
Ufopflanze (Pilea peperomioides): Pflege, Standort & Ableger
Ufopflanze · Chinesischer Geldbaum · Glückstaler-Pflanze
Pilea peperomioides
Familie: Urticaceae
Von Livia Gaweiler · Veröffentlicht am
Pflege
Gießen
Alle 7 Tage
Standort
hell
Substrat
Erde für Grünpflanzen
Typische Größe
16 cm
Vermehrung
33 % vermehrt
Häufigster Schädling
Erinnerungen fürs Gießen
Die PlantFrand-App sagt Dir, wann Deine Pilea peperomioides Durst hat.
Die Ufopflanze (Pilea peperomioides), auch Chinesischer Geldbaum, Glückstaler-Pflanze oder Bauchnabelpflanze genannt, ist mit ihren kreisrunden Blättern an langen Stielen ein echter Hingucker. Sie ist pflegeleicht, wächst schnell und bildet von selbst Ableger, die Du verschenken kannst. Kein Wunder, dass sie sich lange Zeit vor allem als Ableger von Freundin zu Freundin verbreitet hat.
Das Wichtigste in Kürze:
- Standort: hell, gerne mit etwas Morgen- oder Abendsonne, ohne pralle Mittagssonne
- Gießen: etwa einmal pro Woche, sobald die oberen 2 bis 3 cm der Erde trocken sind
- Erde: locker und durchlässig, z. B. Grünpflanzenerde mit Perlit oder Blähton
- Düngen: von März bis September alle zwei bis vier Wochen mit Grünpflanzendünger
- Temperatur: 15 bis 25 °C, nicht unter 10 °C
- Größe: meist bis 30 cm hoch, ältere Pflanzen auch mehr
- Vermehrung: über Kindel, die aus der Erde wachsen, oder über Stecklinge
- Giftig: nein, ungiftig für Katzen und Hunde
Ufopflanze Pflege
Die Pilea peperomioides gehört zu den einfachsten Zimmerpflanzen überhaupt und ist deshalb auch für Einsteiger perfekt (mehr dazu im Artikel über Zimmerpflanzen für Anfänger). Wichtig sind vor allem ein heller Platz und nicht zu viel Wasser.
Welcher Standort ist ideal für die Ufopflanze?
Der ideale Standort für die Ufopflanze ist hell. Ein Platz an einem Ost- oder Westfenster, an dem sie morgens oder abends etwas Sonne bekommt, ist perfekt. Pralle Mittagssonne hinter Glas verbrennt dagegen ihre Blätter. Im Halbschatten wächst sie auch, bildet dort aber lange Stiele und kleinere Blätter. Wie Du die Lichtverhältnisse bei Dir zu Hause einschätzt, liest Du im Artikel über Licht für Zimmerpflanzen.
Dies sind die Standorte, an denen die PlantFrand-Community ihre Pilea peperomioides platziert:
58% hell
25% sonnig
17% halbschattig

Die Pilea wächst stark zum Licht hin und neigt sich dann schief zur Seite. Drehe den Topf deshalb einmal pro Woche ein Stück weiter, damit sie gleichmäßig und aufrecht wächst.
Im Sommer darf die Ufopflanze auch auf den Balkon, an einen hellen Platz ohne Mittagssonne. Hol sie wieder herein, bevor die Nächte kälter als etwa 10 °C werden.
Temperatur
Die Ufopflanze mag normale Zimmertemperaturen zwischen 15 und 25 °C. Sie stammt aus den Bergen Chinas und verträgt deshalb auch kühlere Temperaturen bis etwa 10 °C. Ein etwas kühlerer, heller Platz im Winter tut ihr sogar gut. Mehr dazu erfährst Du im Artikel über die richtige Temperatur für Zimmerpflanzen.
Wie oft muss man die Pilea gießen?
Gieße die Pilea peperomioides, sobald die oberen 2 bis 3 cm der Erde trocken sind. Im Sommer ist das meist etwa einmal pro Woche der Fall, im Winter seltener. Gieße dann durchdringend und schütte überschüssiges Wasser im Übertopf nach einer Viertelstunde weg.
Kurze Trockenphasen verträgt die Ufopflanze gut, Staunässe dagegen gar nicht. Lassen die Blätter schlaff die Köpfe hängen, ist das ein Zeichen dafür, dass sie Durst hat. Nach dem Gießen richten sie sich innerhalb weniger Stunden wieder auf.
Welche Erde braucht die Ufopflanze?
Die Ufopflanze braucht eine lockere, durchlässige Erde. Gut geeignet ist Grünpflanzenerde, die Du mit etwas Perlit oder Blähton mischst, damit überschüssiges Wasser gut abfließt. Wichtig ist außerdem ein Topf mit Abflussloch.
Dies sind die in der PlantFrand-Community am meisten verwendeten Substrate für die Pilea peperomioides:
Substrate für Pflanzen findest Du in jedem Baumarkt, Gartencenter und vielen Geschäften, die Pflanzen verkaufen. Alternativ kannst Du passende Substrate für Deine Pilea peperomioides auch online kaufen.
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Düngen
Dünge die Pilea von März bis September alle zwei bis vier Wochen mit einem Flüssigdünger für Grünpflanzen. Im Winter braucht sie keinen Dünger. Frisch umgetopfte Pflanzen düngst Du die ersten sechs Wochen ebenfalls nicht, denn neue Erde enthält genug Nährstoffe.
Passende Düngemittel für die Pilea peperomioides
Es gibt jede Menge Grünpflanzendünger auf dem Markt. Du findest sie in verschiedenen Geschäften, die Pflanzen verkaufen – sowohl online als auch offline.
COMPO ist eine sehr empfehlenswerte Marke, die nicht nur Deine Pilea peperomioides mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt, sondern auch viele andere Grünpflanzen in Deiner Sammlung. Die ein Liter große Flasche reicht für viele Düngeeinheiten.
Falls Du weniger Düngemittel benötigst, kannst Du beispielsweise auf die 250 Milliliter große Flasche von Neudorff zugreifen. Im Verhältnis ist die kleinere Flasche zwar teurer, aber die Marke Neudorff ist von sehr guter Qualität.
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Pilea mit Kaffee düngen?
Ein beliebter Tipp ist, die Pilea mit Kaffee zu düngen. Kalter, ungesüßter Kaffee ohne Milch oder etwas Kaffeesatz in der Erde liefern tatsächlich etwas Stickstoff. Die Menge ist aber gering, und Kaffeesatz auf der Erde schimmelt in der Wohnung schnell. Als gelegentliche Ergänzung schadet Kaffee nicht, einen richtigen Dünger ersetzt er aber nicht.
Umtopfen
Die Ufopflanze wächst schnell und braucht etwa einmal im Jahr einen neuen Topf, spätestens wenn Wurzeln aus dem Abflussloch wachsen. Der beste Zeitpunkt ist das Frühjahr. Wähle einen Topf, der nur wenige Zentimeter größer ist als der alte. Beim Umtopfen kannst Du gleich die Kindel abtrennen, die sich rund um die Mutterpflanze gebildet haben.
Pilea schneiden
Schneiden musst Du die Pilea nicht. Vertrocknete oder gelbe Blätter entfernst Du einfach direkt am Stamm. Ist Deine Ufopflanze mit der Zeit lang und unten kahl geworden, kannst Du den Kopf mit einigen Blättern abschneiden und als Steckling bewurzeln. Der alte Stamm treibt danach meist seitlich wieder aus.
Ufopflanze vermehren
Die Ufopflanze zu vermehren ist so einfach wie bei kaum einer anderen Zimmerpflanze, denn sie macht die meiste Arbeit selbst.
Pilea Ableger: die Kindel
Rund um die Mutterpflanze wachsen aus den Wurzeln immer wieder kleine Pflanzen aus der Erde, die Kindel. So nimmst Du einen Ufopflanzen-Ableger:
- Warte, bis das Kindel etwa 5 cm hoch ist und einige eigene Blätter hat.
- Lege die Wurzeln mit dem Finger frei und schneide die Verbindung zur Mutterpflanze mit einem sauberen Messer etwa 2 cm unter der Erde durch.
- Setze das Kindel in einen kleinen Topf mit feuchter Erde.
- Halte die Erde in den ersten Wochen leicht feucht, aber nicht nass.
Hat das Kindel beim Abtrennen noch kaum Wurzeln, stellst Du es in ein Glas mit Wasser. Nach zwei bis drei Wochen hat es genug Wurzeln und kann in Erde umziehen.
Auch am Stamm bilden sich manchmal kleine Triebe. Diese schneidest Du ab, sobald sie einige Blätter haben, und bewurzelst sie ebenfalls im Wasser.
Vermehrung
33 %
In der PlantFrand-Community haben Nutzer 33 % aller Pflanzen der Art Pilea peperomioides durch Vermehrung erhalten.
Ist die Ufopflanze giftig für Katzen?
Nein, die Ufopflanze gilt als ungiftig für Katzen, Hunde und Menschen. Sie gehört damit zu den Zimmerpflanzen, die Du auch mit Haustieren bedenkenlos aufstellen kannst, wie die Grünlilie. Trotzdem solltest Du Deine Katze davon abhalten, regelmäßig an den Blättern zu knabbern: Größere Mengen können den Magen verstimmen, und die Pflanze leidet natürlich auch darunter.
Eigenschaften der Pilea peperomioides
Herkunft und Name
Die Pilea peperomioides stammt aus dem Südwesten Chinas, aus den Provinzen Yunnan und Sichuan. Dort wächst sie in schattigen, feuchten Felsspalten in den Bergen. Nach Europa kam sie um 1946 mit dem norwegischen Missionar Agnar Espegren, der Ableger aus China mitbrachte. Von Norwegen aus verbreitete sie sich als Ableger in ganz Skandinavien und weiter nach Europa, lange bevor sie im Gartencenter erhältlich war. Botanisch bestimmt wurde die Zimmerpflanze erst Ende der 1970er-Jahre.
Der Name peperomioides bedeutet „Peperomia-ähnlich“, denn ihre runden Blätter erinnern an die einiger Peperomien. Tatsächlich gehört sie aber zur Familie der Brennnesselgewächse. Brennen tut sie trotzdem nicht.
Die deutschen Namen Ufopflanze, Glückstaler und Chinesischer Geldbaum verdankt sie ihren runden, münzförmigen Blättern. Mit dem bekannten Geldbaum (Crassula ovata), einer Sukkulente, ist sie aber nicht verwandt.
Blätter der Bauchnabelpflanze
Die Blätter der Ufopflanze sind kreisrund, glänzend grün und sitzen an langen, dünnen Stielen. Der Stiel setzt nicht am Rand, sondern fast in der Mitte der Blattunterseite an. Dort sieht man auf der Oberseite einen kleinen Punkt, der ihr den Namen Bauchnabelpflanze eingebracht hat. Die Blätter werden je nach Standort etwa 5 bis 10 cm groß.

Pilea: Blätter wölben sich
Wölben sich die Blätter Deiner Pilea nach oben wie eine Schüssel oder nach unten wie ein Schirm, ist das meist kein Grund zur Sorge. Häufig bekommt sie dann sehr viel oder zu wenig Licht, oder die Blätter wachsen schneller, als die Pflanze sie versorgen kann. Prüfe den Standort und gieße gleichmäßig. Ein paar gewölbte Blätter sind aber auch bei gesunden Pflanzen ganz normal.
Blüte
Die Pilea blüht gelegentlich im Frühjahr, vor allem wenn sie im Winter etwas kühler stand. Die Blüten sind klein und unscheinbar: Winzige rosa bis weißliche Blüten sitzen in lockeren Rispen an langen, dünnen Stielen zwischen den Blättern. Die Ufopflanzen-Blüte schadet der Pflanze nicht, Du kannst sie stehen lassen oder abschneiden.
Wie groß wird die Pilea?
Die Ufopflanze wird als Zimmerpflanze meist bis zu 30 cm hoch, ältere Pflanzen auch etwas mehr. Mit den Jahren bildet sie einen kurzen Stamm, aus dem die Blätter rundherum wachsen, sodass sie fast wie ein kleiner Baum aussieht.
Größe in der Community
Die Hälfte aller Pilea peperomioides in der PlantFrand-Community ist zwischen 9 cm und 20 cm hoch, typisch sind 16 cm.
Sorten der Ufopflanze
Neben der grünen Form gibt es einige Sorten der Pilea peperomioides mit gemusterten Blättern:
- Pilea peperomioides 'Sugar': grüne Blätter mit feinen, silbrig-weißen Sprenkeln.
- Pilea peperomioides 'White Splash': grüne Blätter mit größeren weißen Flecken.
- Pilea peperomioides 'Mojito': größere Blätter, hell- und dunkelgrün marmoriert.
Diese Formen und Sorten der Pilea peperomioides kennt PlantFrand:
- Mojito
- Sugar
- White Splash
Gemusterte Sorten wachsen etwas langsamer und brauchen einen besonders hellen Standort, um ihre Zeichnung zu behalten. Ihre Pflege ist ansonsten genauso einfach wie die der grünen Ufopflanze.
Krankheiten und Schädlinge
Die Ufopflanze ist sehr robust. Die meisten Probleme entstehen durch zu viel Wasser.
Die häufigsten Schädlinge
Am häufigsten machen der Pilea Schildläuse zu schaffen. Ist die Erde dauerhaft nass, fühlen sich außerdem Trauermücken wohl. Bei trockener Heizungsluft können auch Spinnmilben auftauchen.
Schauen wir uns die Daten der PlantFrand-Community an. Diese Schädlinge haben Pflanzen der Art Pilea peperomioides bereits befallen:
Aktuell sind übrigens 100% all dieser Pflanzen schädlingsfrei.
Ufopflanze: gelbe Blätter
Gelbe Blätter bei der Pilea haben meist eine dieser Ursachen:
- Zu viel Wasser: Werden mehrere Blätter gelb und ist die Erde nass, gießt Du zu viel. Lass die Erde gut abtrocknen und prüfe, ob der Topf ein Abflussloch hat.
- Natürlicher Blattwechsel: Vergilben nur ab und zu die untersten, ältesten Blätter, ist das ganz normal. Die Ufopflanze wirft sie ab, während oben neue Blätter nachwachsen.
- Nährstoffmangel: Werden auch neue Blätter blass oder gelblich, fehlen ihr Nährstoffe. Dünge regelmäßig oder topfe sie in frische Erde um.
Braune Flecken
Braune, trockene Flecken auf den Blättern sind meist Sonnenbrand von zu viel direkter Mittagssonne. Braune, weiche Stellen und ein matschiger Stamm deuten dagegen auf Staunässe und Wurzelfäule hin. Ist der Stamm unten schon weich, rettest Du die Pflanze am sichersten, indem Du den gesunden Kopf abschneidest und neu bewurzelst.




