Rubus idaeus

Himbeere (Rubus idaeus): Pflanzen, Schneiden & Pflege

Himbeere

Rubus idaeus

Familie: Rosaceae

Von Livia Gaweiler · Veröffentlicht am

Pflege

Gießen

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Standort

unklar

Substrat

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Typische Größe

unklar

Vermehrung

0 % vermehrt

Häufigster Schädling

Keine bekannt

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Die Himbeere (Rubus idaeus) ist eine der beliebtesten Beeren im Garten. Ihre roten, süß-aromatischen Früchte schmecken frisch vom Strauch am besten, aber auch im Müsli, im Kuchen, als Marmelade oder im Eis. Himbeeren sind winterhart, wachsen schnell und tragen schon im Jahr nach der Pflanzung. Mit Sommer- und Herbsthimbeeren kannst Du von Juni bis zum ersten Frost ernten. Hier erfährst Du, wie Du Himbeeren pflanzt, pflegst und richtig schneidest, wann sie reif sind und welche Sorten sich lohnen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Standort: sonnig bis halbschattig, geschützt vor Wind
  • Gießen: regelmäßig, vor allem während die Früchte reifen, aber nie Staunässe
  • Erde: humusreich, locker und leicht sauer
  • Düngen: im Frühling Kompost oder organischer Beerendünger, kein Kalk
  • Pflanzzeit: am besten im Herbst, auch im Frühling
  • Rankhilfe: Spalier aus Pfosten und gespannten Drähten
  • Schneiden: Sommerhimbeeren nach der Ernte, Herbsthimbeeren im Winter komplett
  • Erntezeit: Sommerhimbeeren im Juni und Juli, Herbsthimbeeren von August bis zum Frost
  • Vermehrung: durch Wurzelausläufer
  • Winterhart: ja, auch strenge Fröste
  • Giftig: nein, Früchte und Blätter sind essbar

Himbeeren pflanzen

Welcher Standort ist ideal für Himbeeren?

Die Himbeere wächst wild an Waldrändern und auf Lichtungen. Im Garten mag sie es deshalb sonnig bis halbschattig. In der Sonne werden die Früchte am süßesten, aber auch im lichten Halbschatten trägt sie noch gut. Wichtig ist ein Platz, der vor starkem Wind geschützt ist, aber trotzdem luftig genug, damit Blätter und Früchte nach Regen schnell abtrocknen.

Entscheidender als das Licht ist der Boden. Himbeeren brauchen eine humusreiche, lockere und leicht saure Erde, die Feuchtigkeit gut hält. Staunässe vertragen sie überhaupt nicht: In nassem Boden faulen ihre Wurzeln schnell. Auf schweren Lehmböden pflanzt Du Himbeeren deshalb am besten auf einen etwa 20 bis 30 Zentimeter hohen Erdwall aus Gartenerde und Kompost. Kalkhaltige Böden verbesserst Du mit Laubkompost oder Rindenhumus.

Wann ist die beste Pflanzzeit?

Die beste Pflanzzeit für Himbeeren ist der Herbst, von Oktober bis November. Dann haben die Wurzeln bis zum Frühling Zeit, einzuwachsen, und die Pflanzen tragen schon im nächsten Jahr. Auch im Frühling, von März bis April, kannst Du Himbeeren pflanzen. Himbeeren im Topf, wie Du sie meist im Gartencenter kaufst, lassen sich sogar das ganze Jahr über pflanzen, solange der Boden nicht gefroren ist.

So pflanzt Du Himbeeren:

  1. Boden vorbereiten: Lockere den Boden tief und arbeite reichlich Kompost ein. Auf schwerem Boden legst Du einen flachen Erdwall an.
  2. Wurzeln wässern: Stell die Pflanzen vor dem Pflanzen etwa eine Stunde in einen Eimer mit Wasser.
  3. Flach pflanzen: Himbeeren sind Flachwurzler. Setze sie nur so tief, dass die Wurzeln knapp mit Erde bedeckt sind, etwa 5 Zentimeter tief.
  4. Abstand halten: In der Reihe brauchen Himbeeren etwa 40 bis 50 Zentimeter Abstand, zwischen zwei Reihen etwa 1,5 bis 2 Meter.
  5. Zurückschneiden: Kürze die Ruten nach dem Pflanzen auf etwa 30 Zentimeter ein. So treiben sie kräftiger aus.
  6. Angießen und mulchen: Gieße kräftig an und bedecke den Boden mit Rasenschnitt, Laub oder Rindenmulch.

Rankhilfe für Himbeeren

Die langen Ruten der Himbeere biegen sich unter dem Gewicht der Früchte stark durch und knicken bei Wind leicht ab. Deshalb brauchen Himbeeren eine Rankhilfe. Am einfachsten ist ein Spalier aus stabilen Pfosten im Abstand von 2 bis 3 Metern, zwischen denen Du Drähte in etwa 60, 120 und 180 Zentimetern Höhe spannst. Die Ruten bindest Du einzeln locker mit Bast oder Juteschnur an den Drähten fest.

Für Herbsthimbeeren, die kürzer bleiben, reicht oft eine einfachere Rankhilfe: zwei Drähte auf jeder Seite der Reihe, zwischen denen die Ruten Halt finden. So musst Du sie nicht einzeln anbinden.

Himbeeren im Topf und Kübel

Himbeeren wachsen auch im Kübel auf dem Balkon oder der Terrasse. Besonders gut eignen sich Herbsthimbeeren und kompakte Sorten, die oft als Balkonhimbeeren verkauft werden. Wähle einen Kübel mit mindestens 30 Litern und einem Abzugsloch, und lege unten eine Drainageschicht aus Blähton an. Als Erde eignet sich Beerenerde oder eine Mischung aus Kübelpflanzenerde und Rhododendronerde, die leicht sauer ist.

Himbeeren im Topf trocknen schneller aus als im Beet. Gieße sie im Sommer regelmäßig, an heißen Tagen auch täglich, und dünge sie von April bis Juli mit einem organischen Beerendünger. Im Winter stellst Du den Kübel geschützt an die Hauswand und wickelst ihn mit Jute oder Luftpolsterfolie ein, damit der Wurzelballen nicht durchfriert.

Himbeeren Pflege

Gießen

Himbeeren brauchen gleichmäßig feuchten Boden. Weil ihre Wurzeln dicht unter der Oberfläche liegen, trocknen sie bei Hitze schnell aus. Gieße deshalb bei Trockenheit regelmäßig und durchdringend, vor allem von der Blüte bis zur Ernte. Sonst bleiben die Früchte klein und krümelig. Gieße direkt auf den Boden und nicht über die Pflanzen. Eine dicke Mulchschicht hält den Boden feucht und schützt die Wurzeln. Hacke unter Himbeeren nicht, sondern zupfe Unkraut nur vorsichtig aus.

Welche Erde für Himbeeren?

Im Beet reicht lockere Gartenerde, die Du mit reichlich Kompost verbesserst. Für Himbeeren im Kübel oder auf kalkhaltigem Boden eignet sich Beerenerde. Du kannst auch normale Pflanzerde mit etwa einem Drittel Rhododendronerde mischen. Ideal ist ein pH-Wert von etwa 5,5 bis 6,5.

Himbeeren düngen

Himbeeren brauchen nur wenig Dünger. Im Frühling, etwa im März, verteilst Du zwei bis drei Liter reifen Kompost pro Quadratmeter oder einen organischen Beerendünger. Eine zweite, kleinere Gabe nach der Blüte hilft vor allem Herbsthimbeeren. Kalk und chloridhaltige Mineraldünger vertragen Himbeeren nicht. Auch zu viel Stickstoff schadet, denn er macht die Ruten weich und anfällig für Krankheiten. Ab August düngst Du nicht mehr.

Passende Düngemittel für die Rubus idaeus

Für Beeren und Obst verwendest Du am besten speziellen Dünger, der auf die Bedürfnisse dieser Pflanzen genauestens zugeschnitten ist. Du findest passende Düngemittel für Deine Rubus idaeus sowohl online als auch im Fachhandel vor Ort.

Meine Empfehlung geht an die Beerendünger von COMPO und Dehner. Beide sind von besonders guter Qualität und sorgen dafür, dass Deine Pflanzen nicht nur gesund bleiben und gut wachsen können, sie werden Dich auch mit einer leckeren Ernte beschenken.

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Sind Himbeeren winterhart?

Ja, Himbeeren sind sehr winterhart und überstehen auch strenge Fröste ohne Schutz im Beet. Nur Himbeeren im Kübel brauchen etwas Winterschutz, weil der Wurzelballen dort durchfrieren kann.

Himbeeren schneiden

Wie Du Himbeeren schneidest, hängt davon ab, ob Du Sommer- oder Herbsthimbeeren hast. Schau beim Kauf deshalb aufs Etikett, oder beobachte, wann Deine Himbeeren tragen.

  • Sommerhimbeeren tragen im Juni und Juli an den Ruten, die im Vorjahr gewachsen sind. Nach der Ernte sterben diese Ruten ab.
  • Herbsthimbeeren tragen von August bis zum Frost an den Ruten, die im selben Jahr gewachsen sind.

Sommerhimbeeren schneiden

Sommerhimbeeren schneidest Du direkt nach der Ernte im Sommer:

  1. Abgetragene Ruten entfernen: Schneide alle Ruten, die in diesem Jahr Früchte getragen haben, direkt über dem Boden ab. Du erkennst sie an der braunen, verholzten Rinde und den vertrockneten Fruchtständen.
  2. Junge Ruten auswählen: Lass pro Meter Reihe etwa 8 bis 10 kräftige junge Ruten stehen. Sie tragen im nächsten Jahr. Schwache, dünne und zu dicht stehende Ruten schneidest Du ebenfalls bodennah ab.
  3. Anbinden: Binde die jungen Ruten an der Rankhilfe fest.
  4. Spitzen einkürzen: Im Frühjahr kürzt Du Ruten, die über den obersten Draht hinausragen, knapp darüber ein.

Herbsthimbeeren schneiden

Herbsthimbeeren sind besonders einfach zu schneiden: Im Spätherbst nach der Ernte oder im späten Winter, bis Anfang März, schneidest Du alle Ruten bodennah ab. Im Frühling treiben neue Ruten aus, die schon im selben Herbst Früchte tragen. Weil sie dann keine Ruten über den Winter tragen, bleiben Herbsthimbeeren auch vom Himbeerkäfer und der Rutenkrankheit weitgehend verschont.

Himbeeren schneiden im Herbst oder Frühjahr?

Sommerhimbeeren schneidest Du im Sommer nach der Ernte, nicht erst im Herbst oder Frühjahr. So bekommen die jungen Ruten früh mehr Licht und reifen bis zum Winter gut aus. Herbsthimbeeren schneidest Du dagegen im Herbst oder im späten Winter. Lässt Du die Ruten über den Winter stehen, bieten sie Insekten ein Winterquartier.

Manche Sorten, sogenannte zweimal tragende Himbeeren, tragen im Herbst an den Spitzen der jungen Ruten und im nächsten Sommer noch einmal weiter unten. Bei ihnen schneidest Du nach der Herbsternte nur den oberen, abgetragenen Teil der Ruten ab und entfernst die ganze Rute erst nach der Sommerernte.

Himbeeren vermehren

Himbeeren vermehren sich von selbst: Sie bilden unterirdische Wurzelausläufer, aus denen in einiger Entfernung neue Ruten wachsen. Diese Ausläufer sind die einfachste Möglichkeit, Himbeeren zu vermehren. Stich im Herbst einen kräftigen jungen Trieb mit einem großen Stück Wurzel ab und pflanze ihn an seinem neuen Platz ein. Vermehre aber nur gesunde Pflanzen, denn Viren und Wurzelkrankheiten wandern mit.

Damit sich die Himbeeren nicht im ganzen Beet ausbreiten, kannst Du beim Pflanzen eine Wurzelsperre etwa 30 Zentimeter tief eingraben. Ausläufer außerhalb der Reihe stichst Du sonst einfach regelmäßig ab.

Himbeeren ernten

Wann sind Himbeeren reif?

Sommerhimbeeren reifen im Juni und Juli, Herbsthimbeeren von August bis zum ersten Frost. Reif sind Himbeeren, wenn sie ihre volle Farbe haben und sich ganz leicht vom Zapfen lösen lassen. Die meisten Sorten sind dann kräftig rot, es gibt aber auch gelbe und schwarze Himbeeren. Anders als bei der Brombeere bleibt der Zapfen beim Pflücken an der Pflanze, deshalb sind Himbeeren innen hohl. Lässt sich eine Frucht nur mit Ziehen pflücken, ist sie noch nicht reif. Himbeeren reifen nach dem Pflücken nicht nach, ernte deshalb alle zwei bis drei Tage.

Frische Himbeeren sind sehr druckempfindlich und halten im Kühlschrank nur ein bis zwei Tage. Zum Einfrieren legst Du sie einzeln auf ein Blech, frierst sie vor und füllst sie dann in Gefrierbeutel. So halten sie rund ein Jahr.

Sind Himbeeren gesund?

Ja, Himbeeren sind sehr gesund. Sie enthalten viel Vitamin C, rund 25 Milligramm pro 100 Gramm, außerdem reichlich Ballaststoffe, Kalium, Eisen und Anthocyane, und dabei nur wenige Kalorien.

Auch für Hunde sind Himbeeren nicht giftig. In kleinen Mengen darf Dein Hund ein paar Beeren naschen.

Himbeerblättertee

Auch die Blätter der Himbeere sind nutzbar. Himbeerblättertee schmeckt mild und enthält viele Gerbstoffe. Traditionell wird er bei leichtem Durchfall und Entzündungen im Mund getrunken. Bekannt ist er vor allem als Tee in der Schwangerschaft: Hebammen empfehlen ihn oft in den letzten Wochen vor der Geburt, weil er das Gewebe im Becken lockern soll. Wissenschaftlich belegt ist diese Wirkung kaum. Trink Himbeerblättertee in der Schwangerschaft deshalb nur nach Absprache mit Deiner Hebamme oder Deinem Arzt.

Für eigenen Tee pflückst Du im Frühling junge Blätter an einem trockenen Tag, lässt sie an einem luftigen, schattigen Platz trocknen und bewahrst sie in einem dunklen, gut verschlossenen Glas auf.

Eigenschaften

Herkunft und Name

Die Himbeere ist in Europa und großen Teilen Asiens heimisch. Bei uns wächst die Waldhimbeere wild an Waldrändern, auf Lichtungen und Kahlschlägen. Ihr botanischer Name idaeus geht auf das Ida-Gebirge zurück, wo sie nach der Sage zuerst gewachsen sein soll. Die Himbeere gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist eng mit der Brombeere (Rubus fruticosus) verwandt. Aus Kreuzungen der beiden entstanden zum Beispiel die Loganbeere und die Taybeere. Botanisch ist die Himbeere keine Beere, sondern eine Sammelsteinfrucht aus vielen kleinen Steinfrüchtchen.

Blätter und Blüte

Die Blätter der Himbeere bestehen aus drei bis sieben gezähnten Teilblättern. Ihre Oberseite ist grün, die Unterseite weißlich-filzig behaart. An den Ruten sitzen je nach Sorte feine Stacheln, manche Sorten sind fast stachellos. Im Mai und Juni blüht die Sommerhimbeere mit kleinen, weißen Blüten, die Herbsthimbeere von Juni bis in den Spätsommer. Die Blüten sind eine reiche Nahrungsquelle für Bienen und Hummeln.

Wie groß wird ein Himbeerstrauch?

Die Ruten der Sommerhimbeere werden meist 1,5 bis 2 Meter hoch, Herbsthimbeeren bleiben mit 1 bis 1,5 Metern etwas kleiner. Kompakte Balkonsorten werden nur etwa 50 bis 100 Zentimeter hoch. Weil Himbeeren Ausläufer bilden, wird aus einer Reihe ohne Pflege mit der Zeit ein breites Dickicht.

Himbeeren Sorten

Beliebte Sorten der Himbeere sind zum Beispiel:

  • 'Glen Ample': Eine Sommerhimbeere mit großen, aromatischen Früchten und fast stachellosen Ruten. Sie trägt reich und gilt als robust.
  • 'Tulameen': Eine Sommerhimbeere mit großen, festen und sehr aromatischen Früchten, die lange tragen.
  • 'Willamette': Eine alte, robuste Sommerhimbeere mit dunkelroten, mittelgroßen Früchten, die sich gut für Marmelade und Saft eignen.
  • 'Schönemann': Eine alte deutsche Sorte, die spät im Sommer trägt. Ihre Früchte sind sehr aromatisch.
  • 'Autumn Bliss': Eine frühe Herbsthimbeere, die schon ab Anfang August trägt und kaum Rankhilfe braucht.
  • 'Polka': Eine Herbsthimbeere mit großen, süßen Früchten, die reich trägt.
  • 'Sugana': Eine zweimal tragende Sorte mit großen Früchten im Sommer und im Herbst.
  • 'Fallgold': Eine Herbsthimbeere mit gelben, besonders süßen Früchten.

Krankheiten und Schädlinge

Himbeeren Krankheiten

  • Wurzelfäule: Die gefährlichste Krankheit der Himbeere. In nassem Boden faulen die Wurzeln, die Blätter werden gelb und welken, ganze Ruten sterben ab. Gegen den Pilz hilft nur Vorbeugen: lockerer Boden, keine Staunässe und auf schweren Böden ein Erdwall. Befallene Pflanzen gräbst Du aus und pflanzt neue Himbeeren an einem anderen Platz.
  • Rutenkrankheit: Ab dem Sommer bilden sich an den jungen Ruten violette bis braune Flecken rund um die Knospen. Die Rinde reißt später ein, und die Ruten treiben im nächsten Jahr nicht mehr aus. Schneide befallene Ruten bodennah ab, entsorge sie im Hausmüll und lichte die Reihe gut aus.
  • Grauschimmel: Bei feuchtem Wetter überzieht ein grauer, pelziger Belag die Früchte. Sammle befallene Beeren sofort ab.

Himbeere: Blätter gelb oder braun

Gelbe Blätter an Himbeeren haben meist eine von drei Ursachen. Werden die Blätter zwischen den grünen Adern gelb, ist der Boden oft zu kalkhaltig und die Pflanze kann kein Eisen aufnehmen. Dann helfen Rhododendronerde, Laubkompost und ein Eisendünger. Werden ganze Ruten gelb und welken, steckt häufig Wurzelfäule durch Staunässe dahinter. Gelbe, mosaikartig gefleckte Blätter können auch auf Viren hindeuten, die von Blattläusen übertragen werden. Braune Blätter entstehen dagegen meist durch Trockenheit, Sonnenbrand oder die Rutenkrankheit.

Schädlinge

Der bekannteste Schädling ist der Himbeerkäfer. Er frisst im Mai und Juni an Knospen und Blüten und legt seine Eier hinein. Die Larven sind die kleinen, weißlichen Würmer in Himbeeren, die Du manchmal beim Waschen findest. Klopfe die Käfer an kühlen Morgen über einem hellen Tuch von den Ruten und sammle sie ab. Herbsthimbeeren blühen erst, wenn der Käfer nicht mehr aktiv ist, und bleiben deshalb meist verschont.

Ab dem Spätsommer legt die Kirschessigfliege ihre Eier in reife Früchte, besonders bei Herbsthimbeeren. Pflücke reife Himbeeren deshalb regelmäßig und vollständig und entferne heruntergefallene Früchte. An jungen Triebspitzen saugen manchmal Blattläuse, die außerdem Viren übertragen können, und in heißen, trockenen Sommern zeigen sich auch Spinnmilben.

Sieht so aus, als gäbe es noch keine Daten über Schädlinge, die sich gern über die Rubus idaeus hermachen.

Noch mehr Beeren für Deinen Garten liefern zum Beispiel die Brombeere, die Erdbeere, die Stachelbeere und die Rote Johannisbeere.