
Leuchterblume (String of Hearts): Pflege, Vermehrung & Blüte
String of Hearts · Leuchterblume
Ceropegia woodii
Familie: Apocynaceae
Von Livia Gaweiler · Aktualisiert am
Pflege
Gießen
Alle 11 Tage
Standort
halbschattig
Substrat
unklar
Typische Größe
84 cm
Vermehrung
0 % vermehrt
Häufigster Schädling
Keine bekannt
Erinnerungen fürs Gießen
Die PlantFrand-App sagt Dir, wann Deine Ceropegia woodii Durst hat.
Die Leuchterblume ist ein echter Hingucker, wenn sie ihre langen, dünnen Triebe mit den herzförmigen Blättern frei aus einer Ampel oder von einem Regal hängen lassen kann. Bekannt ist sie auch unter ihrem englischen Namen String of Hearts. Die Pflege ist einfach, denn als Sukkulente verzeiht sie Dir auch mal ein vergessenes Gießen. Hier erfährst Du, was Deine Leuchterblume braucht, wie Du sie über Ableger vermehrst und wie Du sie zum Blühen bringst.
Pflege der Leuchterblume
Die Ceropegia woodii ist eine der pflegeleichtesten Hängepflanzen. Die meisten Leuchterblumen gehen nicht an zu wenig, sondern an zu viel Wasser ein. Wenn Du ihr einen hellen Platz gibst und sparsam gießt, wächst sie schnell und zuverlässig.
Standort und Licht
Die Leuchterblume braucht einen hellen Standort. Ein Ost- oder Westfenster ist ideal, denn direkte Morgen- oder Abendsonne verträgt sie gut. Die Blätter färben sich dann kräftiger, und die Pflanze wächst dichter. Nur die pralle Mittagssonne hinter Glas solltest Du im Sommer meiden, da sie die Blätter verbrennen kann.
Steht die Leuchterblume zu dunkel, bildet sie lange Triebe mit großen Abständen zwischen den Blättern, und die silbrige Musterung verblasst. Mehr zum Thema findest Du in unserem Artikel über Licht für Zimmerpflanzen.
Dies sind die Standorte, an denen die PlantFrand-Community ihre Ceropegia woodii platziert:
100% halbschattig
Bei normaler Zimmertemperatur fühlt sie sich das ganze Jahr über wohl. Im Winter darf es etwas kühler sein, etwa 12 bis 15 Grad. Diese Ruhephase fördert sogar die Blüte. Dauerhaft unter 10 Grad sollte die Temperatur aber nicht fallen.
Gießen
Die Leuchterblume speichert Wasser in ihren dicken Blättern und in ihren Wurzelknollen. Gieß sie daher erst, wenn das Substrat vollständig abgetrocknet ist. Im Sommer ist das je nach Standort etwa alle ein bis zwei Wochen der Fall, im Winter reicht es oft, alle drei bis vier Wochen zu gießen.
Ob Deine Pflanze Wasser braucht, zeigen Dir auch die Blätter: Fühlen sie sich weich an und beginnen leicht zu schrumpeln, ist es Zeit zum Gießen. Überschüssiges Wasser im Übertopf solltest Du nach dem Gießen immer weggießen, denn Staunässe lässt die Knollen und Wurzeln schnell faulen.
Düngen
Dünge die Leuchterblume von Frühling bis Herbst etwa einmal im Monat mit einem Kakteen- oder Sukkulentendünger. Im Winter legt sie eine Wachstumspause ein, dann düngst Du gar nicht.
Passende Düngemittel für die Ceropegia woodii
Auch Sukkulenten benötigen ab und an Nährstoffe, auch wenn sie in der Regel weniger gegossen werden als andere Pflanzen.
Düngemittel speziell für Sukkulenten und Kakteen beinhaltet primär Kalium, Stickstoffe und Phosphor, was den Nährstoffbedarf dieser Pflanzen deckt.
COMPO ist eine sehr empfehlenswerte Marke, die nicht nur Deine Ceropegia woodii mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt, sondern auch viele andere Sukkulenten in Deiner Sammlung.
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Umtopfen
Die Leuchterblume wächst gern etwas beengt und muss nur alle zwei bis drei Jahre umgetopft werden, am besten im Frühjahr. Ein flacher Topf mit Abzugsloch reicht völlig aus, da ihre Wurzeln nicht tief wachsen.
Das Umtopfen ist etwas knifflig, weil sich die langen Triebe leicht verheddern und abreißen. Am einfachsten geht es zu zweit oder wenn Du die Triebe vorher locker um eine Hand wickelst. Setz die Wurzelknollen beim Eintopfen etwa einen Zentimeter tief ins Substrat.
Substrat
Die Leuchterblume braucht ein durchlässiges Substrat, in dem sich kein Wasser staut. Gut geeignet ist Kakteen- oder Sukkulentenerde. Alternativ kannst Du Grünpflanzenerde mit Sand, Bims oder Lavagranulat mischen.
Dies sind die in der PlantFrand-Community am meisten verwendeten Substrate für die Ceropegia woodii:
Substrate für Pflanzen findest Du in jedem Baumarkt, Gartencenter und vielen Geschäften, die Pflanzen verkaufen. Alternativ kannst Du passende Substrate für Deine Ceropegia woodii auch online kaufen.
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Auch Pon ist möglich, für die feinen Wurzeln der Leuchterblume aber nicht unbedingt die beste Wahl.
Schneiden
Eine gesunde Ceropegia woodii wächst schnell, und ihre Triebe können mehrere Meter lang werden. Du kannst sie jederzeit kürzen, am besten im Frühjahr. Schneide dabei knapp unter einem Blattknoten, dann sieht die Schnittstelle sauber aus. Oft treibt die Pflanze nach dem Schnitt neue Triebe aus dem Topf aus und wird so dichter.
Die abgeschnittenen Triebe musst Du nicht wegwerfen. Aus ihnen kannst Du ganz einfach neue Leuchterblumen ziehen.
Leuchterblume vermehren: Stecklinge, Ableger und Knollen
Die Ceropegia woodii zu vermehren ist kinderleicht, und es gibt gleich mehrere Wege. Die beste Zeit dafür ist Frühjahr oder Sommer, wenn die Pflanze kräftig wächst. Für einen dichteren Topf setzt Du am besten mehrere Stecklinge zusammen.
Stecklinge im Wasser
- Schneide einen Trieb von etwa 10 bis 15 cm Länge ab.
- Entferne die Blätter an den unteren ein bis zwei Blattknoten. An diesen Knoten bilden sich später die Wurzeln.
- Stell den Steckling so in ein Glas mit Wasser, dass die blattlosen Knoten unter Wasser liegen, die Blätter aber nicht.
- Nach etwa zwei bis vier Wochen bilden sich die ersten Wurzeln. Sind sie ein bis zwei Zentimeter lang, setzt Du den Steckling in Erde.
Stecklinge direkt in Erde
Du kannst die Stecklinge auch direkt in Substrat setzen. Entferne dazu die Blätter am untersten Blattknoten und steck ihn etwa einen Zentimeter tief in die Erde. Alternativ legst Du den Trieb mitsamt Blättern flach auf das Substrat und drückst die Blattknoten leicht an, sodass sie Kontakt zur Erde haben. Halte das Substrat in den folgenden Wochen leicht feucht, aber nie nass, sonst fault der Steckling.
String of Hearts Ableger über Luftknollen
An älteren Trieben bildet die Leuchterblume kleine, runde Knollen direkt an den Blattknoten. Diese Luftknollen sind die einfachste Art, Ableger zu ziehen: Leg einen Trieb mit Knolle auf das Substrat, sodass die Knolle die Erde berührt. Schon nach kurzer Zeit wachsen aus ihr Wurzeln und ein neuer Trieb. Danach kannst Du den Ableger von der Mutterpflanze abschneiden.
Besonders sicher klappt das, wenn Du einen kleinen Topf neben die Mutterpflanze stellst und den Trieb darin bewurzeln lässt, während er noch mit ihr verbunden ist.
Teilen beim Umtopfen
Besteht Deine Leuchterblume aus mehreren Pflanzen mit eigenen Wurzelknollen, kannst Du sie beim Umtopfen vorsichtig auseinandernehmen und einzeln eintopfen.
Eigenschaften der Leuchterblume
Herkunft
Die Leuchterblume stammt aus dem südlichen Afrika, unter anderem aus Südafrika, Simbabwe und Mosambik. Sie gehört zu den Hundsgiftgewächsen (Apocynaceae). Früher wurde sie zu einer eigenen Familie, den Seidenpflanzengewächsen, gezählt, die heute eine Unterfamilie der Hundsgiftgewächse ist. In der Botanik wird sie inzwischen oft als Unterart Ceropegia linearis subsp. woodii geführt.
In ihrer Heimat wächst sie als halbsukkulente Pflanze zwischen Steinen und im Schutz von Sträuchern. Ihre dünnen Triebe kriechen über den Boden, hängen über Felsen herab oder ranken sich ein Stück an anderen Pflanzen hoch.
Größe und Wuchs

Photo: Ella Zayith, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Wer zum ersten Mal eine Leuchterblume aus ihrem Topf hebt, wundert sich oft über die dicken Wurzelknollen, die man bei einer so filigranen Pflanze nicht erwartet. In ihnen speichert sie Wasser und Nährstoffe für trockene Zeiten.
Auch als Zimmerpflanze werden die Triebe der Leuchterblume leicht ein bis zwei Meter lang, bei guter Pflege sogar länger. Wie lang Du sie wachsen lässt, entscheidest Du mit der Schere.
Größe in der Community
Die Hälfte aller Ceropegia woodii in der PlantFrand-Community ist zwischen 72 cm und 96 cm hoch, typisch sind 84 cm.
Blätter der Leuchterblume

Die Blätter einer gesunden Leuchterblume sind fest und etwas dicklich. Junge Blätter sind winzig und hellgrün, ältere werden dunkelgrün mit einer silbrig-grauen Marmorierung. Die Blattunterseite ist meist violett gefärbt, an einem sonnigen Platz stärker als an einem schattigen.
Der englische Name String of Hearts, der auch im deutschen Sprachraum verbreitet ist, beschreibt genau das: herzförmige Blätter, die wie an einer Schnur aufgefädelt sind.
String of Hearts Variegata und andere Sorten
Neben der grün-silbernen Wildform gibt es einige Sorten der Leuchterblume:
- Variegata: Die Blätter haben cremeweiße bis rosafarbene Ränder, und auch die Triebe sind oft rosa gefärbt. Weil sie weniger Blattgrün hat, wächst die String of Hearts Variegata langsamer und braucht einen besonders hellen Standort, damit die Färbung erhalten bleibt.
- Silver Glory: Die Blätter sind fast vollständig silbern, mit einem schmalen grünen Rand.
Die Pflege ist bei allen Sorten gleich.
Diese Formen und Sorten der Ceropegia woodii kennt PlantFrand:
- Silver Glory
Blüte der Leuchterblume

AfroBrazilian, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Ihren deutschen Namen verdankt die Leuchterblume ihren ungewöhnlichen Blüten. Die etwa zwei bis drei Zentimeter langen, rosafarbenen Röhren sind unten bauchig und oben dunkelviolett. Dort sind die Blütenblätter an den Spitzen miteinander verwachsen und bilden eine Art kleinen Käfig, der an einen Leuchter oder eine Laterne erinnert.
Hinter der Form steckt ein raffinierter Trick: Die Blüten locken kleine Fliegen an, die in die Röhre kriechen und dort für kurze Zeit gefangen sind. Dabei bestäuben sie die Blüte, bevor sie wieder freikommen.
Die String of Hearts blüht vor allem vom Sommer bis in den Herbst. An einem sehr hellen Standort kann sie aber fast das ganze Jahr über einzelne Blüten bilden. Diese entstehen in den Blattachseln, oft mehrere nebeneinander.
Warum blüht meine Leuchterblume nicht?
Der häufigste Grund ist zu wenig Licht. Stell Deine Leuchterblume an einen helleren Platz mit etwas direkter Sonne. Auch eine kühlere, trockenere Ruhephase im Winter fördert die Blüte im folgenden Jahr. Sehr junge Pflanzen, zum Beispiel frisch bewurzelte Ableger, blühen oft erst nach ein bis zwei Jahren.
Früchte der Leuchterblume
Werden die Blüten bestäubt, entwickeln sich lange, schmale Balgfrüchte, die meist paarweise wachsen. Wenn sie aufplatzen, kommen Samen mit seidigen Haarschöpfen zum Vorschein, die vom Wind davongetragen werden. Als Zimmerpflanze bildet die Leuchterblume nur selten Früchte, da die passenden Bestäuber fehlen.
Ist die Leuchterblume giftig?
Die Leuchterblume gilt als ungiftig für Menschen und Haustiere. Die amerikanische Tierschutzorganisation ASPCA führt sie als ungiftig für Hunde und Katzen. Trotzdem solltest Du nicht zulassen, dass Deine Haustiere regelmäßig an den herabhängenden Trieben knabbern, denn große Mengen Pflanzenmaterial können den Magen reizen.
Schädlinge und Krankheiten
Die Leuchterblume ist robust. Fast alle Probleme gehen auf zu viel Wasser oder zu wenig Licht zurück und lassen sich mit einem besseren Standort oder sparsamerem Gießen beheben.
Die häufigsten Schädlinge
Sieht so aus, als gäbe es noch keine Daten über Schädlinge, die sich gern über die Ceropegia woodii hermachen. Aktuell sind nämlich 100% dieser Pflanzen in der PlantFrand-Community schädlingsfrei.
Achte besonders auf Wollläuse. Sie verstecken sich gern in den Blattachseln und zwischen den dicht hängenden Trieben. Kontrolliere Deine Pflanze deshalb regelmäßig.
Blätter werden gelb oder matschig
Gelbe, weiche oder glasig wirkende Blätter sind fast immer ein Zeichen für zu viel Wasser. Lass das Substrat gründlich abtrocknen und gieß künftig seltener. Fühlen sich auch die Knollen weich an, faulen die Wurzeln bereits. Nimm die Pflanze dann aus dem Topf, entferne alle faulen Teile und setz sie in frisches, trockenes Substrat. Ist kaum noch etwas zu retten, ziehst Du aus gesunden Trieben neue Stecklinge.
Blätter werden schrumpelig
Schrumpelige, weiche Blätter zeigen meist, dass die Leuchterblume Durst hat. Nach dem Gießen werden sie innerhalb weniger Tage wieder fest. Bleiben sie trotz feuchter Erde schrumpelig, sind wahrscheinlich die Wurzeln verfault und können kein Wasser mehr aufnehmen. Dann hilft nur, wie oben beschrieben, umzutopfen oder neue Stecklinge zu ziehen.
Lange, kahle Triebe
Wachsen die Triebe lang und dünn, mit nur wenigen, kleinen Blättern, bekommt die Leuchterblume zu wenig Licht. Stell sie heller. Die kahlen Stellen werden zwar nicht wieder dicht, aber Du kannst die Triebe kürzen und die abgeschnittenen Spitzen als Stecklinge zurück in den Topf setzen. So wird Deine Leuchterblume oben wieder voller.




