Haworthiopsis fasciata

Zebra-Haworthie (Haworthiopsis fasciata): Pflege & Standort

Zebra-Haworthie

Haworthiopsis fasciata

Familie: Asphodelaceae

Von Livia Gaweiler · Veröffentlicht am

Pflege

Gießen

Alle 14 Tage

Standort

hell

Substrat

Erde für Grünpflanzen

Typische Größe

10 cm

Vermehrung

0 % vermehrt

Häufigster Schädling

Keine bekannt

Erfahrungswerte aus der PlantFrand-Community

Erinnerungen fürs Gießen

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Die Zebra-Haworthie (Haworthiopsis fasciata), oft noch unter ihrem alten Namen Haworthia fasciata verkauft, ist eine kleine Sukkulente aus Südafrika. Ihre festen, dunkelgrünen Blätter tragen auf der Außenseite weiße Querbänder, die an ein Zebramuster erinnern. Sie bleibt kompakt, braucht keine pralle Sonne und verzeiht es, wenn Du das Gießen einmal vergisst. Damit ist sie ideal für Anfänger und für Fensterbänke, auf denen andere Sukkulenten zu wenig Licht bekommen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Standort: hell, ohne pralle Mittagssonne
  • Gießen: sparsam, erst wenn die Erde durchgetrocknet ist, im Winter kaum
  • Erde: durchlässige Kakteen- oder Sukkulentenerde
  • Düngen: von April bis September etwa alle vier bis sechs Wochen mit Kakteendünger
  • Temperatur: Zimmertemperatur, im Winter gerne kühler bei 10 bis 15 °C
  • Vermehrung: über Kindel, die sich am Fuß der Pflanze bilden
  • Giftig: nein, sie gilt als ungiftig für Menschen, Katzen und Hunde

Pflege der Zebra-Haworthie

Standort und Licht

In ihrer Heimat wächst die Zebra-Haworthie zwischen Gräsern und Sträuchern, die ihr etwas Schatten spenden. Als Zimmerpflanze mag sie es deshalb hell, aber ohne pralle Mittagssonne. Ein Ost- oder Westfenster ist ideal. An einem Südfenster stellst Du sie besser ein Stück vom Glas entfernt auf.

Dies sind die Standorte, an denen die PlantFrand-Community ihre Haworthiopsis fasciata platziert:

100% hell

Bekommt sie zu viel Sonne, färben sich die Blätter rötlich oder braun. Das ist eine Schutzreaktion und kein Grund zur Sorge, solange die Blätter fest bleiben. Bei zu wenig Licht werden die Blätter dagegen hellgrün, die Rosette wächst locker und in die Länge und die weißen Streifen verblassen.

Im Sommer darf die Zebra-Haworthie auch auf den Balkon, an einen hellen, regengeschützten Platz ohne Mittagssonne. Im Winter steht sie am liebsten etwas kühler bei 10 bis 15 °C. Das ist aber kein Muss, sie kommt auch das ganze Jahr bei Zimmertemperatur gut zurecht. Unter 5 °C sollte es nicht werden.

Gießen

Die Zebra-Haworthie speichert Wasser in ihren dicken Blättern und verträgt Trockenheit viel besser als Nässe. Gieße sie erst, wenn die Erde vollständig durchgetrocknet ist. Im Sommer ist das je nach Standort und Topfgröße etwa alle ein bis zwei Wochen der Fall, im Winter nur etwa alle vier Wochen. Gieße am besten direkt auf die Erde und nicht in die Rosette, und entferne Wasser, das sich im Untersetzer sammelt.

Werden die Blätter weich und schrumpelig, braucht sie mehr Wasser. Werden sie dagegen glasig und matschig, war es zu viel.

Substrat

Die Zebra-Haworthie braucht eine lockere, gut durchlässige Erde. Am besten eignet sich Kakteen- oder Sukkulentenerde, die Du mit etwas Bims, Lavagranulat oder grobem Sand mischen kannst. Auch rein mineralische Substrate wie Pon oder Seramis sind geeignet.

Dies sind die in der PlantFrand-Community am meisten verwendeten Substrate für die Haworthiopsis fasciata:

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Substrate für Pflanzen findest Du in jedem Baumarkt, Gartencenter und vielen Geschäften, die Pflanzen verkaufen. Alternativ kannst Du passende Substrate für Deine Haworthiopsis fasciata auch online kaufen.

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Düngen

Die Zebra-Haworthie braucht nur wenige Nährstoffe. Von April bis September reicht es, ihr etwa alle vier bis sechs Wochen einen Dünger für Kakteen und Sukkulenten in halber Dosierung zu geben. Im Herbst und Winter düngst Du nicht.

Passende Düngemittel für die Haworthiopsis fasciata

Auch Sukkulenten benötigen ab und an Nährstoffe, auch wenn sie in der Regel weniger gegossen werden als andere Pflanzen.

Düngemittel speziell für Sukkulenten und Kakteen beinhaltet primär Kalium, Stickstoffe und Phosphor, was den Nährstoffbedarf dieser Pflanzen deckt.

COMPO ist eine sehr empfehlenswerte Marke, die nicht nur Deine Haworthiopsis fasciata mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt, sondern auch viele andere Sukkulenten in Deiner Sammlung.

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Umtopfen

Topfe die Zebra-Haworthie etwa alle zwei bis drei Jahre im Frühjahr um, oder wenn die Kindel den Topf ganz ausfüllen. Sie wurzelt flach und breitet sich mit der Zeit zu einer Gruppe aus, deshalb ist eine breite, flache Schale besser geeignet als ein hoher Topf. Ein Abzugsloch ist Pflicht. Gieße nach dem Umtopfen erst nach etwa einer Woche, damit verletzte Wurzeln abheilen können.

Vermehrung

Am einfachsten vermehrst Du die Zebra-Haworthie über ihre Kindel. Das sind kleine Tochterrosetten, die sich am Fuß der Mutterpflanze bilden. So gehst Du vor:

  1. Kindel auswählen: Warte, bis ein Kindel einige Zentimeter groß ist und eigene Wurzeln gebildet hat.
  2. Abtrennen: Löse es im Frühjahr oder Sommer vorsichtig von der Mutterpflanze, am besten beim Umtopfen. Wenn nötig, hilft ein scharfes, sauberes Messer.
  3. Antrocknen lassen: Lass die Schnittstelle ein bis zwei Tage an einem schattigen Ort trocknen.
  4. Einpflanzen: Setze das Kindel in einen kleinen Topf mit Kakteenerde und drücke die Erde leicht an.
  5. Anwachsen lassen: Stelle den Topf hell, aber ohne direkte Sonne auf, und gieße in den ersten Wochen nur sehr sparsam.

Auch über Blätter lässt sich die Zebra-Haworthie vermehren. Das klappt aber nur, wenn Du das Blatt vollständig mit seinem Ansatz vom Stamm löst, und es dauert deutlich länger als mit Kindeln.

Schneiden

Ein Rückschnitt ist nicht nötig. Vertrocknete Blätter am Rand der Rosette kannst Du einfach abzupfen. Den Blütenstiel schneidest Du nach der Blüte ganz unten ab.

Ist die Zebra-Haworthie giftig?

Nein, die Zebra-Haworthie gilt als ungiftig für Menschen, Katzen und Hunde. Sie ist damit eine gute Wahl, wenn Du Haustiere hast. Trotzdem sollte niemand größere Mengen davon essen, denn das kann wie bei vielen Pflanzen den Magen reizen.

Eigenschaften der Zebra-Haworthie

Herkunft

Die Zebra-Haworthie stammt aus dem Ostkap in Südafrika. Dort wächst sie in Grasland und Buschland, oft im Schutz anderer Pflanzen. Botanisch wurde sie 2013 von der Gattung Haworthia in die Gattung Haworthiopsis verschoben, im Handel ist aber meist noch der alte Name zu finden.

Blätter

Die Blätter sind dick, fest und dunkelgrün und laufen spitz zu. Sie stehen dicht in einer aufrechten Rosette und werden bis etwa 8 Zentimeter lang. Auf der Außenseite tragen sie Reihen aus kleinen weißen Höckern, die quer verlaufende Streifen bilden. Die Innenseite der Blätter ist glatt.

Blüten

Ab dem Sommer bildet die Zebra-Haworthie einen dünnen, bis zu 40 Zentimeter langen Blütenstiel. Daran sitzen kleine, röhrenförmige, weißliche Blüten mit grünlichen oder rosafarbenen Streifen. Im Vergleich zur Pflanze sind sie eher unscheinbar, viele schneiden den Stiel deshalb früh ab.

Größe und Wuchs

Die Zebra-Haworthie wächst stammlos und bleibt mit etwa 10 bis 15 Zentimetern Höhe klein. Über ihre Kindel bildet sie mit den Jahren dichte Gruppen aus vielen Rosetten.

Zebra-Haworthie oder Haworthiopsis attenuata?

Unter dem Namen Zebra-Haworthie wird oft auch die sehr ähnliche Haworthiopsis attenuata verkauft. Den Unterschied erkennst Du an der Innenseite der Blätter: Bei der Haworthiopsis fasciata ist sie glatt, bei der Haworthiopsis attenuata sitzen auch dort weiße Höcker. Verwechselt wird sie außerdem mit der Aloe humilis, die aber blaugrüne Blätter mit weichen Stacheln hat.

Die Pflege ist bei beiden Haworthiopsis-Arten gleich.

Krankheiten und Schädlinge

Die Zebra-Haworthie ist sehr robust. Wenn sie Probleme hat, liegt es fast immer an zu viel Wasser: Weiche, glasige oder matschige Blätter am Fuß der Pflanze sind ein Zeichen für Fäulnis. Lass die Erde dann vollständig austrocknen und topfe die Pflanze bei Bedarf in frische, trockene Erde um.

Schädlinge sind selten. Gelegentlich treten Woll- und Schmierläuse auf, meist versteckt zwischen den Blättern oder an den Wurzeln. Ein früher Befall lässt sich gut behandeln.

Die häufigsten Schädlinge

Sieht so aus, als gäbe es noch keine Daten über Schädlinge, die sich gern über die Haworthiopsis fasciata hermachen. Aktuell sind nämlich 100% dieser Pflanzen in der PlantFrand-Community schädlingsfrei.


Hauptfoto: S Molteno, CC0, via Wikimedia Commons