
Geigenfeige (Ficus lyrata): Pflege, Standort & Vermehren
Geigenfeige · Fiddle Leaf Fig
Ficus lyrata
Familie: Moraceae
Von Livia Gaweiler · Aktualisiert am
Pflege
Gießen
Alle 8 Tage
Standort
hell
Substrat
Erde für Grünpflanzen
Typische Größe
40 cm
Vermehrung
0 % vermehrt
Häufigster Schädling
Erinnerungen fürs Gießen
Die PlantFrand-App sagt Dir, wann Deine Ficus lyrata Durst hat.
Die Geigenfeige, botanisch Ficus lyrata und im Englischen Fiddle Leaf Fig genannt, ist mit ihren riesigen, geigenförmigen Blättern einer der größten Hingucker unter den Zimmerpflanzen. Als Hochstamm oder buschiger Zimmerbaum wird sie schnell zum Mittelpunkt eines Raums. Ganz anspruchslos ist sie allerdings nicht: Sie braucht viel Licht und reagiert auf Pflegefehler gern mit Blattverlust. Hier erfährst Du, wie Du Deine Geigenfeige pflegst, schneidest, verzweigst und vermehrst.
Das Wichtigste in Kürze:
- Standort: sehr hell, gern mit etwas Morgen- oder Abendsonne, ohne pralle Mittagssonne
- Gießen: sobald die oberen 3–5 cm der Erde trocken sind; im Sommer etwa einmal pro Woche, im Winter alle zwei bis drei Wochen
- Erde: durchlässige Grünpflanzenerde, gern mit Perlit, oder Pon und Seramis
- Düngen: von März bis September alle zwei Wochen mit Grünpflanzendünger
- Temperatur: 18 bis 25 °C, nicht unter 15 °C
- Schneiden: im Frühjahr direkt über einem Blattansatz, um sie zu verzweigen
- Vermehrung: über Kopfstecklinge in Wasser oder Erde oder durch Abmoosen
- Giftig: leicht giftig durch den Milchsaft, auch für Katzen und Hunde
Geigenfeige Pflege
Die Pflege der Geigenfeige ist nicht schwer, wenn Du ihr einen guten Platz gibst und sie dann in Ruhe lässt. Wie viele Feigen mag sie keine Veränderungen: Ein Standortwechsel, Zugluft oder unregelmäßiges Gießen lassen sie schnell Blätter abwerfen. Im Vergleich zu ihrer Verwandten, der empfindlichen Birkenfeige (Ficus benjamina), ist sie aber deutlich robuster. Noch pflegeleichter ist der Gummibaum (Ficus elastica).
Welcher Standort ist ideal für die Geigenfeige?
Die Geigenfeige braucht einen sehr hellen Standort, am besten direkt an einem Ost- oder Westfenster oder ein bis zwei Meter vor einem Südfenster. Morgen- und Abendsonne verträgt sie gut, sobald sie sich daran gewöhnt hat. Pralle Mittagssonne hinter Glas kann die Blätter dagegen verbrennen.
Dies sind die Standorte, an denen die PlantFrand-Community ihre Ficus lyrata platziert:
83% hell
17% absonnig
Zu wenig Licht ist der häufigste Grund, warum eine Geigenfeige Blätter verliert, sich zum Fenster neigt oder nicht mehr wächst. Ein Platz mitten im Raum oder in einer dunklen Ecke reicht ihr meist nicht. Drehe den Topf alle paar Wochen ein Stück, damit sie gleichmäßig wächst. Wie Du die Lichtverhältnisse bei Dir zu Hause einschätzt, erfährst Du im Artikel über Licht für Pflanzen.
Hat Deine Geigenfeige einen passenden Standort gefunden, lass sie dort stehen. Jeder Umzug bedeutet für sie neue Lichtverhältnisse, an die sie sich erst gewöhnen muss, und das kostet oft ein paar Blätter. Aus diesem Grund bleibt sie auch im Sommer am besten drinnen.
Welche Temperatur braucht die Geigenfeige?
Die Geigenfeige mag es das ganze Jahr über warm, ideal sind 18 bis 25 °C. Unter 15 °C sollte die Temperatur nicht fallen. Besonders empfindlich reagiert sie auf Zugluft und kalte Luft beim Lüften im Winter. Stell sie außerdem nicht direkt neben eine Heizung, denn die trockene, warme Luft trocknet die Blätter aus. Mehr dazu liest Du im Artikel über die richtige Temperatur für Pflanzen.
Wie oft muss ich die Geigenfeige gießen?
Gieße Deine Geigenfeige, sobald die oberen drei bis fünf Zentimeter der Erde trocken sind. Das prüfst Du am einfachsten mit dem Finger. Im Sommer ist das je nach Standort und Topfgröße etwa einmal pro Woche der Fall, im Winter nur alle zwei bis drei Wochen. Gieße dann durchdringend und gieß Wasser, das sich nach etwa 15 Minuten im Untersetzer oder Übertopf sammelt, wieder weg.
Die Geigenfeige mag einen gleichmäßigen Rhythmus. Dauerhaft nasse Erde lässt die Wurzeln faulen, und ein Wechsel zwischen völlig ausgetrocknet und sehr nass zeigt sich oft an braunen Flecken. Mit der kostenlosen PlantFrand App kannst Du festhalten, wann Du Deine Geigenfeige gießt, und Dich an das nächste Gießen erinnern lassen.
Welche Erde braucht die Geigenfeige?
Am besten wächst die Geigenfeige in lockerer, durchlässiger Erde, die Feuchtigkeit speichert, aber überschüssiges Wasser schnell ablaufen lässt. Gut geeignet ist Grünpflanzenerde, die Du mit etwas Perlit oder Blähton mischst. Sie gedeiht aber auch in Hydrokultur oder in mineralischen Substraten wie Pon oder Seramis. Wichtig ist in jedem Fall ein Topf mit Abzugsloch.
Dies sind die in der PlantFrand-Community am meisten verwendeten Substrate für die Ficus lyrata:
Substrate für Pflanzen findest Du in jedem Baumarkt, Gartencenter und vielen Geschäften, die Pflanzen verkaufen. Alternativ kannst Du passende Substrate für Deine Ficus lyrata auch online kaufen.
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Wann und wie dünge ich die Geigenfeige?
Von März bis September düngst Du die Geigenfeige alle zwei Wochen mit einem flüssigen Grünpflanzendünger im Gießwasser. Ihre großen Blätter brauchen in dieser Zeit viele Nährstoffe. Im Herbst und Winter wächst sie kaum und braucht keinen Dünger. Frisch umgetopfte Pflanzen düngst Du erst nach etwa sechs Wochen, da frische Erde bereits Nährstoffe enthält.
Passende Düngemittel für die Ficus lyrata
Es gibt jede Menge Grünpflanzendünger auf dem Markt. Du findest sie in verschiedenen Geschäften, die Pflanzen verkaufen – sowohl online als auch offline.
COMPO ist eine sehr empfehlenswerte Marke, die nicht nur Deine Ficus lyrata mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt, sondern auch viele andere Grünpflanzen in Deiner Sammlung. Die ein Liter große Flasche reicht für viele Düngeeinheiten.
Falls Du weniger Düngemittel benötigst, kannst Du beispielsweise auf die 250 Milliliter große Flasche von Neudorff zugreifen. Im Verhältnis ist die kleinere Flasche zwar teurer, aber die Marke Neudorff ist von sehr guter Qualität.
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Wann muss die Geigenfeige umgetopft werden?
Junge Geigenfeigen brauchen etwa alle zwei Jahre einen neuen Topf, ältere nur alle drei bis vier Jahre. Zeit dafür ist es, wenn der Topf vollständig durchwurzelt ist oder Wurzeln unten aus dem Abzugsloch wachsen. Topfe sie im Frühjahr um und wähle einen Topf, der nur wenige Zentimeter größer ist als der alte. In einem zu großen Topf bleibt die Erde lange nass.
Rechne damit, dass sie nach dem Umtopfen ein oder zwei Blätter abwirft. Bei sehr großen Exemplaren reicht es, jedes Frühjahr die oberen paar Zentimeter Erde durch frische zu ersetzen.
Geigenfeige schneiden: Wann und wie?
Schneiden musst Du Deine Geigenfeige nicht. Ein Schnitt lohnt sich aber, wenn sie zu groß wird, schief wächst oder Du sie verzweigen möchtest. Der beste Zeitpunkt ist das Frühjahr bis zum Frühsommer, wenn sie kräftig wächst. Dann treibt sie schnell neu aus.
So gehst Du beim Schneiden vor:
- Nimm ein scharfes, sauberes Messer oder eine Gartenschere, damit die Schnittstelle nicht ausfranst.
- Schneide etwa einen Zentimeter oberhalb eines Blattansatzes. In der Blattachsel sitzt die Knospe, aus der ein neuer Trieb wächst.
- Tupfe den austretenden Milchsaft mit einem Küchentuch ab, bis er nicht mehr fließt.
- Stell die Geigenfeige danach wieder an ihren hellen Platz und gieße etwas weniger als sonst, bis sie neu austreibt.
Die abgeschnittene Triebspitze kannst Du direkt als Steckling verwenden.
Geigenfeige verzweigen
Von allein wächst eine Geigenfeige meist mit einem einzigen Trieb nach oben und verzweigt sich erst, wenn sie schon sehr groß ist. Willst Du eine verzweigte Geigenfeige, kannst Du nachhelfen. Am besten klappt das im Frühjahr oder Frühsommer:
- Spitze kappen: Schneidest Du die Triebspitze ab, treiben meist eine bis drei der Knospen direkt unterhalb der Schnittstelle aus. Das ist die zuverlässigste Methode.
- Einkerben: Schneide mit einem scharfen, sauberen Messer knapp oberhalb einer Blattachsel etwa ein Drittel tief quer in den Stamm. Die Knospe darunter treibt dann oft aus, ohne dass Du die Spitze abschneiden musst. Das funktioniert nicht immer, aber Du kannst es an mehreren Stellen gleichzeitig versuchen.
- Viel Licht: Nur an einem sehr hellen Platz hat sie genug Kraft für neue Seitentriebe. Ist es zu dunkel, treibt auch nach einem Schnitt oft nur eine einzige Knospe aus.
Bis sich die ersten neuen Triebe zeigen, vergehen meist einige Wochen. Bleibt eine Geigenfeige trotzdem unverzweigt, kannst Du zwei oder drei Pflanzen zusammen in einen Topf setzen, dann wirkt sie buschiger.
Geigenfeige als Hochstamm ziehen
Im Handel findest Du die Geigenfeige meist in zwei Formen: als Busch, der bis zum Boden beblättert ist, oder als Hochstamm mit einem kahlen Stamm und einer Krone darüber. Einen Hochstamm kannst Du auch selbst aus einer jungen Pflanze ziehen:
- Lass nur einen kräftigen Trieb stehen und stütze ihn mit einem Stab, damit er gerade wächst.
- Entferne die unteren Blätter nach und nach, wenn der Stamm die gewünschte Höhe erreicht. Nimm nicht zu früh zu viele ab, denn die Blätter helfen dem Stamm dabei, dicker und stabiler zu werden.
- Kappe die Spitze, sobald der Stamm etwa 20 bis 30 cm höher ist als der Beginn der Krone. Die Knospen darunter treiben aus und bilden die Krone.
- Entferne Seitentriebe, die weiter unten am Stamm austreiben.
Das braucht Geduld: Bis aus einer jungen Pflanze ein kleiner Baum mit dichter Krone wird, vergehen einige Jahre.
Geigenfeige vermehren
Die Geigenfeige kannst Du auf zwei Wegen vermehren. Die beste Zeit dafür ist das Frühjahr oder der Frühsommer.
Vermehrung durch Stecklinge
Ein Steckling, oft auch Ableger genannt, gelingt am einfachsten mit einer Triebspitze, also einem Kopfsteckling. Schneide ein 15 bis 30 cm langes Stück mit zwei bis drei Blättern ab, am besten beim Rückschnitt. Entferne das unterste Blatt und lass den Milchsaft an der Schnittstelle einige Stunden antrocknen. Danach stellst Du den Steckling in ein Glas mit Wasser oder steckst ihn direkt in feuchte Anzuchterde.
Bei 20 bis 25 °C an einem hellen Platz ohne direkte Sonne bilden sich nach vier bis acht Wochen Wurzeln. Wechsle im Wasserglas alle paar Tage das Wasser. Sind die Wurzeln einige Zentimeter lang, pflanzt Du den Steckling in Erde. Eine Plastiktüte über dem Steckling hält die Luftfeuchtigkeit hoch und hilft ihm beim Anwachsen.
Ein einzelnes Blatt ohne Stück vom Stamm bildet zwar oft Wurzeln, aber nie einen neuen Trieb. Achte daher darauf, dass am Steckling mindestens eine Blattachsel mit Knospe sitzt.
Vermehrung durch Abmoosen
Diese Methode eignet sich für ältere Geigenfeigen mit dicken, verholzten Trieben. Entferne an der gewünschten Stelle vorsichtig einen etwa zwei Zentimeter breiten Ring aus Rinde und umwickle die Stelle mit feuchtem Moos. Darüber kommt eine Folie, die Du oben und unten zubindest, damit das Moos feucht bleibt.
Nach einigen Wochen bis Monaten wachsen Wurzeln in das Moos. Sind genug Wurzeln zu sehen, schneidest Du den Trieb unterhalb davon ab und pflanzt ihn in einen eigenen Topf. Die Mutterpflanze treibt unterhalb der Schnittstelle oft neu aus und verzweigt sich dabei.
Wie entferne ich Staub von den Blättern?
Auf den großen Blättern der Geigenfeige sammelt sich schnell Staub, der das Licht abhält. Wische sie alle paar Wochen mit einem feuchten Tuch ab und stütze das Blatt dabei mit der anderen Hand. Kleinere Pflanzen kannst Du auch lauwarm abduschen. Auf Blattglanzsprays verzichtest Du am besten, denn sie verstopfen die Poren der Blätter.
Häufige Probleme mit der Geigenfeige
Warum verliert meine Geigenfeige Blätter?
Dass ab und zu ein altes Blatt ganz unten abfällt, ist normal. Verliert Deine Geigenfeige dagegen viele Blätter, steckt meist eine dieser Ursachen dahinter:
- Standortwechsel: Nach dem Kauf oder einem Umzug wirft sie oft einige Blätter ab. Lass sie an ihrem neuen Platz stehen, dann erholt sie sich meist von selbst.
- Zu wenig Licht: An einem zu dunklen Platz trennt sie sich von den unteren Blättern, um Energie zu sparen.
- Kälte und Zugluft: Kalte Luft beim Lüften oder ein kalter Fußboden im Winter lassen die Blätter fallen.
- Staunässe: Werden die Blätter erst braun oder gelb und fallen dann ab, ist die Erde oft zu nass.
Warum hat meine Geigenfeige braune Flecken?
Dunkelbraune, weiche Flecken, die sich von der Blattmitte oder vom Rand ausbreiten, deuten meist auf Staunässe und faulende Wurzeln hin. Lass die Erde dann gut antrocknen und kontrolliere die Wurzeln. Braune, trockene Blattränder entstehen dagegen eher durch zu trockene Erde oder sehr trockene Heizungsluft. Große, helle, trockene Flecken sind meist ein Sonnenbrand.
Winzige rote bis braune Pünktchen auf jungen Blättern sind dagegen kein Grund zur Sorge. Sie entstehen, wenn die Pflanze mehr Wasser aufnimmt, als sie verdunsten kann, etwa nach starkem Gießen auf sehr trockene Erde. Mit einem gleichmäßigeren Gießrhythmus verschwinden sie an neuen Blättern meist wieder.
Beschädigte Stellen werden nicht wieder grün, neue Blätter wachsen aber gesund nach, sobald die Ursache behoben ist.
Warum hängen die Blätter meiner Geigenfeige?
Hängende, schlaffe Blätter sind oft ein Zeichen für Durst. Ist die Erde trocken, gieße gründlich, dann richten sich die Blätter innerhalb eines Tages wieder auf. Ist die Erde dagegen nass, sind wahrscheinlich die Wurzeln durch Staunässe geschädigt und können kein Wasser mehr aufnehmen. Auch nach dem Kauf oder Umtopfen lässt sie die Blätter manchmal einige Tage hängen, bis sie sich eingewöhnt hat.
Eigenschaften der Geigenfeige
Woher kommt die Geigenfeige?
Die Geigenfeige stammt aus den tropischen Tieflandregenwäldern West- und Zentralafrikas, von Sierra Leone bis Kamerun. Dort ist es das ganze Jahr über warm und feucht. Wie der Gummibaum gehört sie zur Gattung der Feigen und zur Familie der Maulbeergewächse. In der Natur beginnt sie ihr Leben oft als Aufsitzerpflanze hoch oben in einem anderen Baum und schickt von dort ihre Wurzeln bis zum Boden.
Wie groß wird eine Geigenfeige?

Forest & Kim Starr, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons
In ihrer Heimat wird die Geigenfeige ein Baum von 12 bis 15 Metern Höhe, manchmal auch mehr. In warmen Ländern wächst sie auch in Gärten zu einem großen Baum mit breiter Krone heran. Als Zimmerpflanze bleibt sie deutlich kleiner, wird nach einigen Jahren aber oft 2 bis 3 Meter groß. Wie groß Deine Geigenfeige wird, hängt vor allem von Licht, Topfgröße und Pflege ab. Mit einem regelmäßigen Schnitt hältst Du sie bei der gewünschten Höhe.
Größe in der Community
Die Hälfte aller Ficus lyrata in der PlantFrand-Community ist zwischen 40 cm und 58 cm hoch, typisch sind 40 cm.
Ist Dir die Geigenfeige zu groß, gibt es die kompakte Sorte 'Bambino'. Sie wächst langsamer, bleibt kleiner und hat deutlich kleinere Blätter.
Blätter

Ihren Namen verdankt die Geigenfeige ihren Blättern, deren Form an den Körper einer Geige erinnert. Auch der botanische Name lyrata bedeutet „leierförmig“. Die Blätter sind ledrig, glänzend dunkelgrün und können bis zu 45 cm lang werden. Die hellen, kräftigen Blattadern liegen leicht vertieft, wodurch die Blätter etwas gewellt aussehen.
Blüten
Blüten der Geigenfeige sieht man so gut wie nie, auch in der Natur nicht. Wie bei allen Feigen sitzen sie versteckt im Inneren eines krugförmigen Blütenstands, der späteren Feige. Bestäubt werden sie nur von einer speziellen Feigenwespe, die es bei uns nicht gibt.
Früchte

Raffi Kojian, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Die Früchte sind kleine, rundliche, grüne Feigen mit hellen Pünktchen und etwa drei Zentimetern Durchmesser. Botanisch ist eine Feige eine Scheinfrucht: Die eigentlichen kleinen Früchte sitzen in ihrem Inneren. Als Zimmerpflanze bildet die Geigenfeige keine Früchte, da ihr die Feigenwespe zur Bestäubung fehlt. Zum Essen sind sie ohnehin nicht geeignet.
Ist die Geigenfeige giftig?
Ja, die Geigenfeige ist leicht giftig. Wie alle Feigen gibt sie einen latexhaltigen Milchsaft ab, wenn sie verletzt wird. Der Saft kann Hautreizungen verursachen und beim Verschlucken zu Übelkeit und Magen-Darm-Beschwerden führen, bei Menschen ebenso wie bei Katzen, Hunden und anderen Haustieren. Menschen mit Latexallergie können auf den Saft besonders empfindlich reagieren.
Wasche Deine Hände nach dem Schneiden gründlich und pass bei Kleinkindern und Haustieren auf, dass sie keine Blätter anknabbern. Abgefallene Blätter räumst Du am besten gleich weg.
Schädlinge und Krankheiten
Gut gepflegt ist die Geigenfeige recht widerstandsfähig. Am häufigsten machen ihr Spinnmilben zu schaffen, vor allem im Winter, wenn die Heizungsluft sehr trocken ist. Auch Schildläuse und Wollläuse können auftreten. Beim Abwischen der Blätter siehst Du am besten gleich auch die Blattunterseiten nach, dann entdeckst Du einen Befall früh.
Die häufigsten Schädlinge
Schauen wir uns die Daten der PlantFrand-Community an. Diese Schädlinge haben Pflanzen der Art Ficus lyrata bereits befallen:
Aktuell sind übrigens 83% all dieser Pflanzen schädlingsfrei.




