Rubus fruticosus

Brombeere (Rubus fruticosus): Pflanzen, Schneiden & Pflege

Brombeere

Rubus fruticosus

Familie: Rosaceae

Von Livia Gaweiler · Veröffentlicht am

Pflege

Gießen

Alle 7 Tage

Standort

absonnig

Substrat

Kräuter- und Gemüseerde

Typische Größe

20 cm

Vermehrung

0 % vermehrt

Häufigster Schädling

Keine bekannt

Erfahrungswerte aus der PlantFrand-Community

Erinnerungen fürs Gießen

Die PlantFrand-App sagt Dir, wann Deine Rubus fruticosus Durst hat.

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Die Brombeere (Rubus fruticosus) gehört zu den beliebtesten Beeren im Garten. Ihre glänzend schwarzen, süß-aromatischen Früchte reifen im Spätsommer, wenn die meisten anderen Beeren schon abgeerntet sind, und schmecken frisch vom Strauch, im Kuchen, als Marmelade oder im Smoothie. Wilde Brombeeren wachsen bei uns fast überall an Waldrändern, Wegen und Böschungen. Für den Garten gibt es dagegen dornenlose Sorten, die an einer Rankhilfe ordentlich wachsen und reich tragen. Hier erfährst Du, wie Du Brombeeren pflanzt, pflegst und richtig schneidest, wann sie reif sind und welche Sorten sich lohnen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Standort: sonnig und warm, geschützt vor kaltem Wind
  • Gießen: bei Trockenheit durchdringend, vor allem während die Früchte reifen
  • Erde: humusreich, tiefgründig und locker, leicht sauer bis neutral
  • Düngen: im Frühling Kompost oder organischer Beerendünger
  • Pflanzzeit: Herbst oder Frühling
  • Rankhilfe: Spalier aus gespannten Drähten oder ein stabiler Zaun
  • Schneiden: abgetragene Ruten bodennah entfernen, 6 bis 8 junge Ruten stehen lassen
  • Erntezeit: je nach Sorte von Juli bis Oktober
  • Vermehrung: durch Absenker, Ausläufer oder Stecklinge
  • Winterhart: ja, dornenlose Sorten brauchen bei starkem Frost etwas Schutz
  • Giftig: nein, Früchte und junge Blätter sind essbar

Brombeeren pflanzen

Welcher Standort ist ideal?

Die Brombeere wächst am besten an einem sonnigen, warmen Standort. Je mehr Sonne sie bekommt, desto süßer und aromatischer werden die Früchte. Im Halbschatten wächst sie zwar auch, trägt dort aber weniger und schmeckt saurer. Ideal ist ein Platz vor einer Süd- oder Westwand oder an einem Zaun, der vor kaltem Ostwind schützt. Weil die Früchte erst spät im Jahr reifen, ist ein warmer Standort vor allem für spät reifende Sorten wichtig.

Der Boden sollte humusreich, tiefgründig und locker sein und Feuchtigkeit gut halten, ohne zu vernässen. Leicht saure bis neutrale Böden sind ideal. Staunässe verträgt die Brombeere dagegen nicht. Schwere Lehmböden lockerst Du vor dem Pflanzen deshalb mit Kompost und etwas Sand auf.

Dies sind die Standorte, an denen die PlantFrand-Community ihre Rubus fruticosus platziert:

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Wann ist die beste Pflanzzeit?

Brombeeren pflanzt Du am besten im Herbst, von Oktober bis November, oder im Frühling, von März bis April. Im Herbst gepflanzt, wurzelt der Strauch bis zum Frühjahr ein. Dornenlose Sorten sind etwas frostempfindlicher, deshalb ist für sie das Frühjahr oft die bessere Pflanzzeit. Brombeeren aus dem Topf, wie Du sie meist kaufst, kannst Du auch im Sommer pflanzen, solange Du sie danach regelmäßig gießt.

So pflanzt Du eine Brombeere:

  1. Rankhilfe aufstellen: Bau das Spalier am besten auf, bevor Du pflanzt. Dann musst Du später nicht um den Strauch herum arbeiten.
  2. Wurzeln wässern: Stell den Topf etwa eine Stunde in einen Eimer mit Wasser, bis sich der Ballen vollgesogen hat.
  3. Pflanzloch ausheben: Grabe ein Loch, das etwa doppelt so breit und tief ist wie der Wurzelballen, und mische die Erde mit reifem Kompost.
  4. Einsetzen: Setze die Brombeere so tief, wie sie vorher im Topf stand, und drücke die Erde gut an.
  5. Abstand halten: Rankende Sorten brauchen 2 bis 3 Meter Platz in der Reihe, sehr starkwüchsige Sorten sogar bis zu 4 Meter. Aufrechte Sorten wie 'Navaho' kommen mit etwa 1 Meter aus.
  6. Angießen und mulchen: Gieße kräftig an und bedecke den Boden mit Rasenschnitt, Laub oder Rindenhumus.

Rankhilfe und Spalier für Brombeeren

Die langen Ruten der Brombeere brauchen eine Rankhilfe. Ohne Halt liegen sie auf dem Boden, schlagen dort Wurzeln und werden schnell zu einem undurchdringlichen Gestrüpp. Bewährt hat sich ein einfaches Brombeer-Spalier: Zwei bis drei stabile Pfosten im Abstand von 2 bis 3 Metern, dazwischen drei bis vier gespannte Drähte in etwa 50, 100, 150 und 180 Zentimetern Höhe. Auch ein Maschendrahtzaun oder ein Holzzaun eignet sich gut.

Besonders praktisch ist die Fächerform: Du bindest die jungen Ruten eines Jahres fächerförmig auf der einen Seite des Strauchs an, die tragenden Ruten des Vorjahres auf der anderen. So siehst Du beim Schneiden sofort, welche Ruten weg müssen. Binde die Ruten locker mit Bast, Juteschnur oder breiten Pflanzenbindern fest, damit nichts einschneidet.

Brombeeren im Topf und Kübel

Auch auf dem Balkon oder der Terrasse kannst Du Brombeeren ernten. Wähle dafür eine kompakte, dornenlose Sorte und einen Kübel mit mindestens 30 Litern, besser 40 Litern. Ein Abzugsloch und eine Drainageschicht aus Blähton sind Pflicht, damit sich keine Staunässe bildet. Als Erde eignet sich hochwertige Kübelpflanzenerde oder Beerenerde. Ein Rankgitter oder ein Obelisk im Kübel gibt den Ruten Halt.

Brombeeren im Topf brauchen deutlich mehr Wasser als im Beet. An heißen Sommertagen musst Du oft täglich gießen. Dünge sie von April bis Juli regelmäßig mit einem organischen Beerendünger, denn im Topf sind die Nährstoffe schnell aufgebraucht.

Brombeere Pflege

Gießen

Brombeeren im Beet kommen mit dem Regen meist gut aus. Bei längerer Trockenheit solltest Du aber durchdringend gießen, vor allem von der Blüte bis zur Ernte. Fehlt dem Strauch in dieser Zeit Wasser, bleiben die Früchte klein und trocken. Gieße am besten morgens direkt auf den Boden und nicht über Blätter und Früchte, damit sich kein Grauschimmel ausbreitet. Eine Mulchschicht hält den Boden länger feucht.

Dies sind die in der PlantFrand-Community am meisten verwendeten Substrate für die Rubus fruticosus:

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Substrate für Pflanzen findest Du in jedem Baumarkt, Gartencenter und vielen Geschäften, die Pflanzen verkaufen. Alternativ kannst Du passende Substrate für Deine Rubus fruticosus auch online kaufen.

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Brombeeren düngen

Brombeeren sind genügsam. Im Beet reicht es, im Frühling, etwa im März oder April, zwei bis drei Liter reifen Kompost pro Quadratmeter zu verteilen und leicht einzuarbeiten. Alternativ verwendest Du einen organischen Beerendünger. Zu viel Stickstoff fördert lange, weiche Ruten auf Kosten der Früchte und macht sie anfälliger für Krankheiten. Ab Ende Juli düngst Du nicht mehr, damit die jungen Ruten vor dem Winter gut ausreifen.

Passende Düngemittel für die Rubus fruticosus

Für Beeren und Obst verwendest Du am besten speziellen Dünger, der auf die Bedürfnisse dieser Pflanzen genauestens zugeschnitten ist. Du findest passende Düngemittel für Deine Rubus fruticosus sowohl online als auch im Fachhandel vor Ort.

Meine Empfehlung geht an die Beerendünger von COMPO und Dehner. Beide sind von besonders guter Qualität und sorgen dafür, dass Deine Pflanzen nicht nur gesund bleiben und gut wachsen können, sie werden Dich auch mit einer leckeren Ernte beschenken.

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Ist die Brombeere winterhart?

Ja, die Brombeere ist winterhart. Wilde Brombeeren überstehen auch strenge Winter problemlos. Viele dornenlose Gartensorten stammen dagegen von amerikanischen Arten ab und sind etwas empfindlicher. Bei Frost unter etwa −15 °C können ihre Ruten zurückfrieren. In rauen Lagen bindest Du die jungen Ruten im Spätherbst deshalb los, legst sie auf den Boden und deckst sie mit Reisig oder einem Wintervlies ab. Brombeeren im Kübel stellst Du im Winter geschützt an die Hauswand und wickelst den Topf mit Jute oder Luftpolsterfolie ein.

Brombeeren schneiden

Um Brombeeren richtig zu schneiden, musst Du nur eines wissen: Die Ruten der Brombeere sind zweijährig. Im ersten Jahr wächst eine junge Rute aus dem Boden heraus, blüht aber noch nicht. Im zweiten Jahr bildet sie Seitentriebe, an denen die Blüten und Früchte sitzen. Nach der Ernte stirbt die Rute ab. Der Schnitt sorgt deshalb vor allem dafür, dass die abgetragenen Ruten Platz für die neuen machen.

Wann schneidet man Brombeeren?

Für den Hauptschnitt gibt es zwei gute Zeitpunkte:

  • Im Herbst nach der Ernte: Jetzt erkennst Du die abgetragenen Ruten gut, und die jungen Ruten bekommen im nächsten Jahr mehr Licht.
  • Im späten Winter oder zeitigen Frühjahr: Von Februar bis Anfang März, an frostfreien Tagen. Die alten Ruten schützen die jungen dann über den Winter. Das ist in rauen Lagen und bei dornenlosen Sorten die bessere Wahl.

Zieh beim Schneiden immer feste Handschuhe an, bei bestachelten Sorten am besten auch lange Ärmel.

So schneidest Du Brombeeren richtig

  1. Abgetragene Ruten entfernen: Schneide alle Ruten, die in diesem Jahr Früchte getragen haben, direkt über dem Boden ab. Du erkennst sie an der verholzten, oft graubraunen Rinde und den vertrockneten Fruchtständen.
  2. Junge Ruten auswählen: Lass sechs bis acht kräftige junge Ruten stehen, aus denen im nächsten Jahr die Früchte wachsen. Alle übrigen jungen Ruten schneidest Du ebenfalls am Boden ab.
  3. Ruten anbinden: Binde die stehen gebliebenen Ruten fächerförmig oder waagerecht an der Rankhilfe fest. Sehr lange Ruten kürzt Du auf etwa 2 Meter ein.
  4. Seitentriebe einkürzen: Im März kürzt Du die Seitentriebe der jungen Ruten auf zwei bis drei Knospen ein. An diesen kurzen Trieben bilden sich die Blüten und später besonders große Früchte.
  5. Im Sommer ausgeizen: Wachsen im Sommer zu viele neue Ruten oder Seitentriebe, schneidest Du die überzähligen schon früh ab. So bleibt der Strauch übersichtlich und luftig.

Brombeeren schneiden verboten?

Vielleicht hast Du gehört, dass Brombeeren im Sommer nicht geschnitten werden dürfen. Das Bundesnaturschutzgesetz verbietet vom 1. März bis 30. September, Hecken und Gebüsche radikal zurückzuschneiden oder zu roden, damit brütende Vögel geschützt sind. Schonende Form- und Pflegeschnitte sind dagegen das ganze Jahr erlaubt. Den normalen Schnitt Deiner Gartenbrombeere darfst Du also wie beschrieben durchführen. Willst Du eine große, wilde Brombeerhecke komplett entfernen, machst Du das besser im Herbst oder Winter und schaust vorher nach Vogelnestern.

Brombeeren vermehren

Brombeeren lassen sich sehr leicht selbst vermehren. Wilde Brombeeren machen es Dir vor: Ihre Rutenspitzen schlagen überall Wurzeln, wo sie den Boden berühren.

  • Absenker: Das ist die einfachste und sicherste Methode. Biege im Spätsommer die Spitze einer jungen Rute zur Erde und grabe sie etwa 10 Zentimeter tief ein. Ein Stein oder Haken hält sie fest. Bis zum Herbst oder spätestens im nächsten Frühling bildet sie Wurzeln. Dann trennst Du sie von der Mutterpflanze ab und pflanzt sie an ihren neuen Platz.
  • Ausläufer: Viele Brombeeren bilden Wurzelausläufer, aus denen in einiger Entfernung neue Triebe wachsen. Diese stichst Du im Herbst oder Frühling mit einem Stück Wurzel ab und pflanzt sie ein.
  • Stecklinge: Schneide im Sommer etwa 10 bis 15 Zentimeter lange Stücke von halb verholzten Seitentrieben ab, entferne die unteren Blätter und stecke sie in feuchte Anzuchterde. An einem hellen Platz ohne direkte Sonne bewurzeln sie in einigen Wochen.

Aus Samen lassen sich Brombeeren zwar ziehen, die jungen Pflanzen haben aber nicht dieselben Eigenschaften wie die Mutterpflanze. Für dornenlose Sorten eignen sich deshalb nur Absenker und Stecklinge.

Brombeeren ernten

Wann sind Brombeeren reif?

Die Erntezeit der Brombeere beginnt je nach Sorte im Juli und reicht bis in den Oktober. Die meisten Sorten tragen im August und September. Reif sind Brombeeren, wenn sie rundum tiefschwarz glänzen, bei leichtem Druck etwas nachgeben und sich ohne Ziehen vom Zapfen lösen. Rötliche oder noch harte Früchte schmecken sauer und reifen nach dem Pflücken nicht nach. Lass sie deshalb lieber ein paar Tage länger hängen. Weil die Früchte nicht alle gleichzeitig reifen, pflückst Du am besten alle zwei bis drei Tage.

Brombeeren einfrieren und verwenden

Frische Brombeeren sind sehr druckempfindlich und halten im Kühlschrank nur zwei bis drei Tage. Wasche sie erst kurz vor dem Essen. Zum Einfrieren legst Du die Beeren einzeln auf ein Blech, frierst sie vor und füllst sie dann in Gefrierbeutel. So kleben sie nicht zusammen und halten rund ein Jahr. Brombeeren schmecken frisch, im Müsli, als Marmelade, Gelee, Saft, Sirup oder im Kuchen.

Brombeeren sind außerdem gesund. Sie enthalten Vitamin C, viele Ballaststoffe und reichlich Anthocyane, die blauvioletten Farbstoffe, die den Saft so dunkel färben und als Antioxidantien gelten.

Brombeerblätter als Tee

Nicht nur die Früchte, auch die Blätter der Brombeere sind nutzbar. Brombeerblättertee schmeckt mild und ähnlich wie schwarzer Tee, enthält aber kein Koffein. Wegen seiner Gerbstoffe wird er traditionell bei leichtem Durchfall und bei Entzündungen im Mund getrunken. Pflücke dafür im Frühling junge, hellgrüne Blätter an einem trockenen Tag, lass sie an einem luftigen, schattigen Platz trocknen und bewahre sie in einem dunklen, gut verschlossenen Glas auf.

Wilde Brombeeren

Die wilde Brombeere ist in ganz Europa verbreitet und wächst an Waldrändern, Wegen, Böschungen, auf Brachflächen und in Hecken. Ihre bestachelten Ruten bilden dichte Gebüsche, in denen viele Vögel brüten. Die Blüten sind wichtige Nahrung für Bienen und andere Insekten, die Früchte für Vögel und Säugetiere.

Kann man wilde Brombeeren essen?

Ja, wilde Brombeeren sind essbar und schmecken oft sogar aromatischer als Gartensorten, sind aber meist kleiner. Pflücke sie nur abseits von stark befahrenen Straßen und gespritzten Feldern und wasche sie vor dem Essen gut. Früchte direkt über dem Boden lässt Du am besten hängen.

Gefährliche Verwechslungen gibt es kaum. Die Kratzbeere (Rubus caesius) sieht ähnlich aus, trägt aber kleinere Früchte mit einem bläulichen, abwischbaren Belag. Sie ist ebenfalls essbar. Iss trotzdem nur Beeren, die Du sicher erkennst.

Wilde Brombeeren entfernen

So schön wilde Brombeeren für die Natur sind, im Garten können sie lästig werden. Ihre Rutenspitzen wurzeln überall ein, und aus dem Wurzelstock treiben sie immer wieder aus. Um Brombeeren dauerhaft zu entfernen, schneidest Du zuerst alle Ruten bodennah ab. Danach gräbst Du den Wurzelstock mit einem Spaten oder einer Rodehacke möglichst vollständig aus. Bleiben Wurzelreste im Boden, treiben sie neu aus. Schneide neue Triebe dann immer sofort ab, bis die Wurzeln erschöpft sind. Das kann ein bis zwei Jahre dauern.

Eigenschaften

Herkunft und Name

Rubus fruticosus ist keine einzelne Art, sondern eine Sammelart aus Hunderten von Kleinarten, die sich nur schwer voneinander unterscheiden lassen. Botaniker sprechen deshalb vom Rubus fruticosus-Aggregat. Der Name fruticosus bedeutet „strauchig“. Die Brombeere gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist eng mit der Himbeere (Rubus idaeus) verwandt. Auch die Erdbeere und die Rose sind Rosengewächse. Die Brombeerfrucht ist botanisch übrigens keine Beere, sondern eine Sammelsteinfrucht aus vielen kleinen Steinfrüchtchen. Anders als bei der Himbeere bleibt der Zapfen beim Pflücken in der Frucht.

Blätter und Blüte

Die Blätter der Brombeere bestehen meist aus drei bis fünf gezähnten Teilblättern und tragen auf der Unterseite oft kleine Stacheln. Viele Brombeeren behalten ihr Laub bis weit in den Winter, manche sind fast immergrün. Von Mai bis Juli, bei manchen Sorten bis in den August, blüht die Brombeere mit weißen bis zartrosa, fünfzähligen Blüten in lockeren Rispen. Weil die Blüte so lange dauert, findest Du am selben Strauch oft gleichzeitig Blüten, grüne, rote und reife schwarze Früchte.

Wie groß wird eine Brombeere?

An einer Rankhilfe wird eine Brombeere im Garten meist 1,5 bis 2 Meter hoch. Ihre Ruten können aber 3 bis 5 Meter lang werden, bei sehr starkwüchsigen Sorten noch mehr. Wilde Brombeeren bilden ohne Schnitt mannshohe Gebüsche, die sich durch einwurzelnde Rutenspitzen immer weiter ausbreiten. Aufrechte Sorten bleiben mit etwa 1,5 Metern kompakter und kommen fast ohne Rankhilfe aus.

Brombeeren Sorten

Beliebte Sorten der Brombeere sind zum Beispiel:

  • 'Black Satin': Eine dornenlose, rankende Sorte mit großen, glänzend schwarzen Früchten, die sehr reich trägt. Sie reift von August bis September. Vollreif schmecken die Beeren süß, früh gepflückt eher säuerlich. Brombeere 'Black Satin' wächst kräftig und braucht ein stabiles Spalier.
  • 'Loch Ness': Dornenlos, halbaufrecht und robust, mit großen, festen Früchten von August bis September.
  • 'Navaho': Eine dornenlose Sorte mit aufrechtem Wuchs, die kaum eine Rankhilfe braucht. Die mittelgroßen Früchte sind besonders süß und aromatisch und reifen von Juli bis September.
  • 'Thornfree': Eine alte, dornenlose Sorte mit aromatischen Früchten, die spät von August bis Oktober reift.
  • 'Theodor Reimers': Eine alte, bestachelte Sorte mit sehr aromatischen Früchten. Sie wächst stark und gilt als robust und winterhart. Sie wird meist der Armenischen Brombeere (Rubus armeniacus) zugeordnet, die heute auch vielerorts verwildert wächst.

Für den Kübel eignen sich kompakte Sorten, die im Handel oft als Balkon- oder Topfbrombeeren angeboten werden.

Krankheiten und Schädlinge

Häufige Krankheiten

  • Brombeer-Gallmilbe: Winzige Milben saugen an den Früchten. Einzelne Teilfrüchte bleiben dann rot und hart, während der Rest der Brombeere schwarz wird. Schneide befallene Fruchtstände ab und entferne die abgetragenen Ruten konsequent, denn die Milben überwintern in den Knospen.
  • Rutenkrankheit: Violette bis braune Flecken auf den Ruten, die später einreißen. Befallene Ruten trocknen ein. Schneide sie bodennah ab und entsorge sie im Hausmüll. Ein luftiger Standort beugt vor.
  • Grauschimmel: Bei feuchtem Wetter überzieht ein grauer, pelziger Belag die Früchte. Sammle befallene Beeren sofort ab und gieße nur von unten.

Schädlinge

Ein noch recht neuer Schädling ist die Kirschessigfliege. Sie legt ihre Eier ab dem Spätsommer in reifende Früchte, die dann weich werden und zusammenfallen. Pflücke reife Brombeeren deshalb regelmäßig und vollständig und entferne heruntergefallene Früchte. Ein feinmaschiges Netz hält die Fliegen von den Früchten fern. An jungen Triebspitzen saugen manchmal Blattläuse, und in heißen, trockenen Sommern zeigen sich an den Blattunterseiten auch Spinnmilben.

Sieht so aus, als gäbe es noch keine Daten über Schädlinge, die sich gern über die Rubus fruticosus hermachen. Aktuell sind nämlich 100% dieser Pflanzen in der PlantFrand-Community schädlingsfrei.

Noch mehr Beeren für Deinen Garten liefern zum Beispiel die Himbeere, die Stachelbeere und die Rote Johannisbeere.