seitentrieben über dem verbliebenen Blattpaar wachsen innerhalb weniger Wochen zwei neue Triebe. So wird Dein Basilikum mit jeder Ernte buschiger. Am aromatischsten sind die Blätter am späten Vormittag an einem sonnigen Tag, wenn der Tau abgetrocknet ist.
Basilikum richtig schneiden
Auch wenn Du gerade nichts brauchst, lohnt es sich, Basilikum regelmäßig zu schneiden:
- Spitzen kappen: Kneife junge Pflanzen ab einer Höhe von etwa 15 Zentimetern einmal an der Spitze ab. Das sorgt von Anfang an für einen buschigen Wuchs.
- Blüten entfernen: Sobald sich Blütenknospen zeigen, schneidest Du die Triebspitze mit dem obersten Blattpaar ab. Blüht Basilikum, steckt es seine Kraft in die Samen, die Blätter werden kleiner und schmecken bitterer. Ein paar Blüten kannst Du für Bienen und Hummeln stehen lassen.
- Nicht ins Holz schneiden: Ältere Stängel verholzen von unten her. Schneide nicht in diesen verholzten Teil, denn dort treibt Basilikum nur schlecht wieder aus.
Ist Basilikum winterhart?
Nein, Basilikum ist nicht winterhart. Schon Temperaturen unter 10 °C schaden ihm, und leichter Frost lässt die Pflanze absterben. Draußen hält es deshalb nur von Mitte Mai bis etwa September durch. Das klassische Basilikum wird bei uns außerdem meist einjährig kultiviert: Nach der Blüte und Samenbildung lässt es nach. Einige Sorten wie das Strauchbasilikum oder 'African Blue' sind dagegen mehrjährig und lassen sich gut überwintern.
Basilikum überwintern
Hol Dein Basilikum im Herbst ins Haus, bevor die Nächte unter 10 °C fallen. So hat es die besten Chancen, durch den Winter zu kommen:
- Heller Platz: Stell es an das hellste Fenster, am besten nach Süden. Im Winter ist Licht der knappste Faktor. Eine Pflanzenlampe hilft enorm.
- Warm halten: Ideal sind 15 bis 20 °C. Ein kühles Treppenhaus oder Schlafzimmer ist für Basilikum zu kalt.
- Weniger gießen: Die Pflanze wächst langsamer und braucht weniger Wasser. Gieße erst, wenn die oberste Erdschicht trocken ist, und dünge nicht.
- Sparsam ernten: Ernte im Winter nur wenig, damit die Pflanze genug Blätter behält.
Klassisches Basilikum kommt trotzdem oft nicht gut durch den Winter, vor allem ohne Pflanzenlampe. Einfacher ist es, im Spätsommer Stecklinge zu schneiden und diese auf der Fensterbank zu überwintern. Mehr zur richtigen Temperatur für Deine Pflanzen liest Du im Pflanzen-Hub.
Basilikum vermehren
Neben der Aussaat ist die Vermehrung durch Stecklinge besonders einfach:
- Steckling schneiden: Schneide einen etwa 10 Zentimeter langen, gesunden Trieb ohne Blüten knapp unter einem Blattpaar ab.
- Untere Blätter entfernen: Zupfe die unteren Blätter ab, sodass nur oben zwei bis drei Blattpaare bleiben.
- Ins Wasserglas stellen: Stell den Steckling in ein Glas mit Wasser an einen hellen, warmen Platz ohne pralle Sonne. Wechsle das Wasser alle zwei bis drei Tage.
- Einpflanzen: Nach etwa ein bis zwei Wochen bilden sich Wurzeln. Sind sie einige Zentimeter lang, pflanzt Du den Steckling in einen Topf mit Kräutererde.
Auch aus einem gekauften Bund Basilikum lassen sich so neue Pflanzen ziehen. Möchtest Du eigene Basilikum Samen ernten, lässt Du im Spätsommer einige Triebe blühen und sammelst die kleinen schwarzen Samen, sobald die Blütenstände braun und trocken sind.
Vermehrung
50 %
In der PlantFrand-Community haben Nutzer 50 % aller Pflanzen der Art Ocimum basilicum durch Vermehrung erhalten.
Basilikum neben Tomaten pflanzen
Tomaten und Basilikum sind klassische Partner, im Beet genauso wie auf dem Teller. Beide lieben Sonne, Wärme und gleichmäßig feuchte Erde, ohne sich gegenseitig zu stören. Die ätherischen Öle des Basilikums sollen außerdem Schädlinge wie die Weiße Fliege von den Tomaten fernhalten. Pflanze das Basilikum am besten an den Rand des Tomatenbeets oder in den Kübel mit der Tomate, damit es genug Sonne abbekommt. Auch Paprika und Auberginen sind gute Nachbarn. Welche Pflanzen sich noch vertragen, zeigt Dir unser Artikel über Mischkultur.
Eigenschaften
Herkunft und Name
Obwohl Basilikum eng mit der italienischen Küche verbunden ist, stammt es nicht aus Italien. Seine Heimat liegt vermutlich in den tropischen Regionen Asiens, vor allem in Indien, und Afrikas. Von dort gelangte es über den Nahen Osten nach Europa. Der Name kommt vom griechischen basilikós, „königlich“. Daher stammen auch die alten deutschen Namen Königskraut und Basilienkraut.
Ist Basilikum giftig?
Nein, Basilikum ist für Menschen nicht giftig. Es enthält zwar, wie auch Estragon oder Fenchel, den Stoff Estragol, der in sehr großen Mengen als bedenklich gilt. In den Mengen, die Du beim Kochen verwendest, ist das aber unproblematisch. Auch für Katzen und Hunde gilt Basilikum als ungiftig.
Verwendung
Schon im alten Ägypten, in Griechenland und in Rom war Basilikum bekannt. Die Römer nutzten es in Salben und Parfüms, in Ägypten spielte es bei religiösen Zeremonien eine Rolle.
Heute ist Basilikum aus der Küche nicht mehr wegzudenken. Es würzt Pasta, Pizza, Salate, Suppen und Saucen und ist die Hauptzutat im Pesto Genovese aus Basilikumblättern, Pinienkernen, Olivenöl, Knoblauch und Parmesan. Verwende es möglichst frisch und gib es erst am Ende der Garzeit ans Essen, denn beim Kochen verfliegt sein Aroma schnell.
Basilikum als Heilpflanze
In der Volksmedizin wird Basilikum seit Jahrhunderten gegen Völlegefühl und Blähungen und zur Anregung von Appetit und Verdauung eingesetzt. Seine ätherischen Öle haben möglicherweise antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften. Diese Anwendungen beruhen aber vor allem auf Tradition und sind wissenschaftlich nicht ausreichend belegt.
Blätter
Die saftigen, grünen Blätter des Basilikums sind eiförmig bis länglich, oft leicht gewölbt und sitzen kreuzgegenständig am vierkantigen Stängel. Ihr Rand ist glatt oder leicht gezähnt. Schon bei leichter Berührung verströmen sie ihren typischen Duft, der von den ätherischen Ölen in allen Pflanzenteilen stammt.
Blüten

Andrew Bossi, CC BY-SA 2.5, via Wikimedia Commons
Von Juni bis September bildet Basilikum an den Triebspitzen kleine, weiße bis zartrosa Blüten. Sie sitzen in mehreren Etagen übereinander und zeigen die typische Form der Lippenblütler mit Ober- und Unterlippe. Die Blüten sind essbar und schmecken mild nach Basilikum. Bienen und Hummeln lieben sie.
Früchte
Nach der Blüte bildet Basilikum ein bis zwei Millimeter kleine, schwarze Klausenfrüchte. Das sind die Samen, aus denen Du im nächsten Frühling neue Pflanzen ziehen kannst.
Größe und Wuchs
Basilikum wächst aufrecht, buschig und verzweigt. Je nach Sorte wird es 20 bis 50 Zentimeter hoch, unter optimalen Bedingungen auch etwas höher. Mit der Zeit verholzen die Stängel von unten her.
Größe in der Community
Die Hälfte aller Ocimum basilicum in der PlantFrand-Community ist zwischen 19 cm und 33 cm hoch, typisch sind 26 cm.
Basilikum Sorten
Es gibt eine große Vielfalt an Basilikumsorten, die sich in Aroma, Farbe und Blattgröße unterscheiden. Einige beliebte Sorten sind:
- Genoveser Basilikum: Die bekannteste Sorte mit mittelgroßen, dunkelgrünen Blättern und süß-würzigem Aroma. Sie ist der Klassiker für Pesto.
- Thai-Basilikum: Hat einen intensiven Geschmack nach Anis und Lakritz, violette Stängel und ist in der asiatischen Küche unverzichtbar.
- Zitronenbasilikum: Duftet frisch nach Zitrone und passt zu Salaten, Fisch und Getränken.
- Zimtbasilikum: Hat eine leicht zimtige Note und eignet sich für Tee und Desserts.
- Rotes Basilikum: Fällt durch seine purpurfarbenen Blätter auf und schmeckt ähnlich wie das grüne.
- Griechisches Buschbasilikum: Bildet kompakte Kugeln mit sehr kleinen Blättern und ist ideal für kleine Töpfe.
- Strauchbasilikum und 'African Blue': Sind mehrjährig, werden größer und verholzen. Sie lassen sich hell und warm gut überwintern.
Krankheiten und Schädlinge
Gesundes Basilikum an einem warmen, sonnigen Platz ist recht widerstandsfähig. Die meisten Probleme entstehen durch Kälte, nasse Blätter oder einen zu engen Stand. Da Du die Blätter essen möchtest, solltest Du auf chemische Mittel verzichten.
Die häufigsten Schädlinge
Im Garten sind Schnecken die größte Bedrohung, denn sie fressen junge Basilikumpflanzen über Nacht kahl. Im Topf und auf der Fensterbank treten vor allem Blattläuse, Spinnmilben und Weiße Fliegen auf. Gegen Läuse hilft oft schon, die Pflanze kräftig mit Wasser abzubrausen.
Schauen wir uns die Daten der PlantFrand-Community an. Diese Schädlinge haben Pflanzen der Art Ocimum basilicum bereits befallen:
Aktuell sind übrigens 100% all dieser Pflanzen schädlingsfrei.
Krankheiten
- Falscher Mehltau: Die gefährlichste Krankheit des Basilikums. Die Blätter werden oben gelblich, unten bildet sich ein grau-violetter Belag. Entferne befallene Pflanzen und entsorge sie im Hausmüll. Vorbeugend helfen ein luftiger Stand und trockene Blätter.
- Umfallkrankheit: Bei der Anzucht knicken Sämlinge plötzlich am Stängelgrund um. Sie entsteht durch Pilze in zu nasser, kühler Erde. Säe deshalb nicht zu dicht und lüfte die Anzucht täglich.
- Wurzelfäule: Steht Basilikum dauerhaft nass, faulen die Wurzeln, und die Pflanze welkt, obwohl die Erde feucht ist. Gieße dann weniger und sorge dafür, dass überschüssiges Wasser ablaufen kann.
- Schwarze oder gelbe Blätter: Schwarze Flecken entstehen meist durch Kälte, zum Beispiel nach einer kalten Nacht oder durch kaltes Gießwasser. Gelbe Blätter sind oft ein Zeichen für Staunässe oder Nährstoffmangel.




