
Oxalis triangularis (Roter Glücksklee): Pflege & Standort
Roter Glücksklee · Dreieckiger Glücksklee
Oxalis triangularis
Familie: Oxalidaceae
Von Livia Gaweiler · Veröffentlicht am
Pflege
Gießen
Alle 5 Tage
Standort
hell
Substrat
unklar
Typische Größe
32 cm
Vermehrung
0 % vermehrt
Häufigster Schädling
Keine bekannt
Erinnerungen fürs Gießen
Die PlantFrand-App sagt Dir, wann Deine Oxalis triangularis Durst hat.
Die Oxalis triangularis ist mit ihren dunkelvioletten, dreieckigen Blättern ein echter Blickfang auf jeder Fensterbank. Auf Deutsch heißt sie Roter Glücksklee, Dreieckiger Glücksklee oder Purpur-Sauerklee. Die Pflege ist einfach: Sie braucht viel Licht, Erde, die zwischen dem Gießen etwas antrocknen darf, und ab und zu eine Ruhephase, in der sie einzieht und danach neu austreibt.
Das Wichtigste in Kürze:
- Standort: sehr hell, gern mit Morgen- oder Abendsonne
- Gießen: im Sommer etwa alle 5 bis 7 Tage, sobald die oberen 2 cm der Erde trocken sind
- Erde: locker und durchlässig, z. B. Blumenerde mit etwas Sand oder Perlit
- Düngen: von April bis September alle drei bis vier Wochen schwach dosiert mit Grünpflanzendünger
- Temperatur: 15 bis 25 °C, nicht winterhart
- Ruhephase: zieht gelegentlich alle Blätter ein, dann kaum gießen und nach einigen Wochen neu austreiben lassen
- Vermehrung: durch Teilen der kleinen Rhizome beim Umtopfen
- Giftig: leicht giftig für Katzen, Hunde und andere Haustiere
Oxalis triangularis Pflege
Der Rote Glücksklee gehört zu den Zimmerpflanzen, die Dir Pflegefehler selten übel nehmen. Selbst wenn er alle Blätter verliert, treibt er aus seinen unterirdischen Rhizomen meist wieder aus. Deshalb eignet er sich gut für Zimmerpflanzen-Anfänger.
Welcher Standort ist ideal für die Oxalis triangularis?
Stell die Oxalis triangularis so hell wie möglich auf, zum Beispiel an ein Ost-, West- oder Südfenster. Morgen- und Abendsonne verträgt sie gut, und erst bei viel Licht bekommen die Blätter ihre kräftige, fast schwarzviolette Farbe. Nur hinter einer Südscheibe in praller Mittagssonne können die Blätter im Hochsommer ausbleichen oder Brandflecken bekommen.
Dies sind die Standorte, an denen die PlantFrand-Community ihre Oxalis triangularis platziert:
100% hell
Ist der Standort zu dunkel, werden die Stiele lang und dünn, die Blätter bleiben klein und hängen über den Topfrand. Wie Du die Lichtverhältnisse bei Dir zu Hause einschätzt, erfährst Du im Artikel über Licht für Pflanzen.
Die Oxalis wächst zum Licht hin. Drehst Du den Topf alle ein bis zwei Wochen ein Stück weiter, bleibt sie gleichmäßig rund.
Temperatur und Überwintern
Am wohlsten fühlt sich der Dreieckige Glücksklee bei normaler Zimmertemperatur zwischen 15 und 25 °C. Von Mai bis September kann er auch auf dem Balkon oder der Terrasse stehen, an einem hellen Platz, an dem er vor Starkregen geschützt ist.
Winterhart ist er nicht. Hol ihn ins Haus, bevor die Nächte unter 10 °C fallen. Im Winter darf er etwas kühler stehen, zum Beispiel bei 12 bis 15 °C. Dann wächst er langsamer und braucht entsprechend weniger Wasser. Mehr dazu, wie die Temperatur das Wachstum beeinflusst, liest Du im Artikel über die richtige Temperatur für Zimmerpflanzen.
Gießen
Gieß die Oxalis triangularis, sobald die oberen zwei Zentimeter der Erde trocken sind. Im Sommer ist das etwa alle fünf bis sieben Tage der Fall, im Winter seltener. Am einfachsten prüfst Du das mit der Fingerprobe.
Wichtiger als die genaue Menge ist, dass kein Wasser im Topf stehen bleibt. Die Rhizome im Boden speichern Wasser und faulen schnell, wenn die Erde dauerhaft nass ist. Gieß überschüssiges Wasser aus dem Untersetzer oder Übertopf nach etwa 15 Minuten weg.
Lässt der Rote Glücksklee alle Blätter schlaff hängen, ist er meist zu trocken. Nach einem durchdringenden Gießen richten sich die Blätter oft schon nach wenigen Stunden wieder auf.
Düngen
Dünge den Roten Glücksklee von April bis September etwa alle drei bis vier Wochen mit einem Grünpflanzendünger. Halte Dich dabei eher an die halbe Menge, die auf der Packung steht. Zu viel Dünger macht die Stiele weich und lang. In der Ruhephase und im Winter düngst Du gar nicht.
Passende Düngemittel für die Oxalis triangularis
Es gibt jede Menge Grünpflanzendünger auf dem Markt. Du findest sie in verschiedenen Geschäften, die Pflanzen verkaufen – sowohl online als auch offline.
COMPO ist eine sehr empfehlenswerte Marke, die nicht nur Deine Oxalis triangularis mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt, sondern auch viele andere Grünpflanzen in Deiner Sammlung. Die ein Liter große Flasche reicht für viele Düngeeinheiten.
Falls Du weniger Düngemittel benötigst, kannst Du beispielsweise auf die 250 Milliliter große Flasche von Neudorff zugreifen. Im Verhältnis ist die kleinere Flasche zwar teurer, aber die Marke Neudorff ist von sehr guter Qualität.
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Umtopfen
Die Oxalis triangularis bildet unter der Erde immer mehr kleine, schuppige Rhizome, die nach ein bis zwei Jahren den Topf füllen. Dann topfst Du sie im Frühjahr in einen etwas größeren Topf mit frischer Erde um. Ein flacher, breiter Topf ist besser als ein hoher, weil die Rhizome nah unter der Oberfläche wachsen.
Der Topf braucht ein Abzugsloch, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Eine dünne Drainageschicht aus Blähton am Topfboden schützt zusätzlich vor Staunässe.
Welche Erde braucht der Rote Glücksklee?
Der Rote Glücksklee braucht eine lockere, durchlässige Erde, die Wasser hält, aber nicht nass bleibt.
Dies sind die in der PlantFrand-Community am meisten verwendeten Substrate für die Oxalis triangularis:
Substrate für Pflanzen findest Du in jedem Baumarkt, Gartencenter und vielen Geschäften, die Pflanzen verkaufen. Alternativ kannst Du passende Substrate für Deine Oxalis triangularis auch online kaufen.
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Normale Blumen- oder Grünpflanzenerde reicht aus. Mischst Du etwa ein Drittel Sand, Perlit oder Blähton unter, läuft das Wasser besser ab und die Rhizome faulen nicht so leicht. Auch Lechuza Pon oder Seramis eignen sich.
Ruhephase der Oxalis triangularis
Ein- bis zweimal im Jahr kann es passieren, dass die Oxalis triangularis nach und nach alle Blätter einzieht, oft im Spätsommer oder im Winter. Das ist kein Grund zur Sorge, sondern eine natürliche Ruhephase. Die Pflanze zieht sich in ihre Rhizome zurück und sammelt Kraft.
So begleitest Du sie durch die Ruhephase:
- Schneide die welken Blätter und Stiele knapp über der Erde ab.
- Gieß nur noch so wenig, dass die Erde nicht komplett austrocknet, etwa einen kleinen Schluck alle zwei bis drei Wochen.
- Stell den Topf an einen kühleren, gern auch etwas dunkleren Platz und dünge nicht.
- Nach etwa vier bis acht Wochen zeigen sich die ersten neuen Triebe. Dann stellst Du den Roten Glücksklee wieder hell auf und gießt wie gewohnt.
Du kannst die Ruhephase auch gezielt auslösen, wenn die Pflanze lang und unschön geworden ist: Schneide alle Blätter ab und lass sie wie oben beschrieben ruhen. Danach treibt sie dicht und kompakt wieder aus.
Oxalis triangularis vermehren
Die einfachste Methode ist das Teilen der Rhizome, am besten im Frühjahr beim Umtopfen oder am Ende einer Ruhephase.
- Hol die Pflanze aus dem Topf und schüttel die Erde vorsichtig ab.
- Trenne die kleinen, länglichen Rhizome voneinander oder teile den Ballen in mehrere Stücke.
- Setz jeweils mehrere Rhizome etwa 2 bis 3 cm tief in einen Topf mit frischer, leicht feuchter Erde.
- Halte die Erde gleichmäßig leicht feucht, aber nicht nass. Nach zwei bis drei Wochen erscheinen die ersten Blätter.
Je mehr Rhizome Du in einen Topf setzt, desto voller wirkt die Pflanze später.
Eigenschaften der Oxalis triangularis
Herkunft und Name
Die Oxalis triangularis stammt aus Südamerika, vor allem aus Brasilien, Paraguay, Bolivien und dem Norden Argentiniens. Sie gehört zur Gattung Sauerklee (Oxalis) aus der Familie der Sauerkleegewächse. Der lateinische Name triangularis bedeutet „dreieckig“ und bezieht sich auf die Form der Blättchen.
Die Namen Roter Glücksklee und Dreieckiger Glücksklee sind etwas irreführend. Als „Glücksklee“ wird zu Silvester vor allem die nah verwandte Oxalis tetraphylla verkauft, die vier grüne Blättchen hat. Die Oxalis triangularis hat dagegen immer nur drei. Mit dem echten Klee (Trifolium) sind beide nicht verwandt.
Wie groß wird die Oxalis triangularis?
Der Rote Glücksklee wird typischerweise 20 bis 35 cm hoch und wächst buschig in die Breite, je nachdem, wie viele Rhizome im Topf sitzen.
Blätter, die sich abends schließen
Jedes Blatt besteht aus drei dreieckigen Blättchen an einem langen, dünnen Stiel. Bei der häufigsten Sorte sind sie dunkelviolett mit einer helleren, rosa- bis lilafarbenen Zeichnung in der Mitte. Es gibt aber auch Sorten mit grünen Blättern.
Das Besondere: Abends und bei Dunkelheit klappen die Blättchen nach unten zusammen und sehen dann aus wie kleine Schmetterlinge. Morgens öffnen sie sich wieder. Diese Schlafbewegung nennt man Nyktinastie. Auch bei sehr starker Sonne oder Trockenheit schließen sich die Blätter teilweise, um sich zu schützen.
Blüten
Von Frühling bis Herbst bildet die Oxalis triangularis kleine, trichterförmige Blüten in Weiß bis Zartrosa, die in Dolden über dem Laub stehen. Wie die Blätter schließen sie sich abends und bei trübem Wetter. Bei genug Licht blüht sie fast ununterbrochen. Verblühtes kannst Du einfach abzupfen, nötig ist es aber nicht.
Ist die Oxalis triangularis giftig?
Die Oxalis triangularis ist leicht giftig. Wie alle Sauerkleearten enthält sie Oxalsäure, die ihr den säuerlichen Geschmack gibt. Kleine Mengen sind für Menschen unbedenklich, die Blätter werden sogar manchmal als Deko auf Salaten verwendet.
Für Katzen, Hunde, Kaninchen und andere Haustiere ist sie dagegen ungeeignet. Fressen sie größere Mengen, können Speicheln, Erbrechen und Durchfall die Folge sein, und auf Dauer kann die Oxalsäure die Nieren belasten. Stell den Roten Glücksklee deshalb außer Reichweite von Tieren. Hat Dein Haustier viel davon gefressen, frag Deinen Tierarzt um Rat.
Schädlinge und Krankheiten
Der Rote Glücksklee ist robust und wird selten von Schädlingen befallen. Am ehesten treten in trockener Heizungsluft Spinnmilben auf, außerdem gelegentlich Blattläuse oder die Weiße Fliege, vor allem nach dem Sommer auf dem Balkon.
Die häufigsten Schädlinge
Sieht so aus, als gäbe es noch keine Daten über Schädlinge, die sich gern über die Oxalis triangularis hermachen. Aktuell sind nämlich 100% dieser Pflanzen in der PlantFrand-Community schädlingsfrei.
Oxalis triangularis verliert alle Blätter
Wirft der Rote Glücksklee nach und nach alle Blätter ab, steckt meist eine dieser Ursachen dahinter:
- Ruhephase: Die häufigste und harmloseste Ursache. Schneide die Blätter ab, gieß kaum noch und warte auf den Neuaustrieb (siehe Ruhephase der Oxalis triangularis).
- Staunässe: Werden die Stiele am Grund matschig und die Rhizome weich und braun, sind sie verfault. Setz die gesunden, festen Rhizome in frische, trockenere Erde und entsorge die faulen.
- Zu trocken: Hängen alle Blätter schlaff und ist die Erde knochentrocken, gieß durchdringend. Meist erholt sich die Pflanze innerhalb eines Tages.
- Zu kalt: Unter 10 °C stellt die Oxalis das Wachstum ein und zieht oft ein.
Lange, dünne Stiele
Werden die Stiele immer länger und kippen auseinander, steht die Oxalis triangularis zu dunkel. Stell sie an einen helleren Platz. Um sie wieder kompakt zu bekommen, schneidest Du alle Blätter ab und lässt sie neu austreiben.
Grüne statt violette Blätter
Verfärben sich violette Blätter grünlich oder bleiben neue Blätter blass, fehlt es an Licht. An einem helleren Standort werden die neuen Blätter wieder kräftig violett.
Orangebraune Pusteln: Rost
Zeigen sich auf der Blattunterseite kleine orange bis braune Pusteln, ist die Pflanze von einem Rostpilz befallen. Entferne befallene Blätter sofort und gieß nur noch von unten, damit die Blätter trocken bleiben. Bei starkem Befall schneidest Du die ganze Pflanze zurück, lässt sie eine Ruhephase einlegen und setzt die Rhizome danach in frische Erde.




