
Zebrakraut (Tradescantia zebrina): Pflege, Ableger & Vermehren
Zebrakraut · Zebra-Ampelkraut · Silber-Dreimasterblume
Tradescantia zebrina
Familie: Commelinaceae
Von Livia Gaweiler · Veröffentlicht am
Pflege
Gießen
Alle 10 Tage
Standort
unklar
Substrat
Erde für Grünpflanzen
Typische Größe
24 cm
Vermehrung
0 % vermehrt
Häufigster Schädling
Erinnerungen fürs Gießen
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Das Zebrakraut (Tradescantia zebrina), auch Zebra-Ampelkraut oder Silber-Dreimasterblume genannt, ist eine schnellwachsende Hängepflanze mit silbrig gestreiften Blättern und violetter Blattunterseite. Es ist pflegeleicht, wächst fast von allein und lässt sich so einfach über Ableger vermehren wie kaum eine andere Zimmerpflanze. Am wichtigsten sind ein heller Standort, damit die Streifen kräftig bleiben, und Erde, die nie ganz austrocknet, aber auch nicht nass steht.
Das Wichtigste in Kürze:
- Standort: hell, gerne mit etwas Morgen- oder Abendsonne, ohne pralle Mittagssonne
- Gießen: etwa alle 7 bis 10 Tage, sobald die obere Erdschicht trocken ist
- Erde: lockere, durchlässige Grünpflanzenerde, gerne mit etwas Perlit
- Düngen: von April bis September alle zwei bis vier Wochen mit Grünpflanzendünger
- Temperatur: 15 bis 25 °C, nicht unter 10 °C
- Winterhart: nein, im Sommer darf es aber auf Balkon oder Terrasse
- Vermehrung: über Ableger (Kopfstecklinge), die in Wasser oder Erde schnell Wurzeln bilden
- Giftig: leicht giftig, der Pflanzensaft kann Haut und Schleimhäute reizen
Zebrakraut Pflege
Welcher Standort ist ideal für das Zebrakraut?
Das Zebrakraut braucht einen hellen Standort. Ein Platz an einem Ost- oder Westfenster ist ideal, denn etwas Morgen- oder Abendsonne verträgt es gut und bekommt davon besonders kräftige Farben. Pralle Mittagssonne hinter Glas kann die Blätter dagegen verbrennen.
Dies sind die Standorte, an denen die PlantFrand-Community ihre Tradescantia zebrina platziert:
50% hell
50% halbschattig
Steht die Tradescantia zebrina zu dunkel, verblassen die silbernen Streifen und die violette Färbung, die Blätter werden grüner und kleiner, und die Triebe werden lang und dünn, weil sie dem Licht entgegenwachsen. Wie Du die Lichtverhältnisse bei Dir zu Hause einschätzt, erfährst Du im Artikel über Licht für Pflanzen.
Welche Temperatur braucht das Zebrakraut?
Das Zebrakraut fühlt sich bei normaler Zimmertemperatur von 15 bis 25 °C am wohlsten. Kälter als 10 °C sollte es nicht werden. Mehr dazu findest Du im Artikel über die richtige Temperatur für Pflanzen.
Ist das Zebrakraut winterhart?
Nein, das Zebrakraut ist nicht winterhart. Von Mai bis September kannst Du es aber gerne auf den Balkon oder die Terrasse stellen, zum Beispiel in eine Blumenampel oder als Unterpflanzung in einen großen Kübel. Wähle dort einen hellen, aber vor der Mittagssonne geschützten Platz. Sobald die Nächte unter 10 °C fallen, holst Du es wieder ins Haus. In seiner tropischen Heimat wächst es übrigens ganzjährig im Freien und bedeckt als Bodendecker ganze Flächen, so wie auf dem Titelbild.
Wie oft muss ich das Zebrakraut gießen?
Gieße das Zebrakraut etwa alle 7 bis 10 Tage, sobald die obere Erdschicht trocken ist. Die Erde darf zwischendurch antrocknen, sollte aber nicht komplett austrocknen. Staunässe verträgt es nicht: Steht Wasser im Übertopf, faulen die Wurzeln und die Triebe werden am Ansatz weich. Gieße deshalb lieber regelmäßig kleinere Mengen und kippe überschüssiges Wasser nach ein paar Minuten weg.
Im Winter wächst das Zebrakraut langsamer und braucht entsprechend weniger Wasser. Gieße am besten direkt auf die Erde und nicht über die Blätter, denn Wasser, das lange in den Blattachseln steht, kann zu Fäulnis führen.
Welche Erde braucht das Zebrakraut?
Das Zebrakraut braucht eine lockere, durchlässige Erde. Normale Grünpflanzenerde reicht aus. Mischst Du etwas Perlit oder Blähton unter, kann überschüssiges Wasser besser ablaufen. Wichtig ist ein Topf mit Abflussloch.
Dies sind die in der PlantFrand-Community am meisten verwendeten Substrate für die Tradescantia zebrina:
Substrate für Pflanzen findest Du in jedem Baumarkt, Gartencenter und vielen Geschäften, die Pflanzen verkaufen. Alternativ kannst Du passende Substrate für Deine Tradescantia zebrina auch online kaufen.
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Wann und wie dünge ich das Zebrakraut?
Dünge das Zebrakraut von April bis September alle zwei bis vier Wochen mit einem flüssigen Grünpflanzendünger. Halte Dich dabei eher an die halbe Dosierung, denn zu viel Dünger lässt die Triebe zwar schnell, aber weich und mit weniger kräftiger Färbung wachsen. Im Herbst und Winter braucht es keinen Dünger.
Passende Düngemittel für die Tradescantia zebrina
Es gibt jede Menge Grünpflanzendünger auf dem Markt. Du findest sie in verschiedenen Geschäften, die Pflanzen verkaufen – sowohl online als auch offline.
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Wann muss das Zebrakraut umgetopft werden?
Topfe das Zebrakraut im Frühjahr um, sobald die Wurzeln den Topf ausfüllen oder unten aus dem Abflussloch wachsen. Ein etwas größerer Topf reicht, ein zu großer Topf bleibt lange nass. Da ältere Zebrakräuter mit der Zeit ohnehin unansehnlich werden, ist es oft schöner, statt umzutopfen ein paar Ableger zu bewurzeln und damit neu anzufangen.
Muss ich das Zebrakraut schneiden?
Schneiden musst Du das Zebrakraut nicht, es tut ihm aber gut. Mit der Zeit verkahlen die Triebe an der Basis: Die unteren Blätter vertrocknen, und nur an den Spitzen wachsen noch Blätter nach. Knipst Du die Triebspitzen regelmäßig ab, verzweigt sich die Pflanze und bleibt buschig. Lange, kahle Triebe kannst Du im Frühjahr kräftig zurückschneiden, sie treiben aus den Knoten wieder aus.
Die abgeschnittenen Triebspitzen musst Du nicht wegwerfen, denn daraus ziehst Du ganz einfach neue Pflanzen.
Zebrakraut vermehren
Zebrakraut Ableger: So ziehst Du neue Pflanzen
Das Zebrakraut vermehrst Du am einfachsten über Ableger, genauer über Kopfstecklinge. So gehst Du vor:
- Schneide eine etwa 10 cm lange Triebspitze direkt unter einem Knoten ab, also der leicht verdickten Stelle, an der ein Blatt ansetzt.
- Entferne die unteren ein bis zwei Blätter, damit sie nicht im Wasser oder in der Erde faulen.
- Stelle den Ableger in ein Glas mit Wasser oder stecke ihn direkt in feuchte Erde.
- Stelle ihn hell und warm, aber nicht in die pralle Sonne.
Im Wasser bilden sich schon nach ein bis zwei Wochen die ersten Wurzeln. Wechsle das Wasser alle paar Tage, das beugt Bakterien und Algen vor. Sind die Wurzeln etwa 2 bis 3 cm lang, kannst Du den Ableger in Erde setzen. Steckst Du ihn direkt in die Erde, halte sie in den ersten Wochen gleichmäßig feucht.
Kann ich das Zebrakraut auch anders vermehren?
Ja, denn das Zebrakraut bildet an seinen Knoten von selbst Wurzeln, sobald sie Kontakt mit Erde haben. Legst Du einen langen Trieb auf einen Topf mit Erde und drückst ihn an einem Knoten leicht an, bewurzelt er sich dort. Danach kannst Du ihn von der Mutterpflanze abschneiden. Auch einzelne abgebrochene Triebstücke mit mindestens einem Knoten wachsen meist problemlos an.
Häufige Probleme mit dem Zebrakraut
Warum verliert mein Zebrakraut seine Streifen?
Wird das Zebrakraut grün und verliert seine silbernen Streifen und die violette Farbe, bekommt es zu wenig Licht. Stelle es heller, dann wachsen die neuen Blätter wieder kräftig gefärbt nach. Auch zu viel Dünger kann die Färbung blasser machen.
Warum bekommt mein Zebrakraut braune, trockene Blätter?
Vertrocknen nur die untersten, ältesten Blätter, ist das normal, das Zebrakraut verkahlt mit dem Alter an der Basis. Werden dagegen viele Blätter braun und knusprig, war die Erde zu lange trocken oder die Luft ist sehr trocken, etwa im Winter über der Heizung. Braune Flecken auf der Blattoberseite können auch ein Sonnenbrand von zu viel Mittagssonne sein.
Warum werden die Triebe meines Zebrakrauts weich?
Weiche, matschige oder glasige Triebe am Topfrand sind meist ein Zeichen für zu viel Wasser. Die Wurzeln und der Triebansatz beginnen dann zu faulen. Lass die Erde gut antrocknen und schneide gesunde Triebspitzen als Ableger ab, falls die Pflanze sich nicht mehr erholt.
Eigenschaften der Tradescantia zebrina
Woher kommt das Zebrakraut?
Die Tradescantia zebrina stammt aus Mittelamerika, von Mexiko bis Kolumbien. Dort wächst sie in feuchten Wäldern als kriechender Bodendecker. Sie gehört zur Familie der Commelinagewächse (Commelinaceae). Früher hieß sie Zebrina pendula, unter diesem Namen findest Du sie in älteren Büchern noch. Der Name zebrina bezieht sich auf die zebraartig gestreiften Blätter.
Verwandte Arten sind die grüne Tradescantia fluminensis, die violette Tradescantia pallida und die Callisia gentlei.
Blätter und Blüte
Die eiförmigen, zugespitzten Blätter des Zebrakrauts sind auf der Oberseite grün bis violett mit zwei breiten, silbrig glänzenden Streifen. Die Unterseite ist kräftig violett. Je heller der Standort, desto stärker leuchten die Farben.
Von Frühjahr bis Herbst bildet es kleine, rosa bis violette Blüten mit drei Blütenblättern, daher der Name Dreimasterblume. Jede Blüte hält nur einen Tag, es öffnen sich aber immer wieder neue.
Wie groß wird das Zebrakraut?
Das Zebrakraut wird nur etwa 15 bis 30 cm hoch, seine Triebe können aber 60 cm bis über einen Meter lang werden. Zuerst wachsen sie aufrecht, dann hängen sie über den Topfrand. Deshalb macht es sich besonders gut in einer Blumenampel oder auf einem Regal.
Größe in der Community
Die Hälfte aller Tradescantia zebrina in der PlantFrand-Community ist zwischen 23 cm und 24 cm hoch, typisch sind 24 cm.
Andere schöne Hängepflanzen sind die Efeutute, die Gefleckte Efeutute und die Leuchterblume. Weil das Zebrakraut so unkompliziert ist, eignet es sich auch gut für Zimmerpflanzen-Anfänger.
Ist das Zebrakraut giftig?
Das Zebrakraut ist leicht giftig. Sein Pflanzensaft kann Haut und Schleimhäute reizen, bei empfindlichen Menschen und Haustieren kommt es zu Rötungen und Juckreiz. Fressen Katzen oder Hunde größere Mengen, kann das zu Erbrechen und Durchfall führen. Stelle es deshalb außer Reichweite von Haustieren und kleinen Kindern, und trage beim Schneiden am besten Handschuhe.
Tradescantia zebrina Sorten
Neben der klassischen Form mit silbernen Streifen gibt es einige Sorten, die sich vor allem in der Blattfärbung unterscheiden. Die Pflege ist bei allen gleich, buntere Sorten brauchen aber besonders viel Licht.
- Quadricolor: Blätter mit grünen, silbernen, rosa und violetten Streifen.
- Discolor Multicolor: cremeweiß, rosa und grün gestreifte Blätter, oft mit weniger Silber.
- Purpusii: kräftig rotviolette Blätter ohne deutliche Silberstreifen.
- HappiLee: eine neuere Züchtung mit kräftig silbern und violett gefärbten Blättern.
Diese Formen und Sorten der Tradescantia zebrina kennt PlantFrand:
- Purpusii
- Quadricolor
- Discolor Multicolor
- HappiLee
Schädlinge und Krankheiten
Das Zebrakraut ist recht robust. In trockener Heizungsluft fühlen sich aber Spinnmilben wohl, außerdem kommen Blattläuse und Wollläuse vor. Ist die Erde dauerhaft feucht, ziehen Trauermücken ein.
Die häufigsten Schädlinge
Schauen wir uns die Daten der PlantFrand-Community an. Diese Schädlinge haben Pflanzen der Art Tradescantia zebrina bereits befallen:
Aktuell sind übrigens 100% all dieser Pflanzen schädlingsfrei.




