
Schwiegermutterzunge (Sansevieria trifasciata): Pflege, Gießen & Vermehren
Sansevieria trifasciata · Snake Plant · Schwiegermutterzunge · Bogenhanf
Dracaena trifasciata
Familie: Asparagaceae
Von Livia Gaweiler · Aktualisiert am
Pflege
Gießen
Alle 28 Tage
Standort
hell
Substrat
Erde für Grünpflanzen
Typische Größe
40 cm
Vermehrung
17 % vermehrt
Häufigster Schädling
Erinnerungen fürs Gießen
Die PlantFrand-App sagt Dir, wann Deine Dracaena trifasciata Durst hat.
Das Wichtigste in Kürze:
- Standort: hell bis halbschattig, gern mit etwas Morgen- oder Abendsonne
- Gießen: erst, wenn die Erde vollständig trocken ist; im Sommer etwa alle zwei bis drei Wochen, im Winter alle vier bis sechs Wochen
- Erde: Kakteen- und Sukkulentenerde, Blumenerde mit Sand oder mineralisches Substrat wie Pon
- Düngen: von März bis September einmal im Monat mit Kakteendünger in halber Dosis
- Temperatur: 15 bis 30 °C, im Winter nicht unter 12 °C
- Vermehrung: durch Teilen oder über Blattstecklinge in Erde oder Wasser
- Giftig: leicht giftig für Katzen und Hunde
Sansevieria trifasciata oder Dracaena trifasciata?
Lange gehörte die Schwiegermutterzunge zur Gattung Sansevieria. Genetische Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass alle Bogenhanf-Arten eng mit den Drachenbäumen verwandt sind. Seit 2017 zählen Botaniker sie deshalb zur Gattung Dracaena. Aus der Sansevieria trifasciata wurde so die Dracaena trifasciata.
Im Handel und im Alltag ist der alte Name aber weiterhin üblich, ebenso wie der englische Name Snake Plant. Gemeint ist in allen Fällen dieselbe Pflanze. Ganz ähnlich gepflegt werden ihre Verwandten, die Whale Fin (Dracaena masoniana) und der Zylindrische Bogenhanf (Dracaena angolensis).
Schwiegermutterzunge Pflege
Schwiegermutterzungen sind robust, wachsen langsam und brauchen nur sehr wenig Aufmerksamkeit. Damit sind sie die ideale Wahl für alle, die wenig Zeit oder Erfahrung mit Pflanzen haben. Weitere pflegeleichte Arten findest Du unter Zimmerpflanzen für Anfänger. Die meisten Probleme entstehen nicht durch zu wenig, sondern durch zu viel Pflege.
Welcher Standort ist ideal für die Schwiegermutterzunge?
Am besten wächst die Schwiegermutterzunge an einem hellen Platz, zum Beispiel an einem Ost- oder Westfenster, wo sie morgens oder abends etwas Sonne bekommt. Pralle Mittagssonne hinter einem Südfenster verträgt sie nur, wenn Du sie langsam über ein bis zwei Wochen daran gewöhnst. Sonst bekommen die Blätter helle, trockene Flecken.
Dies sind die Standorte, an denen die PlantFrand-Community ihre Dracaena trifasciata platziert:
50% hell
17% absonnig
17% halbschattig
13% schattig
4% sonnig
Sie ist aber nicht wählerisch und gibt sich auch mit einem halbschattigen Platz zufrieden, etwa ein paar Meter vom Fenster entfernt. Dort wächst sie langsamer und braucht weniger Wasser. Bunte Sorten verlieren an einem dunklen Standort außerdem einen Teil ihrer Zeichnung, und die Blätter werden dunkler grün. Ist es dauerhaft zu dunkel, werden neue Blätter schmal und weich und neigen sich zum Licht. Wie Du die Lichtverhältnisse bei Dir zu Hause einschätzt, erfährst Du im Artikel über Licht für Pflanzen.
Welche Temperatur braucht die Schwiegermutterzunge?
Normale Raumtemperatur zwischen 15 und 30 °C ist ideal. Auch ein Platz in der Nähe der Heizung macht ihr nichts aus, denn mit trockener Heizungsluft kommt sie problemlos zurecht. Unter 12 °C sollte die Temperatur jedoch nicht fallen. Bei Kälte und feuchter Erde faulen die Wurzeln besonders schnell. Mehr dazu liest Du im Artikel über die richtige Temperatur für Pflanzen.
Im Sommer darf die Schwiegermutterzunge auch auf den Balkon, wenn sie dort hell, aber nicht in der prallen Sonne steht und vor Dauerregen geschützt ist. Hol sie wieder herein, bevor die Nächte kühler als etwa 12 °C werden.
Wie oft muss ich die Schwiegermutterzunge gießen?
Gieße die Schwiegermutterzunge erst, wenn die Erde vollständig durchgetrocknet ist. Im Sommer ist das je nach Standort etwa alle zwei bis drei Wochen der Fall, im Winter nur alle vier bis sechs Wochen. Steht sie eher dunkel, braucht sie noch seltener Wasser. Ihre dicken, fleischigen Blätter speichern so viel Wasser, dass sie auch einen längeren Urlaub problemlos übersteht. Wer einen Pflanzensitter beauftragt, legt ihm am besten ans Herz, die Schwiegermutterzunge einfach in Ruhe zu lassen.
Gieße dann durchdringend und schütte überschüssiges Wasser aus dem Untersetzer oder Übertopf nach etwa 15 Minuten weg. Gieße außerdem auf die Erde und nicht von oben in die Blattrosette, denn dort stehendes Wasser kann Fäulnis auslösen.
Zu viel Wasser ist der häufigste Grund, warum eine Schwiegermutterzunge eingeht. Bleibt die Erde lange feucht, faulen die Wurzeln und das Rhizom, die Blätter werden am Ansatz weich und kippen um. Im Zweifel gießt Du deshalb lieber zu wenig als zu viel. Einen Gießanzeiger wie den Seramis Gießanzeiger kannst Du Dir sparen, denn die Erde soll ohnehin ganz trocken werden.
Welche Erde braucht die Schwiegermutterzunge?
Die Schwiegermutterzunge braucht ein durchlässiges Substrat, in dem die Feuchtigkeit nicht lange gespeichert bleibt. Am einfachsten ist fertige Kakteen- und Sukkulentenerde.
Alternativ kannst Du herkömmliche Blumenerde oder Grünpflanzenerde verwenden, die Du etwa zu einem Drittel mit Sand, Perlit, Bims oder Blähton mischst. So wird die Erde lockerer und speichert weniger Wasser. Ein Topf mit Abzugsloch ist Pflicht.
Auch in rein mineralischem Substrat wie Lechuza Pon oder Seramis und in Hydrokultur wächst die Schwiegermutterzunge gut. Überschüssiges Wasser fließt darin besonders schnell ab, was das Risiko von Fäulnis senkt.
Dies sind die in der PlantFrand-Community am meisten verwendeten Substrate für die Dracaena trifasciata:
Substrate für Pflanzen findest Du in jedem Baumarkt, Gartencenter und vielen Geschäften, die Pflanzen verkaufen. Alternativ kannst Du passende Substrate für Deine Dracaena trifasciata auch online kaufen.
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Wann und wie dünge ich die Schwiegermutterzunge?
Die Schwiegermutterzunge braucht nur wenig Dünger. Gib ihr von März bis September einmal im Monat etwas Kakteen- oder Sukkulentendünger ins Gießwasser. Nimm dabei nur die halbe Dosis, die auf der Packung angegeben ist, denn zu viel Dünger schadet ihr schnell. Im Herbst und Winter düngst Du gar nicht.
Frisch umgetopfte Pflanzen musst Du im ersten Jahr nicht düngen, da neue Erde bereits genug Nährstoffe enthält.
Passende Düngemittel für die Dracaena trifasciata
Auch Sukkulenten benötigen ab und an Nährstoffe, auch wenn sie in der Regel weniger gegossen werden als andere Pflanzen.
Düngemittel speziell für Sukkulenten und Kakteen beinhaltet primär Kalium, Stickstoffe und Phosphor, was den Nährstoffbedarf dieser Pflanzen deckt.
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Wann muss die Schwiegermutterzunge umgetopft werden?
Die Schwiegermutterzunge wächst langsam und muss meist nur alle zwei bis drei Jahre im Frühjahr umgetopft werden. Spätestens wenn das Rhizom den Topf ausfüllt, die Wurzeln oben herausdrücken oder einzelne Triebe umfallen, weil sie keinen Halt mehr haben, ist es Zeit dafür.
Ein überfälliges Umtopfen nimmt sie nicht einfach hin: Wird es zu eng, verformt sie einen Plastiktopf oder sprengt sogar einen Tontopf, um sich den nötigen Platz zu schaffen.
Da die Wurzeln eher in die Breite als in die Tiefe wachsen, eignet sich ein breiter, eher flacher Topf. In einem tiefen Topf bleibt unten leicht Feuchtigkeit stehen. Der neue Topf sollte nur ein paar Zentimeter größer sein als der alte. Hohe Pflanzen werden leicht kopflastig, deshalb ist ein schwerer Topf aus Ton oder Keramik von Vorteil.
Gieße nach dem Umtopfen erst nach etwa einer Woche wieder, damit eventuell verletzte Wurzeln abheilen können.
Muss ich die Schwiegermutterzunge schneiden?
Nein, schneiden musst Du sie nicht. Davon ist auch abzuraten: Ein angeschnittenes Blatt wächst nicht weiter, und die Schnittstelle verkorkt und bleibt dauerhaft als brauner Rand sichtbar. Das gilt auch für braune Blattspitzen. Stört Dich ein beschädigtes Blatt, schneide es lieber ganz ab, mit einem sauberen Messer direkt über der Erde. Oder Du drehst die Pflanze einfach so, dass das Blatt nach hinten zeigt.
Ein Blatt ganz abzuschneiden lohnt sich auch, wenn Du die Schwiegermutterzunge vermehren möchtest.
Schwiegermutterzunge vermehren
Du kannst die Schwiegermutterzunge auf zwei Arten vermehren:
Teilen: Das ist der einfachste und schnellste Weg. Aus dem Rhizom unter der Erde treiben mit der Zeit neue Pflänzchen. Haben diese eigene Wurzeln und ein paar Blätter, trennst Du sie beim Umtopfen im Frühjahr mit einem sauberen Messer mitsamt einem Stück Rhizom von der Mutterpflanze ab. Lass die Schnittstelle einen Tag antrocknen, setze das Pflänzchen in einen eigenen Topf mit frischer Erde und gieße erst nach einigen Tagen.
Blattstecklinge: Schneide ein gesundes Blatt ab und teile es quer in etwa zehn Zentimeter lange Stücke. Hierbei ist es sehr wichtig, Dir zu merken, wo oben und unten ist, zum Beispiel mit einem kleinen Pfeil oder einem schrägen Schnitt am unteren Ende. Falsch herum in die Erde gesteckt, bildet das Stück keine Wurzeln. Lass die Schnittflächen ein paar Tage antrocknen und stecke die Stücke dann mit dem unteren Ende ein bis zwei Zentimeter tief in leicht feuchte Kakteenerde. Alternativ stellst Du sie in ein Glas mit wenig Wasser und wechselst es alle paar Tage. Hell und warm aufgestellt, bilden sich nach einigen Wochen Wurzeln. Bis der erste neue Trieb erscheint, dauert es meist mehrere Monate.
Vermehrung
17 %
In der PlantFrand-Community haben Nutzer 17 % aller Pflanzen der Art Dracaena trifasciata durch Vermehrung erhalten.
Häufige Probleme mit der Schwiegermutterzunge
Warum werden die Blätter weich oder matschig?
Weiche, glasige oder matschige Stellen, vor allem am Blattansatz, sind fast immer ein Zeichen von zu viel Wasser und Wurzelfäule. Oft werden die Blätter dabei auch gelb. Nimm die Pflanze aus dem Topf, entferne faulige, braune Wurzeln und Rhizomteile und setze die gesunden Teile in frische, trockene Kakteenerde. Gieße danach deutlich seltener. Ist kaum noch gesundes Rhizom übrig, kannst Du die festen, gesunden Blätter noch als Blattstecklinge retten.
Auch Kälte kann solche Stellen verursachen, etwa nach dem Transport im Winter oder an einem Fenster, das oft gekippt wird.
Warum werden die Blätter schrumpelig?
Bekommen die Blätter Falten, rollen sich ein oder wirken schlaff, hat die Pflanze ihre Wasserreserven aufgebraucht. Gieße sie einmal gründlich, dann werden die Blätter innerhalb einiger Tage wieder fest. Schrumpelige Blätter können aber auch auftreten, wenn die Wurzeln verfault sind und kein Wasser mehr aufnehmen können. Ist die Erde feucht und die Blätter sind trotzdem schrumpelig, prüfe daher die Wurzeln.
Warum kippen die Blätter um?
Fallen die Blätter auseinander oder hängen nach außen, steht die Schwiegermutterzunge meist zu dunkel. Die Blätter werden dann lang und weich und können ihr eigenes Gewicht nicht mehr tragen. Ist das Blatt am Ansatz weich, ist dagegen zu viel Wasser die Ursache. Umgekippte Blätter richten sich nicht wieder auf. Du kannst sie abschneiden und als Blattstecklinge verwenden oder die Pflanze mit einer Schnur locker zusammenbinden, bis neue, kräftige Blätter nachgewachsen sind.
Warum hat die Schwiegermutterzunge braune Blattspitzen oder Flecken?
Eine kleine, trockene braune Spitze entsteht oft schon durch einen Stoß beim Umstellen und ist kein Grund zur Sorge. Helle, trockene Flecken mitten auf dem Blatt deuten auf Sonnenbrand hin. Werden die Spitzen nach und nach braun, bekommt die Pflanze meist sehr unregelmäßig Wasser oder zu viel Dünger. Braune Stellen werden nicht wieder grün. Schneide sie nicht ins grüne Gewebe hinein ab, sonst entsteht nur ein neuer brauner Rand.
Warum wächst meine Schwiegermutterzunge nicht?
Die Schwiegermutterzunge wächst ohnehin langsam, an einem dunklen Platz und im Winter steht sie fast still. Mit mehr Licht, Wärme und etwas Dünger im Sommer förderst Du das Wachstum. Neue Blätter erscheinen vor allem an neuen Trieben, die das Rhizom unter der Erde bildet.
Eigenschaften der Schwiegermutterzunge
Woher kommt die Schwiegermutterzunge?
Die Schwiegermutterzunge stammt aus dem tropischen Westafrika, von Nigeria bis in die Demokratische Republik Kongo. Sie gehört zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). Dort wächst sie in trockenen, steinigen Gebieten und lichten Wäldern mit langen Trockenzeiten und unregelmäßigen Regenfällen. Diese Zeiten übersteht sie, indem sie Wasser in ihren Blättern und im Rhizom speichert.
Ihren deutschen Namen verdankt sie den spitzen, langen Blättern, die wie eine scharfe Zunge aussehen. Der Name Bogenhanf kommt daher, dass in Afrika aus den festen Fasern der Blätter einst Bogensehnen und Seile hergestellt wurden.
Wie groß wird die Schwiegermutterzunge?
Die Blätter der Schwiegermutterzunge werden in der Regel 50 bis 100 Zentimeter lang, im Einzelfall auch etwas länger. Kompakte Sorten wie 'Hahnii' bleiben dagegen nur etwa 15 bis 20 Zentimeter hoch. Wie schnell sie wächst, hängt vor allem vom Licht ab: An einem hellen Standort wächst sie schneller als an einem dunklen.
Größe in der Community
Die Hälfte aller Dracaena trifasciata in der PlantFrand-Community ist zwischen 24 cm und 40 cm hoch, typisch sind 40 cm.
Die Pflanze wächst aus einem Rhizom, das unter der Erde liegt und Ausläufer bildet. Aus diesen treiben immer neue Blätter, sodass sich die Schwiegermutterzunge mit der Zeit zu einem dichten Horst ausbreitet und den Topf ausfüllt.
Blätter

Die Blätter der Schwiegermutterzunge sind dick, fleischig, steif und laufen oben spitz zu. Sie wachsen meist aufrecht aus dem Rhizom und tragen auf dunkelgrünem Grund hellgrüne bis silbrige Querbänder. Daher kommt auch der englische Name Snake Plant, denn die Zeichnung erinnert an Schlangenhaut. Das lateinische trifasciata bedeutet „dreifach gebändert“. Je nach Sorte haben die Blätter einen gelben Rand, eine silbergraue Färbung oder wachsen als niedrige Rosette.
Blüte

Vinayaraj, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
In der Wohnung blüht die Schwiegermutterzunge nur selten, meist an älteren Pflanzen, die hell stehen und schon länger im selben Topf wachsen. Aus dem Rhizom wächst dann ein aufrechter Blütenstand mit vielen schmalen, röhrenförmigen, grünlich-weißen bis cremefarbenen Blüten. In der Natur blüht sie im späten Frühling oder Sommer.
Die Blüten öffnen sich abends und verströmen dann einen süßlichen Duft, der in der Natur Nachtfalter anlockt. Oft geben sie einen klebrigen Nektar ab. Das ist ganz normal und kein Zeichen eines Schädlingsbefalls. Der Trieb, aus dem der Blütenstand gewachsen ist, bildet danach keine neuen Blätter mehr. Die Pflanze wächst aber über neue Triebe aus dem Rhizom weiter.
Früchte
Nach erfolgreicher Bestäubung bilden sich kleine, runde, orangefarbene Beeren mit Samen. In der Wohnung kommt das allerdings kaum vor, da die passenden Bestäuber fehlen.
Ist die Schwiegermutterzunge giftig?
Ja, leicht. Wie alle Bogenhanf-Arten enthält die Schwiegermutterzunge Saponine. Frisst eine Katze oder ein Hund Teile der Pflanze, kann das zu Übelkeit, Erbrechen, vermehrtem Speicheln und Durchfall führen. Ernste Vergiftungen sind selten, da schon kleine Mengen unangenehm schmecken. Auch bei Menschen können größere Mengen Magenbeschwerden auslösen.
Stell die Pflanze daher am besten außer Reichweite von Haustieren und kleinen Kindern.
Reinigt die Schwiegermutterzunge die Luft?
Die Schwiegermutterzunge gilt oft als Luftreiniger und wird gern fürs Schlafzimmer empfohlen. Der Ruf geht vor allem auf eine Studie der NASA aus dem Jahr 1989 zurück. Darin bauten Pflanzen in kleinen, abgeschlossenen Kammern Schadstoffe aus der Luft ab. In einer normal gelüfteten Wohnung ist dieser Effekt aber so klein, dass Du ihn nicht bemerkst. Ein paar Minuten Lüften bewirkt deutlich mehr als viele Pflanzen.
Richtig ist dagegen, dass die Schwiegermutterzunge wie viele Sukkulenten ihre Spaltöffnungen vor allem nachts öffnet. So verliert sie in der Tageshitze weniger Wasser. Die Luft im Schlafzimmer verbessert das zwar kaum, schaden tut sie dort aber auch nicht. Ins Schlafzimmer darf sie also gern, wenn es dort hell genug ist.
Sorten der Schwiegermutterzunge
Von der Schwiegermutterzunge gibt es zahlreiche Sorten, die alle gleich gepflegt werden:
- 'Laurentii': die bekannteste Sorte mit gelbem Rand an den grün gebänderten Blättern
- 'Hahnii': kompakte, niedrige Rosette mit breiten Blättern; mit gelben Streifen als 'Golden Hahnii'
- 'Moonshine': silbrig-hellgrüne Blätter mit kaum sichtbarer Bänderung
- 'Futura Superba': kürzere, breitere Blätter mit gelbem Rand
- 'Black Gold': sehr dunkle Blätter mit schmalem gelbem Rand
- 'Twisted Sister': gedrehte Blätter mit gelben Streifen, die eine niedrige Rosette bilden
Diese Formen und Sorten der Dracaena trifasciata kennt PlantFrand:
- Laurentii
- Moonshine
- Bantel's Sensation
- Hahnii
- Golden Hahnii
- Black Gold
- Black Jack
- Black Robusta
- Futura Superba
- Futura Robusta
- Golden Flame
- Twisted Sister
Sorten mit viel Gelb oder Silber haben weniger Blattgrün. Sie brauchen daher einen etwas helleren Platz, damit sie ihre Farbe behalten und nicht zu langsam wachsen.
Die Schwiegermutterzunge im Büro
Weil sie kaum Wasser braucht, mit trockener Heizungsluft zurechtkommt und auch Wochen ohne Pflege übersteht, ist die Schwiegermutterzunge eine der beliebtesten Büropflanzen. Mit ihrem aufrechten, schmalen Wuchs passt sie auch in enge Ecken.
Schädlinge und Krankheiten
Die Schwiegermutterzunge ist sehr robust und wird selten von Krankheiten oder Schädlingen befallen. Am häufigsten sind Fäulnis durch zu viel Wasser und Wollläuse, die sich gern am Blattansatz verstecken. Bei trockener Heizungsluft treten gelegentlich auch Spinnmilben auf.
Um Problemen vorzubeugen, sind ein heller Standort und sparsames Gießen am wichtigsten. Schau Dir die Pflanze außerdem ab und zu genauer an, vor allem an der Basis der Blätter. So erkennst Du Probleme früh und kannst rechtzeitig handeln.
Die häufigsten Schädlinge
Schauen wir uns die Daten der PlantFrand-Community an. Diese Schädlinge haben Pflanzen der Art Dracaena trifasciata bereits befallen:
Aktuell sind übrigens 100% all dieser Pflanzen schädlingsfrei.




