
Ficus Ginseng (Ficus microcarpa): Pflege, Standort & Bonsai
Ficus Ginseng · Chinesische Feige · Lorbeerfeige · Vorhang-Feige
Ficus microcarpa
Familie: Moraceae
Von Livia Gaweiler · Veröffentlicht am
Pflege
Gießen
Alle 7 Tage
Standort
hell
Substrat
Erde für Grünpflanzen
Typische Größe
26 cm
Vermehrung
0 % vermehrt
Häufigster Schädling
Erinnerungen fürs Gießen
Die PlantFrand-App sagt Dir, wann Deine Ficus microcarpa Durst hat.
Der Ficus Ginseng ist kaum zu übersehen: Aus einer dicken, knolligen Wurzel wächst eine kleine, dichte Krone aus glänzenden Blättern. Botanisch heißt die Pflanze Ficus microcarpa, auf Deutsch wird sie auch Chinesische Feige oder Lorbeerfeige genannt. Als Ficus Ginseng ist sie einer der beliebtesten Einsteiger-Bonsais, denn sie ist robust, verzeiht kleine Pflegefehler und lässt sich gut in Form schneiden. Hier erfährst Du, wie die Pflege des Ficus microcarpa Ginseng gelingt, wie Du ihn als Bonsai gestaltest und vermehrst.
Das Wichtigste in Kürze:
- Standort: hell, ohne pralle Mittagssonne; im Sommer gern auf Balkon oder Terrasse
- Gießen: sobald die Oberfläche der Erde trocken ist; im Sommer etwa einmal pro Woche, im Winter seltener
- Erde: durchlässige Grünpflanzenerde mit Perlit oder Blähton, Bonsaierde oder Pon
- Düngen: von März bis September alle zwei Wochen mit Grünpflanzen- oder Bonsaidünger
- Temperatur: 18 bis 24 °C, nicht unter 15 °C
- Schneiden: neue Triebe nach sechs bis acht Blättern auf zwei bis drei Blätter einkürzen
- Vermehrung: über Kopfstecklinge in Wasser oder Erde oder durch Abmoosen
- Giftig: leicht giftig durch den Milchsaft, auch für Katzen und Hunde
Ficus Ginseng Pflege
Die Pflege des Ficus Ginseng ist einfach. Er braucht vor allem einen hellen Platz, gleichmäßiges Gießen ohne Staunässe und hin und wieder einen Schnitt, damit er kompakt bleibt. Weil er klein bleibt und wenig Platz braucht, passt er gut auf Fensterbank und Schreibtisch und ist eine schöne Pflanze fürs Büro. Wie seine Verwandten, der Gummibaum (Ficus elastica) und die Geigenfeige (Ficus lyrata), mag er allerdings keine ständigen Ortswechsel.
Welcher Standort ist ideal für den Ficus Ginseng?
Der Ficus Ginseng braucht einen hellen Standort, zum Beispiel an einem Ost- oder Westfenster oder etwas abgerückt von einem Südfenster. Morgen- und Abendsonne verträgt er gut. Pralle Mittagssonne hinter Glas kann die Blätter dagegen verbrennen. An einem zu dunklen Platz wachsen die Triebe lang und dünn, die Blätter werden größer und er verliert nach und nach die unteren Blätter.
Dies sind die Standorte, an denen die PlantFrand-Community ihre Ficus microcarpa platziert:
88% hell
13% halbschattig
Von Mitte Mai bis September darf die Chinesische Feige auch nach draußen auf Balkon oder Terrasse, sobald die Nächte nicht mehr unter 15 °C fallen. Gewöhne sie in den ersten ein bis zwei Wochen im Halbschatten an das stärkere Licht, sonst bekommt sie Sonnenbrand. Danach verträgt sie draußen auch einige Stunden Sonne und wächst dort besonders kräftig und kompakt. Hole sie wieder herein, bevor es nachts kühler wird.
Wie Du die Lichtverhältnisse bei Dir zu Hause einschätzt, erfährst Du im Artikel über Licht für Pflanzen.
Welche Temperatur braucht der Ficus Ginseng?
Ideal sind 18 bis 24 °C, also ganz normale Zimmertemperatur. Im Winter darf es etwas kühler sein, unter 15 °C sollte die Temperatur aber nicht fallen. Kalte Zugluft beim Lüften und eine kalte Fensterbank im Winter mag er gar nicht und reagiert darauf schnell mit Blattverlust. Stell ihn außerdem nicht direkt über eine Heizung, denn die trockene, warme Luft macht ihn anfällig für Spinnmilben. Mehr dazu liest Du im Artikel über die richtige Temperatur für Pflanzen.
Wie oft muss ich den Ficus Ginseng gießen?
Gieße Deinen Ficus Ginseng, sobald die Oberfläche der Erde trocken ist. Im Sommer ist das meist etwa einmal pro Woche der Fall, im Winter seltener. Weil er oft in flachen Bonsaischalen mit wenig Erde steht, kann er an warmen Tagen aber auch schneller austrocknen. Prüfe die Erde deshalb lieber regelmäßig mit dem Finger, statt nach Kalender zu gießen.
Gieße durchdringend, bis Wasser aus dem Abzugsloch läuft, und gieß Wasser, das nach etwa 15 Minuten im Untersetzer steht, wieder weg. Ist die Erde sehr ausgetrocknet, tauchst Du den Topf einige Minuten in einen Eimer mit Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen, und lässt ihn danach gut abtropfen. Am besten verwendest Du zimmerwarmes, möglichst kalkarmes Wasser.
Staunässe ist für den Ficus Ginseng gefährlicher als kurze Trockenheit: In dauerhaft nasser Erde beginnen die Wurzeln und die dicke Wurzelknolle zu faulen. Mit der kostenlosen PlantFrand App kannst Du festhalten, wann Du Deinen Ficus Ginseng gießt, und Dich an das nächste Gießen erinnern lassen.
Braucht der Ficus Ginseng hohe Luftfeuchtigkeit?
Als tropische Pflanze mag die Chinesische Feige eine etwas höhere Luftfeuchtigkeit, kommt aber auch mit normaler Zimmerluft zurecht. Nur sehr trockene Heizungsluft im Winter macht ihr zu schaffen. Ein Luftbefeuchter oder eine Schale mit Wasser und Kieselsteinen unter dem Topf hilft dann. Steht er in einem feuchten Raum wie einem hellen Badezimmer, bildet er oft dünne Luftwurzeln an Stamm und Ästen.
Welche Erde braucht der Ficus Ginseng?
Am besten wächst der Ficus Ginseng in lockerer, durchlässiger Erde, die etwas Feuchtigkeit speichert, aber überschüssiges Wasser schnell ablaufen lässt. Gut geeignet ist Grünpflanzenerde, die Du mit etwa einem Drittel Perlit oder Blähton mischst. Für Bonsais in flachen Schalen eignet sich auch eine spezielle Bonsaierde, zum Beispiel mit Akadama. Ebenso gut gedeiht er in mineralischen Substraten wie Pon oder in Hydrokultur. Wichtig ist in jedem Fall ein Topf mit Abzugsloch.
Dies sind die in der PlantFrand-Community am meisten verwendeten Substrate für die Ficus microcarpa:
Substrate für Pflanzen findest Du in jedem Baumarkt, Gartencenter und vielen Geschäften, die Pflanzen verkaufen. Alternativ kannst Du passende Substrate für Deine Ficus microcarpa auch online kaufen.
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Wann und wie dünge ich den Ficus Ginseng?
Von März bis September düngst Du den Ficus Ginseng alle zwei Wochen mit einem flüssigen Grünpflanzen- oder Bonsaidünger im Gießwasser. Im Herbst und Winter wächst er langsamer und braucht keinen Dünger. Steht er im Winter sehr warm und hell und treibt weiter neue Blätter, reicht eine Gabe alle vier bis sechs Wochen. Frisch umgetopfte Pflanzen düngst Du erst nach etwa sechs Wochen, da frische Erde bereits Nährstoffe enthält.
Passende Düngemittel für die Ficus microcarpa
Es gibt jede Menge Grünpflanzendünger auf dem Markt. Du findest sie in verschiedenen Geschäften, die Pflanzen verkaufen – sowohl online als auch offline.
COMPO ist eine sehr empfehlenswerte Marke, die nicht nur Deine Ficus microcarpa mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt, sondern auch viele andere Grünpflanzen in Deiner Sammlung. Die ein Liter große Flasche reicht für viele Düngeeinheiten.
Falls Du weniger Düngemittel benötigst, kannst Du beispielsweise auf die 250 Milliliter große Flasche von Neudorff zugreifen. Im Verhältnis ist die kleinere Flasche zwar teurer, aber die Marke Neudorff ist von sehr guter Qualität.
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Wann muss der Ficus Ginseng umgetopft werden?
Topfe Deinen Ficus Ginseng etwa alle zwei bis drei Jahre im Frühjahr um, oder wenn Wurzeln unten aus dem Abzugsloch wachsen. Wähle einen Topf oder eine Schale, die nur wenig größer ist als die alte. Setze die Pflanze so ein, dass die dicke Wurzelknolle genauso weit aus der Erde schaut wie vorher. Bedeckst Du sie mit Erde, bleibt sie zu lange feucht und kann faulen.
Soll Dein Ficus Ginseng nicht größer werden, kannst Du ihn auch in dieselbe Schale zurücksetzen. Kürze dann die feinen Wurzeln um höchstens ein Drittel und gib frische Erde dazu. Die dicke Knolle selbst schneidest Du dabei nicht an.
Chinesische Feige als Bonsai

Sarah Stierch, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons
Die Chinesische Feige gehört zu den beliebtesten Bonsai-Pflanzen für drinnen. Sie wächst zügig, treibt nach einem Schnitt zuverlässig neu aus und verzeiht auch einmal einen zu kräftigen Schnitt. Ihre Blätter werden durch regelmäßiges Schneiden kleiner, und mit den Jahren bildet sie einen kräftigen Stamm und, bei hoher Luftfeuchtigkeit, eindrucksvolle Luftwurzeln. Der Ficus Ginseng ist dabei nur eine von vielen Formen, in denen Du sie als Bonsai ziehen kannst.
Ficus Ginseng schneiden: Wann und wie?
Schneiden kannst Du den Ficus Ginseng das ganze Jahr über, am besten aber von Frühjahr bis Spätsommer, wenn er kräftig wächst. Damit die Krone dicht und kompakt bleibt, gehst Du so vor:
- Lass neue Triebe wachsen, bis sie sechs bis acht Blätter haben.
- Kürze sie dann mit einer scharfen, sauberen Schere auf zwei bis drei Blätter ein. Schneide knapp oberhalb eines Blattes, denn aus der Knospe in der Blattachsel wächst der neue Trieb.
- Entferne Triebe, die nach innen oder senkrecht nach oben wachsen und nicht zur Form passen.
- Tupfe austretenden Milchsaft mit einem Küchentuch ab. Er versiegelt die Schnittstelle von selbst.
Ist Dein Ficus Ginseng aus der Form geraten, verträgt er auch einen kräftigen Rückschnitt bis ins ältere Holz. Er treibt dann aus schlafenden Knospen am Holz neu aus, das dauert aber einige Wochen.
Ficus Ginseng drahten
Mit Draht kannst Du die Äste der Chinesischen Feige in die gewünschte Richtung biegen. Junge, grüne Triebe sind dafür am besten geeignet, da sie noch biegsam sind. Wickle Aluminium- oder Kupferdraht in einem Winkel von etwa 45 Grad um den Ast und biege ihn dann vorsichtig in Form.
Da der Ficus im Sommer schnell wächst, kann der Draht schon nach wenigen Wochen in die Rinde einwachsen. Kontrolliere ihn deshalb regelmäßig und entferne ihn, sobald der Ast die neue Form hält, meist nach sechs bis acht Wochen. Schneide den Draht dabei lieber auf, statt ihn abzuwickeln, so beschädigst Du die Rinde nicht.
Luftwurzeln beim Ficus Ginseng
In der Natur bildet die Chinesische Feige lange Luftwurzeln, die von den Ästen bis zum Boden wachsen und dort zu neuen Stämmen werden. Daher kommt auch der Name Vorhang-Feige. Bei hoher Luftfeuchtigkeit macht sie das auch als Bonsai. Willst Du Luftwurzeln fördern, stülpst Du für einige Wochen eine Plastiktüte oder Haube über die Krone und lüftest täglich kurz. Reichen die Luftwurzeln bis in die Erde, verdicken sie sich mit der Zeit und stützen die Krone wie kleine Säulen. Stören sie Dich, kannst Du sie einfach abschneiden.
Ficus Ginseng vermehren
Die beste Zeit zum Vermehren ist das Frühjahr oder der Frühsommer. Eine dicke Ginseng-Wurzel bekommst Du dabei allerdings nicht: Sie entsteht nur bei Pflanzen, die aus Samen gezogen wurden (mehr dazu unten). Aus Stecklingen wächst eine ganz normale Chinesische Feige mit dünnem Stamm, die Du als Bonsai oder kleinen Zimmerbaum ziehen kannst.
Vermehrung durch Stecklinge
Schneide eine 10 bis 15 cm lange Triebspitze mit einigen Blättern ab, zum Beispiel beim Rückschnitt. Entferne die unteren Blätter und lass den Milchsaft an der Schnittstelle kurz antrocknen. Dann stellst Du den Steckling in ein Glas mit Wasser oder steckst ihn in feuchte Anzuchterde. Bei 22 bis 25 °C an einem hellen Platz ohne direkte Sonne bilden sich nach drei bis sechs Wochen Wurzeln. Eine Plastiktüte über dem Steckling hält die Luftfeuchtigkeit hoch und hilft ihm beim Anwachsen.
Vermehrung durch Abmoosen
Für dickere, verholzte Äste eignet sich das Abmoosen. Entferne an der gewünschten Stelle vorsichtig einen etwa ein bis zwei Zentimeter breiten Ring aus Rinde und umwickle die Stelle mit feuchtem Moos. Darüber kommt eine Folie, die Du oben und unten zubindest. Nach einigen Wochen wachsen Wurzeln in das Moos. Dann schneidest Du den Ast unterhalb davon ab und pflanzt ihn in einen eigenen Topf. So bekommst Du schnell einen neuen Bonsai mit kräftigem Stamm.
Häufige Probleme mit dem Ficus Ginseng
Warum verliert mein Ficus Ginseng Blätter?
Dass ab und zu ein älteres Blatt gelb wird und abfällt, ist normal. Verliert Dein Ficus Ginseng dagegen viele Blätter auf einmal, steckt meist eine dieser Ursachen dahinter:
- Standortwechsel: Nach dem Kauf, einem Umzug oder dem Wechsel zwischen drinnen und draußen wirft er oft Blätter ab. An seinem neuen Platz erholt er sich meist von selbst.
- Zu wenig Licht: Vor allem im Winter trennt er sich an einem dunklen Platz von Blättern, die er nicht mehr versorgen kann.
- Kälte und Zugluft: Kalte Luft beim Lüften oder ein kalter Fensterplatz lassen die Blätter oft schon nach wenigen Tagen fallen.
- Falsches Gießen: Sowohl Staunässe als auch völlig ausgetrocknete Erde führen zu gelben Blättern und Blattverlust.
Warum bekommt mein Ficus Ginseng gelbe Blätter?
Werden viele Blätter gleichzeitig gelb, ist die Erde meist zu nass. Lass sie dann gut antrocknen und prüfe, ob sich im Übertopf Wasser sammelt. Werden dagegen vor allem die jüngeren Blätter blass und hellgrün, fehlen ihm eher Nährstoffe. Das kommt besonders in kleinen Bonsaischalen vor, wenn lange nicht gedüngt oder umgetopft wurde.
Warum ist die Wurzel meines Ficus Ginseng weich?
Die dicke Wurzelknolle sollte sich fest anfühlen. Ist sie weich, schrumpelig oder riecht die Erde muffig, fault sie, meist durch Staunässe. Nimm die Pflanze dann aus dem Topf, schneide faulige, braune Wurzeln bis ins gesunde, helle Gewebe zurück und setze sie in frische, trockene Erde. Gieße danach erst wieder, wenn die Erde gut abgetrocknet ist. Ist die Knolle bereits großflächig weich, lässt sie sich meist nicht mehr retten. Dann kannst Du gesunde Triebspitzen als Stecklinge bewurzeln und so zumindest einen Teil der Pflanze erhalten.
Warum sind die Blätter meines Ficus Ginseng klebrig?
Klebrige, glänzende Blätter sind fast immer ein Zeichen für Schädlinge. Schildläuse und Wollläuse geben einen süßen Saft ab, den sogenannten Honigtau, der auf die Blätter darunter tropft. Sieh Dir die Blattunterseiten und die Triebe genau an: Schildläuse sitzen dort als kleine braune Höcker, Wollläuse als weiße, wattige Flöckchen.
Eigenschaften der Chinesischen Feige
Woher kommt die Chinesische Feige?
Die Chinesische Feige ist weit verbreitet: Ihre Heimat reicht von Sri Lanka und Indien über Südchina, Taiwan und Südostasien bis nach Nordaustralien und auf einige Pazifikinseln. Sie gehört zur Gattung der Feigen und zur Familie der Maulbeergewächse. In der Natur keimt sie oft hoch oben in einem anderen Baum, schickt von dort Luftwurzeln zum Boden und umschlingt ihren Wirt nach und nach. Wie viele solcher Würgefeigen wird sie deshalb auch Banyan genannt. In Gegenden wie Florida und Hawaii hat sie sich ausgebreitet und gilt dort als invasiv.
Warum hat der Ficus Ginseng so eine dicke Wurzel?

Didier Descouens, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Die knollige Form, die an eine Ginsengwurzel erinnert und ihm seinen Namen gibt, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis gezielter Anzucht. In Gärtnereien in Asien werden Chinesische Feigen aus Samen gezogen und einige Jahre im Freiland kultiviert. Dabei verdicken sich Wurzel und unterer Stamm zu einer Speicherknolle. Anschließend werden die Pflanzen ausgegraben und so eingetopft, dass die Knolle aus der Erde ragt. Häufig wird auf die Knolle ein Trieb einer kleinblättrigen Sorte veredelt, was Du an einer leichten Verdickung oder Kante am Übergang zum Stamm erkennst.
Wie groß wird der Ficus Ginseng?

H. Zell, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
In ihrer Heimat wird die Chinesische Feige ein mächtiger Baum von bis zu 25 Metern Höhe mit einer breiten, schirmförmigen Krone. In warmen Ländern wie auf den Kanaren wird sie gern als Straßen- und Parkbaum gepflanzt. Als Ficus Ginseng im Zimmer bleibt sie dagegen klein, meist zwischen 20 und 50 cm. Ohne Schnitt kann sie über die Jahre aber auch zu einem Bäumchen von einem Meter oder mehr heranwachsen.
Größe in der Community
Die Hälfte aller Ficus microcarpa in der PlantFrand-Community ist zwischen 20 cm und 40 cm hoch, typisch sind 26 cm.
Blätter
Die Blätter sind ledrig, glänzend dunkelgrün und elliptisch bis eiförmig mit einer kurzen, stumpfen Spitze. Sie werden meist 4 bis 8 cm lang, bei gut geschnittenen Bonsais auch deutlich kleiner. An die Blätter des Lorbeers erinnern sie so sehr, dass die Pflanze auf Deutsch auch Lorbeerfeige heißt.
Blüten und Früchte

Rohit Naniwadekar, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Wie bei allen Feigen sitzen die winzigen Blüten versteckt im Inneren eines krugförmigen Blütenstands, der späteren Feige. Bestäubt werden sie nur von einer bestimmten Feigenwespe, die es bei uns nicht gibt. Die Früchte sind kleine, runde Feigen von etwa einem Zentimeter Durchmesser, die paarweise in den Blattachseln sitzen und sich beim Reifen von Grün über Gelb zu Rot oder Dunkelviolett färben. In der Natur werden sie von Vögeln gefressen, die so die Samen verbreiten. Als Zimmerpflanze bildet der Ficus Ginseng nur sehr selten Früchte, zum Essen sind sie ohnehin nicht geeignet.
Sorten
Neben der klassischen Form gibt es einige Sorten, die vor allem als Bonsai beliebt sind:
- 'Moclame': kleine, rundliche Blätter und ein besonders dichter Wuchs
- 'Green Island': dicke, fast runde, sattgrüne Blätter und ein langsamer, buschiger Wuchs
- 'Tigerbark': hell gestreifte Rinde, die an ein Tigerfell erinnert
Im Bonsai-Handel wird die Chinesische Feige außerdem oft als Ficus retusa angeboten. Das ist eigentlich eine eigene, sehr ähnliche Art, die beiden Namen werden aber häufig durcheinandergebracht. In der Pflege gibt es keinen Unterschied.
Ist der Ficus Ginseng giftig?
Ja, der Ficus Ginseng ist leicht giftig. Wie alle Feigen gibt er einen latexhaltigen Milchsaft ab, wenn er verletzt wird. Der Saft kann Hautreizungen verursachen und beim Verschlucken zu Übelkeit und Magen-Darm-Beschwerden führen, bei Menschen ebenso wie bei Katzen, Hunden und anderen Haustieren. Menschen mit Latexallergie können besonders empfindlich reagieren.
Wasche Dir nach dem Schneiden gründlich die Hände und stell ihn so auf, dass Kleinkinder und Haustiere nicht an die Blätter kommen.
Schädlinge und Krankheiten
Gut gepflegt ist der Ficus Ginseng recht widerstandsfähig. Im Winter, wenn die Heizungsluft trocken ist, treten vor allem Spinnmilben und Thripse auf. Auch Schildläuse und Wollläuse befallen ihn gern. Ist die Erde lange feucht, legen Trauermücken ihre Eier hinein. Sieh Dir beim Gießen regelmäßig die Blattunterseiten an, dann entdeckst Du einen Befall früh.
Die häufigsten Schädlinge
Schauen wir uns die Daten der PlantFrand-Community an. Diese Schädlinge haben Pflanzen der Art Ficus microcarpa bereits befallen:
Aktuell sind übrigens 100% all dieser Pflanzen schädlingsfrei.




