
Forellenbegonie (Begonia maculata): Pflege & Vermehrung
Forellenbegonie · Polka-Dot Begonie · Korallenbegonie
Begonia maculata
Familie: Begoniaceae
Von Livia Gaweiler · Aktualisiert am
Pflege
Gießen
Alle 8 Tage
Standort
hell
Substrat
Erde für Grünpflanzen
Typische Größe
32 cm
Vermehrung
10 % vermehrt
Häufigster Schädling
Erinnerungen fürs Gießen
Die PlantFrand-App sagt Dir, wann Deine Begonia maculata Durst hat.
Die gepunkteten Blätter der Forellenbegonie sind ein echter Hingucker und einer der Gründe, warum die Zimmerpflanze so beliebt ist. Mit dem richtigen Standort und etwas Gefühl beim Gießen und Düngen wächst sie schnell und blüht sogar.
Ihren Namen verdankt sie ihrer Blattmusterung: Die silbern schimmernden Punkte auf den dunkelgrünen Blättern erinnern an eine Forelle. Im Englischen ließ man sich vom gleichen Muster inspirieren und nennt sie Polka Dot Begonia. Daher ist im Deutschen auch der Name Polka-Dot-Begonie zu finden, er ist aber weniger verbreitet als Forellenbegonie.
Pflege der Forellenbegonie
Die Begonia maculata ist nicht schwierig, verzeiht aber zwei Dinge schlecht: Kälte und zu viel Dünger. Wenn Du darauf achtest, hast Du lange Freude an ihr.
Standort und Licht
Stell die Forellenbegonie hell, aber ohne pralle Mittagssonne auf, zum Beispiel an ein Ost- oder Westfenster. Direkte Mittagssonne verbrennt die Blätter.
Die Begonia maculata stammt aus Brasilien und mag es warm. Am wohlsten fühlt sie sich zwischen 20 und 23 °C. 15 °C sind ihre Untergrenze, kälter sollte es auch im Winter nicht werden. Auch kalte Zugluft verträgt sie nicht.
Dies sind die Standorte, an denen die PlantFrand-Community ihre Begonia maculata platziert:
66% hell
21% halbschattig
7% absonnig
7% schattig
Eine hohe Luftfeuchtigkeit tut der Forellenbegonie gut, sie kommt aber auch mit normaler Zimmerluft zurecht. Einen Platz direkt über der Heizung solltest Du jedoch meiden: Dort ist die Luft im Winter viel zu trocken, und die Blätter bekommen braune, knusprige Ränder.
Gießen
Gieß die Forellenbegonie, sobald die oberen Zentimeter der Erde trocken sind. Staunässe und Austrocknen solltest Du gleichermaßen vermeiden.
Am einfachsten machst Du vor dem Gießen die Fingerprobe: Steck einen Finger einige Zentimeter tief in die Erde. Ist sie an der Fingerspitze noch feucht, wartest Du lieber noch ein paar Tage.
Gießt Du zu viel oder zu oft, faulen die feinen Wurzeln. Faule Wurzeln können kein Wasser und keine Nährstoffe mehr aufnehmen, sodass die Pflanze welkt, obwohl die Erde nass ist. Ist die Forellenbegonie dagegen zu trocken, werden ihre Blätter braun und vertrocknen.
Düngen
Dünge die Forellenbegonie von Frühling bis Herbst alle zwei bis vier Wochen mit einem gewöhnlichen Grünpflanzendünger, und zwar eher schwach dosiert. Im Winter legt sie eine Wachstumspause ein. Dann düngst Du nur noch selten oder gar nicht.
Passende Düngemittel für die Begonia maculata
Es gibt jede Menge Grünpflanzendünger auf dem Markt. Du findest sie in verschiedenen Geschäften, die Pflanzen verkaufen – sowohl online als auch offline.
COMPO ist eine sehr empfehlenswerte Marke, die nicht nur Deine Begonia maculata mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt, sondern auch viele andere Grünpflanzen in Deiner Sammlung. Die ein Liter große Flasche reicht für viele Düngeeinheiten.
Falls Du weniger Düngemittel benötigst, kannst Du beispielsweise auf die 250 Milliliter große Flasche von Neudorff zugreifen. Im Verhältnis ist die kleinere Flasche zwar teurer, aber die Marke Neudorff ist von sehr guter Qualität.
* Hinweis: Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Käufen.
Umtopfen
Junge Forellenbegonien topfst Du bis zu zweimal im Jahr um, ältere Pflanzen etwa einmal im Jahr, am besten im Frühjahr. Bei guter Pflege wächst die Begonia maculata schnell und füllt ihren Topf entsprechend zügig mit Wurzeln.
Geh beim Umtopfen vorsichtig vor, denn die Wurzeln der Forellenbegonie sind sehr fein und brechen leicht.
Substrat
Die Forellenbegonie braucht ein lockeres, durchlässiges Substrat, in dem sich kein Wasser staut.
Dies sind die in der PlantFrand-Community am meisten verwendeten Substrate für die Begonia maculata:
Substrate für Pflanzen findest Du in jedem Baumarkt, Gartencenter und vielen Geschäften, die Pflanzen verkaufen. Alternativ kannst Du passende Substrate für Deine Begonia maculata auch online kaufen.
* Hinweis: Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Käufen.
In ihrer Heimat wächst sie auf humusreichem Waldboden, auf dem abgefallenes Laub im tropischen Klima schnell zersetzt wird. Ein humusreiches Substrat kommt dem am nächsten. Lockere Grünpflanzen- oder Kräutererde eignet sich ebenfalls, genauso wie Pon oder Seramis.
Schneiden
Ein Rückschnitt ist nicht nötig, macht die Forellenbegonie aber buschiger. Schneidest Du die Spitze eines Triebs ab, treibt die Pflanze darunter seitlich wieder aus, oft sogar an mehreren Stellen. Die abgeschnittene Spitze kannst Du direkt als Steckling verwenden.
Am besten schneidest Du im Frühjahr. Im Winter legt die Forellenbegonie eine Wachstumspause ein und bildet dann kaum neue Triebe oder Blätter.
Forellenbegonie vermehren: Stecklinge und Ableger
Die Begonia maculata lässt sich kinderleicht vermehren, entweder über Kopfstecklinge oder über Ableger, die ältere Pflanzen von selbst bilden. Die beste Zeit dafür ist Frühjahr und Sommer.
Vermehrung über Stecklinge
- Schneide mit einem sauberen, scharfen Messer einen etwa 10 cm langen Trieb knapp unter einem Blattknoten ab.
- Entferne die unteren Blätter, sodass nur zwei bis drei Blätter an der Spitze übrig bleiben.
- Stell den Steckling in ein Glas Wasser oder steck ihn direkt in feuchtes Substrat.
- Im Wasser bilden sich nach etwa ein bis drei Wochen die ersten Wurzeln. Sind sie zwei bis fünf Zentimeter lang, setzt Du den Steckling in Erde.
- Halte die Erde in den ersten Wochen gleichmäßig leicht feucht, damit sich der Steckling an das Substrat gewöhnt.
Forellenbegonie Ableger
Ältere Forellenbegonien treiben gerne Ableger nahe dem Stamm aus. Der Vorteil: Diese Ableger haben bereits eigene Wurzeln. Am einfachsten trennst Du sie beim Umtopfen ab, indem Du sie vorsichtig von der Mutterpflanze abdrehst oder mit einem scharfen Messer abschneidest. Anschließend pflanzt Du sie in einen eigenen kleinen Topf.
Vermehrung
10 %
In der PlantFrand-Community haben Nutzer 10 % aller Pflanzen der Art Begonia maculata durch Vermehrung erhalten.
Eigenschaften der Forellenbegonie
Herkunft
Die Begonia maculata stammt aus den tropischen Wäldern im Südosten Brasiliens. Sie gehört zu den Strauchbegonien, die aufrecht wachsen und bambusartige, gegliederte Stiele bilden. Am häufigsten wird die Sorte 'Wightii' verkauft, die besonders viele silberne Punkte und weiße Blüten hat.
Manchmal liest Du auch den Namen Korallenbegonie. Gemeint ist damit eigentlich die nah verwandte Begonia corallina bzw. ihre Hybriden, die ebenfalls zu den Strauchbegonien gehören und ähnlich gepunktete Blätter haben, aber meist rosa bis rote Blüten tragen. Die Pflege ist bei beiden nahezu gleich.
Wie groß wird die Forellenbegonie?
Als Zimmerpflanze wird die Forellenbegonie typischerweise 50 bis 100 cm hoch, in ihrer Heimat auch deutlich über einen Meter. Sie wächst schnell, bei guter Pflege legt sie in einer Saison viele Zentimeter zu.
Die Begonia maculata wächst aufrecht und eher schmal, solange keine Ableger oder Seitentriebe austreiben. Ab einer gewissen Größe neigt sie zum Kippen. Ein Pflanzstab, an dem Du die Triebe locker festbindest, gibt ihr Halt.
Blätter der Forellenbegonie

Die lanzettförmigen, asymmetrischen Blätter sind auf der Oberseite dunkelgrün mit silbern schimmernden Punkten. Die Blattunterseite ist dagegen kräftig dunkelrot.

Blüten der Forellenbegonie

Meise Botanic Garden, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Die Forellenbegonie blüht vor allem im Frühjahr und Sommer mit weißen, manchmal zartrosa Blüten, die in hängenden Trauben an langen Stielen sitzen. Wenn sich eine Blüte gerade bildet, kannst Du sie leicht mit einem neuen Blatt verwechseln. Erst nach einigen Tagen erkennst Du die Blütenknospen.
Die Forellenbegonie ist einhäusig: Männliche und weibliche Blüten wachsen getrennt, aber auf derselben Pflanze. Männliche Blüten erkennst Du an dem gelben Büschel aus Staubblättern in der Mitte. Weibliche Blüten haben hinter den Blütenblättern einen geflügelten Fruchtknoten. Die männlichen Blüten fallen meist schon nach kurzer Zeit ab, die weiblichen halten deutlich länger.
Warum blüht meine Forellenbegonie nicht?
Meist fehlt es an Licht. An einem helleren Platz ohne Mittagssonne blüht die Forellenbegonie deutlich häufiger. Auch sehr junge Pflanzen und frisch bewurzelte Stecklinge blühen oft noch nicht. Zu viel Dünger fördert eher Blätter als Blüten, und ein zu kalter Winterstandort kann die Blüte ebenfalls ausbleiben lassen.
Früchte der Forellenbegonie
Werden die weiblichen Blüten bestäubt, entwickeln sich geflügelte Kapseln mit sehr feinen Samen. Diese könntest Du theoretisch aussäen. Die Vermehrung über Stecklinge und Ableger ist aber viel einfacher und schneller.
Ist die Forellenbegonie giftig?
Ja, für Menschen und Haustiere ist die Forellenbegonie leicht giftig. Wie alle Begonien enthält sie Calciumoxalat, am meisten davon in den Wurzeln. Der Pflanzensaft kann die Haut und vor allem die Schleimhäute reizen, auch wenn er weniger stark wirkt als zum Beispiel der einer Dieffenbachia seguine.
Wasch Dir nach dem Umtopfen oder Schneiden gründlich die Hände, damit der Saft nicht versehentlich in die Augen gelangt.
Halte Hunde, Katzen und kleine Kinder von der Forellenbegonie fern. Beim Verzehr kann es zu Reizungen im Mund, starkem Speicheln, Erbrechen und Durchfall kommen. Hat ein Kind Teile der Pflanze gegessen, wende Dich an einen Arzt oder den Giftnotruf. Bei Haustieren hilft der Tierarzt weiter.
Schädlinge und Krankheiten
Die Forellenbegonie ist ziemlich robust. Viele Probleme lassen sich durch gute Pflege vermeiden, und wenn doch einmal etwas auftritt, erholt sie sich meist schnell, sobald Du die Ursache behebst.
Die häufigsten Schädlinge
Schauen wir uns die Daten der PlantFrand-Community an. Diese Schädlinge haben Pflanzen der Art Begonia maculata bereits befallen:
Aktuell sind übrigens 97% all dieser Pflanzen schädlingsfrei.
Forellenbegonie verliert Blätter
Verliert die Forellenbegonie Blätter, liegt es meist an Kälte, zu viel oder zu wenig Wasser. Diese Ursachen kommen am häufigsten vor:
- Kalte Zugluft oder ein zu kalter Standort: Steht sie an einem Fenster, das im Winter zum Lüften geöffnet wird, oder unter 15 °C, wirft sie oft plötzlich viele Blätter ab. Stell sie dann an einen wärmeren, zugfreien Platz.
- Zu nasse Erde und Wurzelfäule: Hol die Pflanze vorsichtig aus dem Topf und schau Dir die Wurzeln an. Gesunde Wurzeln sind hell und fest, faule braun und matschig (mehr dazu im nächsten Abschnitt).
- Zu trockene Erde: Ist der Wurzelballen völlig ausgetrocknet, werden die Blätter erst schlaff, dann braun, und fallen ab. Gieß dann durchdringend und lass überschüssiges Wasser ablaufen.
- Zu wenig Licht: An einem dunklen Platz wirft sie vor allem untere Blätter ab und bildet lange, kahle Triebe.
- Umtopfen oder Umzug: Nach einem Standortwechsel oder dem Umtopfen verliert sie oft ein paar Blätter. Das gibt sich meist nach einigen Wochen von selbst.
Im Winter ist es außerdem normal, dass die Forellenbegonie einzelne ältere Blätter verliert und kaum neue bildet.
Wurzelfäule behandeln
Sind die Wurzeln nur teilweise verfault, schneidest Du die faulen Stellen ab und setzt die Pflanze in frisches, nur leicht feuchtes Substrat. Ist der ganze Wurzelballen matschig, kannst Du die Forellenbegonie retten, indem Du gesunde Triebe unter einem Blattknoten abschneidest und als Stecklinge im Wasser neu bewurzelst.
Trockene, braune Blattspitzen
Braune, trockene Blattspitzen sind meist ein Zeichen für zu trockene Luft, zum Beispiel in Heizungsnähe.
Um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, kannst Du den Topf auf einen Untersetzer mit Kieselsteinen und Wasser stellen. Der Topfboden darf dabei nicht im Wasser stehen. Das verdunstende Wasser feuchtet die Luft rund um die Pflanze an. Alternativ hilft ein Luftbefeuchter, vor allem wenn Du mehrere Pflanzen hast.
Forellenbegonie bekommt rote Flecken

Bekommt die Forellenbegonie leuchtend rote Flecken auf vielen Blättern, wurde sie höchstwahrscheinlich zu stark gedüngt. Hol die Pflanze in diesem Fall umgehend aus ihrem Substrat und setz sie in frisches, wenig oder gar nicht vorgedüngtes Substrat.
Die Flecken können innerhalb weniger Stunden wachsen. An diesen Stellen ist das Chlorophyll zerstört: Die Blätter fühlen sich dort sehr dünn an und sterben je nach Größe der Flecken langsam ab. Im schlimmsten Fall geht die ganze Pflanze ein, im besten Fall erholt sie sich und treibt wieder aus.
Beschädigte Blätter regenerieren sich nicht mehr. Entferne sie aber erst, wenn die Forellenbegonie einige neue, gesunde Blätter gebildet hat.