
Schefflera arboricola (Strahlenaralie): Pflege, Schneiden & Vermehren
Strahlenaralie
Schefflera arboricola
Familie: Araliaceae
Von Livia Gaweiler · Veröffentlicht am
Pflege
Gießen
Alle 12 Tage
Standort
unklar
Substrat
unklar
Typische Größe
61 cm
Vermehrung
33 % vermehrt
Häufigster Schädling
Erinnerungen fürs Gießen
Die PlantFrand-App sagt Dir, wann Deine Schefflera arboricola Durst hat.
Die Schefflera arboricola, auf Deutsch Strahlenaralie oder Kleine Strahlenaralie, gehört zu den robustesten Zimmerpflanzen überhaupt. Ihre glänzenden, sternförmig angeordneten Blätter machen sie zu einem dekorativen Bäumchen, das mit wenig Aufwand jahrelang wächst. Sie verzeiht gelegentliche Pflegefehler, lässt sich problemlos schneiden und aus Stecklingen ganz einfach vermehren.
Das Wichtigste in Kürze:
- Standort: hell bis halbschattig, ohne pralle Mittagssonne
- Gießen: sobald die oberen 2 bis 3 cm der Erde trocken sind, im Sommer etwa einmal pro Woche
- Erde: locker und durchlässig, z. B. Grünpflanzenerde mit etwas Perlit; Hydrokultur geht auch
- Düngen: von März bis September alle zwei bis drei Wochen mit Grünpflanzendünger
- Temperatur: 18 bis 24 °C, nicht unter 12 °C, nicht winterhart
- Schneiden: jederzeit möglich, am besten im Frühjahr, direkt über einem Blattansatz
- Vermehrung: über Kopfstecklinge in Wasser oder Erde
- Giftig: leicht giftig für Menschen und Haustiere
Schefflera arboricola Pflege
Die Strahlenaralie ist eine dankbare Pflanze für Zimmerpflanzen-Anfänger. Sie kommt mit normaler Raumluft zurecht, wächst gleichmäßig und zeigt Dir mit hängenden oder fallenden Blättern recht deutlich, wenn ihr etwas nicht passt. Auch im Büro macht sie eine gute Figur, mehr dazu im Artikel über Büropflanzen.
Welcher Standort ist ideal für die Strahlenaralie?
Stell die Schefflera arboricola an einen hellen Platz, zum Beispiel in die Nähe eines Ost- oder Westfensters. Morgen- und Abendsonne verträgt sie gut. Hinter einem Südfenster solltest Du sie im Sommer etwas vom Glas abrücken oder mit einem leichten Vorhang schützen, denn pralle Mittagssonne kann helle, trockene Flecken auf den Blättern verursachen.
Dies sind die Standorte, an denen die PlantFrand-Community ihre Schefflera arboricola platziert:
33% halbschattig
33% sonnig
17% hell
17% schattig
Halbschatten nimmt die Strahlenaralie Dir nicht übel, sie wächst dann aber langsamer und bildet längere Abstände zwischen den Blättern. An einem zu dunklen Standort wird sie licht und kahl. Panaschierte Sorten wie 'Gold Capella' brauchen mehr Licht als die rein grünen, sonst verblasst ihre gelbe Zeichnung. Wie Du die Lichtverhältnisse bei Dir zu Hause einschätzt, erfährst Du im Artikel über Licht für Pflanzen.
Die Strahlenaralie wächst zum Licht hin. Drehst Du den Topf alle paar Wochen ein Stück weiter, bleibt sie gleichmäßig und gerade.
Temperatur und Überwintern
Am wohlsten fühlt sich die Schefflera arboricola bei normaler Zimmertemperatur zwischen 18 und 24 °C. Im Winter darf sie etwas kühler stehen, die Temperatur sollte aber nicht unter 12 °C fallen. Kalte Zugluft, etwa durch ein gekipptes Fenster, quittiert sie schnell mit Blattfall. Mehr dazu, wie die Temperatur das Wachstum beeinflusst, liest Du im Artikel über die richtige Temperatur für Zimmerpflanzen.
Winterhart ist die Strahlenaralie nicht. Von Ende Mai bis September kann sie aber an einem halbschattigen, windgeschützten Platz auf dem Balkon oder der Terrasse stehen. Gewöhne sie in den ersten Tagen langsam an das stärkere Licht im Freien und hol sie ins Haus, bevor die Nächte unter 12 °C fallen.
Gießen
Gieß die Strahlenaralie, sobald die oberen 2 bis 3 cm der Erde trocken sind. Im Sommer ist das meist etwa einmal pro Woche der Fall, im Winter deutlich seltener. Prüf die Feuchtigkeit am besten mit dem Finger oder einem Gießanzeiger, wie er auch auf dem Titelfoto im Topf steckt.
Staunässe verträgt sie nicht. Steht das Wasser dauerhaft im Topf, faulen die Wurzeln, und die Pflanze verliert ihre Blätter. Gieß deshalb überschüssiges Wasser aus dem Untersetzer oder Übertopf nach etwa 15 Minuten weg. Kurze Trockenphasen steckt die Schefflera arboricola dagegen gut weg.
An die Luftfeuchtigkeit stellt sie keine großen Ansprüche. In trockener Heizungsluft freut sie sich aber, wenn Du ihre Blätter ab und zu mit kalkarmem Wasser besprühst oder abwischst. Das hält auch Schädlinge fern (siehe Schädlinge und Krankheiten).
Welche Erde braucht die Strahlenaralie?
Die Schefflera arboricola wächst in jeder guten Grünpflanzen- oder Blumenerde. Mischst Du etwa ein Viertel Perlit, Blähton oder Pinienrinde unter, bleibt die Erde locker und das Wasser kann besser ablaufen.
Dies sind die in der PlantFrand-Community am meisten verwendeten Substrate für die Schefflera arboricola:
Substrate für Pflanzen findest Du in jedem Baumarkt, Gartencenter und vielen Geschäften, die Pflanzen verkaufen. Alternativ kannst Du passende Substrate für Deine Schefflera arboricola auch online kaufen.
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Die Strahlenaralie eignet sich außerdem sehr gut für Hydrokultur oder mineralische Substrate wie Lechuza Pon. Darin ist die Gefahr von Staunässe deutlich geringer.
Düngen
Dünge die Strahlenaralie von März bis September alle zwei bis drei Wochen mit einem flüssigen Grünpflanzendünger. Im Winter wächst sie langsamer und braucht keinen oder höchstens alle zwei Monate etwas Dünger in halber Dosierung.
Passende Düngemittel für die Schefflera arboricola
Es gibt jede Menge Grünpflanzendünger auf dem Markt. Du findest sie in verschiedenen Geschäften, die Pflanzen verkaufen – sowohl online als auch offline.
COMPO ist eine sehr empfehlenswerte Marke, die nicht nur Deine Schefflera arboricola mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt, sondern auch viele andere Grünpflanzen in Deiner Sammlung. Die ein Liter große Flasche reicht für viele Düngeeinheiten.
Falls Du weniger Düngemittel benötigst, kannst Du beispielsweise auf die 250 Milliliter große Flasche von Neudorff zugreifen. Im Verhältnis ist die kleinere Flasche zwar teurer, aber die Marke Neudorff ist von sehr guter Qualität.
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Umtopfen
Junge Pflanzen topfst Du am besten jedes Frühjahr in einen etwas größeren Topf um, ältere etwa alle zwei bis drei Jahre. Spätestens wenn die Wurzeln unten aus dem Abzugsloch wachsen oder die Erde nach dem Gießen sehr schnell austrocknet, ist es Zeit dafür. Der neue Topf sollte nur ein paar Zentimeter größer sein als der alte und ein Abzugsloch haben.
Größere Exemplare werden schnell kopflastig. Ein schwerer Topf aus Ton oder Keramik verhindert, dass sie umkippen.
Strahlenaralie schneiden
Die Schefflera arboricola ist sehr schnittverträglich. Du kannst sie jederzeit schneiden, am besten aber im Frühjahr, wenn sie kräftig wächst und Schnittstellen schnell neu austreiben. Ein Rückschnitt ist sinnvoll, wenn die Pflanze zu groß wird, lange, kahle Triebe bildet oder buschiger werden soll.
So schneidest Du die Strahlenaralie richtig:
- Nimm eine scharfe, saubere Schere oder ein Messer, damit der Stamm nicht gequetscht wird.
- Schneide jeden Trieb wenige Millimeter über einem Blattansatz ab. Dort sitzen die schlafenden Knospen, aus denen neue Triebe wachsen.
- Zieh zum Schneiden am besten Handschuhe an, denn der Pflanzensaft kann die Haut reizen (siehe Ist die Strahlenaralie giftig?).
Nach ein paar Wochen treiben direkt unterhalb der Schnittstelle meist zwei bis drei neue Seitentriebe aus. So verzweigt sich die Pflanze und wird mit jedem Schnitt dichter. Selbst ein kräftiger Rückschnitt bis ins ältere Holz ist möglich, die Schefflera arboricola treibt danach in der Regel zuverlässig wieder aus.

Die Schnittstelle selbst trocknet ein und wird braun und etwas unansehnlich, wie Du auf dem Foto siehst. Das ist normal und schadet der Pflanze nicht. Sobald die neuen Triebe ausgewachsen sind, verschwindet der Stumpf unter dem Laub und ist von außen kaum noch zu sehen.
Die abgeschnittenen Triebspitzen musst Du nicht wegwerfen: Sie eignen sich perfekt als Stecklinge.
Strahlenaralie vermehren
Die Schefflera arboricola lässt sich am einfachsten über Kopfstecklinge vermehren. Die beste Zeit dafür ist das Frühjahr oder der Frühsommer.
- Schneide eine 10 bis 15 cm lange Triebspitze mit mindestens zwei bis drei Blättern direkt unter einem Blattansatz ab.
- Entferne die unteren Blätter, damit sie nicht im Wasser oder in der Erde stecken.
- Stell den Steckling in ein Glas Wasser oder steck ihn in feuchte Anzuchterde.
- Stell ihn hell, aber ohne direkte Sonne, und warm bei 22 bis 25 °C auf. Eine durchsichtige Tüte oder eine aufgeschnittene Plastikflasche über dem Topf hält die Luftfeuchtigkeit hoch und beschleunigt die Bewurzelung.
Nach etwa drei bis sechs Wochen bilden sich die ersten Wurzeln. Bei der Vermehrung im Wasser wechselst Du es am besten alle paar Tage. Sind die Wurzeln einige Zentimeter lang, pflanzt Du den Steckling in normale Erde. Setzt Du mehrere Stecklinge zusammen in einen Topf, wird die junge Pflanze schneller buschig.
Vermehrung
33 %
In der PlantFrand-Community haben Nutzer 33 % aller Pflanzen der Art Schefflera arboricola durch Vermehrung erhalten.
Ist eine ältere Strahlenaralie unten kahl geworden, kannst Du sie auch abmoosen: Ritz den Stamm unterhalb der Blätter leicht ein, wickel feuchtes Moos darum und verpack alles in Folie. Haben sich nach einigen Wochen Wurzeln im Moos gebildet, schneidest Du den oberen Teil ab und topfst ihn ein.
Eigenschaften der Schefflera arboricola
Herkunft und Name
Die Strahlenaralie stammt aus Taiwan und von der chinesischen Insel Hainan. Dort wächst sie in feuchten Wäldern als Strauch oder kleiner Baum, oft auch als Aufsitzerpflanze auf anderen Bäumen. Daher kommt ihr Artname: arboricola bedeutet „auf Bäumen wohnend“. Benannt ist die Gattung nach dem Danziger Arzt und Botaniker Jacob Christoph Scheffler.
Die Schefflera arboricola gehört zur Familie der Araliengewächse (Araliaceae), wie auch die Fiederaralie (Polyscias guilfoylei) und die Zimmeraralie (Fatsia japonica). Botaniker haben die sehr große Gattung Schefflera vor einigen Jahren aufgeteilt, seitdem heißt die Art offiziell Heptapleurum arboricola. Im Handel und im Alltag ist aber weiterhin der Name Schefflera arboricola üblich.
Wie groß wird die Schefflera arboricola?
In ihrer Heimat wird die Strahlenaralie bis zu 4 m hoch. Als Zimmerpflanze erreicht sie nach einigen Jahren meist 1 bis 2 m, lässt sich aber durch regelmäßiges Schneiden gut auf der gewünschten Höhe halten.
Größe in der Community
Die Hälfte aller Schefflera arboricola in der PlantFrand-Community ist zwischen 52 cm und 77 cm hoch, typisch sind 61 cm.
Blätter

Die Blätter der Schefflera arboricola sind handförmig gefingert: An einem langen Stiel sitzen meist sieben bis neun ovale, glänzend grüne Blättchen, die strahlenförmig von einem Punkt ausgehen. Diese Form hat der Strahlenaralie ihren deutschen Namen gegeben. Jedes Blättchen wird etwa 5 bis 10 cm lang.
Neben der rein grünen Form gibt es viele Sorten mit gelb oder cremeweiß panaschierten Blättern, zum Beispiel 'Gold Capella' oder 'Janine'. Sie wachsen etwas langsamer und brauchen mehr Licht.
Blüten
Als Zimmerpflanze blüht die Strahlenaralie nur selten. In ihrer Heimat und an sehr hellen Standorten im Wintergarten bildet sie lange Rispen mit kleinen, gelblichen bis rötlichen Blüten, aus denen später orange bis dunkle Beeren werden.
Ist die Strahlenaralie giftig?
Ja, die Schefflera arboricola ist leicht giftig. Ihre Blätter und Stängel enthalten unter anderem Calciumoxalat-Kristalle und Saponine. Beim Menschen kann der Pflanzensaft die Haut reizen, und das Kauen von Blättern verursacht ein Brennen im Mund und Übelkeit. Ernsthafte Vergiftungen sind selten, da die Pflanze schon nach dem ersten Bissen unangenehm schmeckt.
Für Katzen, Hunde, Kaninchen und andere Haustiere ist die Strahlenaralie ebenfalls giftig. Fressen sie davon, können Speicheln, Erbrechen, Durchfall und Schluckbeschwerden die Folge sein. Stell die Pflanze deshalb außer Reichweite von Kindern und Tieren. Hat Dein Haustier größere Mengen gefressen, frag Deinen Tierarzt um Rat.
Schädlinge und Krankheiten
Gesunde Strahlenaralien werden selten krank. Vor allem im Winter, wenn die Heizungsluft trocken ist, können aber Schädlinge auftreten. Häufig sind Thripse, Schildläuse, Spinnmilben und Wollläuse. Schau Dir beim Gießen regelmäßig die Blattunterseiten und die Blattachseln an, dann entdeckst Du einen Befall früh.
Die häufigsten Schädlinge
Schauen wir uns die Daten der PlantFrand-Community an. Diese Schädlinge haben Pflanzen der Art Schefflera arboricola bereits befallen:
Andere
Aktuell sind übrigens 100% all dieser Pflanzen schädlingsfrei.
Strahlenaralie verliert Blätter
Wirft die Schefflera arboricola plötzlich viele Blätter ab, steckt meist eine dieser Ursachen dahinter:
- Staunässe: Ist die Erde dauerhaft nass und riecht muffig, faulen die Wurzeln. Lass die Erde gut abtrocknen und topf die Pflanze bei Bedarf in frische Erde um. Entferne dabei braune, matschige Wurzeln.
- Kälte und Zugluft: Temperaturen unter 12 °C oder kalte Luft von einem offenen Fenster führen schnell zu Blattfall.
- Standortwechsel: Nach dem Kauf oder einem Umzug verliert die Strahlenaralie oft ein paar Blätter, bis sie sich an das neue Licht gewöhnt hat. Lass sie dann an ihrem Platz stehen.
- Zu dunkel: Bei wenig Licht wirft sie vor allem die unteren, älteren Blätter ab.
Gelbe Blätter
Werden einzelne alte Blätter gelb und fallen ab, ist das normal. Vergilben dagegen viele Blätter auf einmal, ist meist zu viel Wasser die Ursache. Seltener fehlen Nährstoffe, dann hilft regelmäßiges Düngen in der Wachstumszeit.
Braune Flecken auf den Blättern
Helle, trockene Flecken entstehen durch Sonnenbrand, wenn die Pflanze in praller Sonne steht. Dunkle, weiche Flecken deuten dagegen auf zu nasse Erde hin. Braune, trockene Blattspitzen entstehen oft durch sehr trockene Heizungsluft.
Lange, kahle Triebe
Werden die Triebe lang und dünn und die Abstände zwischen den Blättern immer größer, steht die Strahlenaralie zu dunkel. Stell sie heller und schneide die langen Triebe zurück (siehe Strahlenaralie schneiden). So wird sie wieder kompakt und buschig.




