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Affodillgewächse: Pflege & Eigenschaften

Asphodelaceae

Affodillgewächse sind nicht nur faszinierend schön, sondern haben auch eine wichtige Rolle in der Heilkunde und werden als Zierpflanzen in Parks, Gärten und Räumen genutzt.

Beliebte Pflanzen

Alle Pflanzen in der Familie der Affodillgewächse

Eigenschaften der Affodillgewächse

Affodillgewächse (Asphodelaceae) sind eine Familie von mehrjährigen Pflanzen, die hauptsächlich in Afrika und im Mittelmeerraum heimisch sind. Die Familie umfasst etwa 40 Gattungen und mehr als 800 Arten, darunter einige bekannte Pflanzen wie den Gemeinen Affodill (Asphodelus aestivus) und den Riesenaffodil (Doryanthes palmeri).

Einige Arten von Affodillgewächsen haben auch eine wirtschaftliche Bedeutung, insbesondere als Zierpflanzen oder als Quelle für medizinische Wirkstoffe. Die Wurzeln einiger Arten, wie des Gemeinen Affodills, wurden traditionell zur Behandlung von Verdauungsproblemen und Hautkrankheiten verwendet.

Obwohl Affodillgewächse eine faszinierende und vielfältige Pflanzenfamilie sind, ist es wichtig zu beachten, dass einige Arten giftig sein können. Zum Beispiel können die Zwiebeln des Gemeinen Affodills bei Verzehr Übelkeit und Erbrechen verursachen. Es ist daher wichtig, beim Umgang mit diesen Pflanzen vorsichtig zu sein und sie außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren zu halten.

Insgesamt sind Affodillgewächse eine interessante und wichtige Pflanzenfamilie, die sowohl in der Natur als auch in der Kultur eine wichtige Rolle spielen.

Größe und Wuchs

Affodillgewächse zeichnen sich durch unterschiedliche Wuchseigenschaften aus, die meisten werden jedoch als ausdauernde, krautige Pflanzen beschrieben, die aus einer Zwiebel oder einem Rhizom wachsen. Die Pflanzen haben oft eine rosettenartige Wuchsform, bei der die Blätter direkt am Boden wachsen.

Einige Arten von Affodillgewächsen sind Sukkulenten, was bedeutet, dass sie Pflanzenteile haben, die dazu in der Lage sind, Wasser zu speichern. Die meisten Sukkulenten sind an spezielle Klima- und Bodenverhältnisse angepasst und können auch in trockenen Regionen überleben. Zu den Sukkulenten gehört auch die Aloe vera, die unter anderem für ihre medizinischen Eigenschaften bekannt ist.

Affodillgewächse werden oft als Zierpflanzen verwendet, daher sind viele Arten beliebte Zimmerpflanzen. Sie haben markante Blätter und prächtige Blüten in verschiedenen Farben.

Obwohl es unter den Affodillgewächsen nur wenige baumartige Pflanzen gibt, haben einige von ihnen schopfartige Rosetten am Ende des Stamms. Diese Arten haben eine einzigartige Wuchsform und werden gerne in der Landschaftsgestaltung verwendet werden, um visuell herauszustechen.

Insgesamt sind Affodillgewächse vielfältige Pflanzen mit verschiedenen Wuchsformen und Nutzungen. Ob als Zierpflanzen oder Heilpflanzen, diese Pflanzen sind aufgrund ihrer einzigartigen Merkmale und vielseitigen Verwendungen von großem Interesse.

Blätter

Die Blätter der Affodillgewächse sind vornehmlich schmal und grasähnlich und können von grau-grün bis bläulich-grün gefärbt sein. Sie wachsen wechselständig und hauptsächlich in Blattrosetten, die oft in direkter Bodennähe (grundständig) wachsen. Baumartige Vertreter weisen hingegen endständige, schopfartige Rosetten auf, wie es beim Köcherbaum (Aloe dichotoma) der Fall ist. Die Blätter können klein oder sehr groß sein und sind entweder krautig oder ledrig.

Besonders häufig sind die Blätter dickfleischig und dementsprechend beeindruckende Feuchtigkeitsspeicher. Etliche Affodillgewächse erinnern an Grasbüschel mit vielen aus der Mitte heraus sprießenden Blättern.

Blüten

Affodillgewächse sind zwittrig und ihre Blüten meist weiß oder gelb. Die sechs Blütenblätter sind zu einer röhrenförmigen Blüte zusammengewachsen und stehen in der Achsel von Hochblättern in endständigen Trauben oder Ähren zusammen. Die Blüten sind dreizählig und haben sechs Blütenhüllblätter, die frei oder verwachsen sein können und gleich oder verschieden geformt sind. Es sind zwei Kreise mit freien, fertilen Staubblättern vorhanden und die drei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen.

Der Anblick blühender Affodillgewächse ist beeindruckend und sorgt innerhalb der Familie für jede Menge Abwechslung: Die Blüten der Aloe vera sind rötlich, orangefarben oder gelb, die der Junkerlilie (Asphodeline lutea) gelb, die der Himalaja-Steppenkerze (Eremurus himalaicus) weiß und die des Ästige Affodills (Asphodelus aestivus) zart-violett.

Allgemein kann man sagen, dass die Blüten der Affodillgewächse klein bis groß sein können und radiärsymmetrisch oder zygomorph wachsen. Jede Blüte ist von Hochblättern (Bracteen) umgeben, die ihr zusätzliche Struktur verleihen.

Früchte

Affodillgewächse bilden nach der Blüte Kapselfrüchte aus, die aus mehreren miteinander verwachsenen Fruchtblättern bestehen. Diese Früchte sind kugel- bis eiförmig und enthalten zahlreiche Samen. Wenn die Früchte reif sind, öffnen sie sich und geben die Samen frei, wodurch sie als Streufrüchte bezeichnet werden. Die Form der Kapselfrüchte variiert je nach Art.

Herkunft

Die Pflanzen der Familie Affodillgewächse stammen von verschiedenen Kontinenten und sind auf der ganzen Welt zu finden. Besonders verbreitet sind sie jedoch in Afrika, insbesondere in der Kapregion, sowie im Mittelmeerraum und Zentralasien. Einige Arten der Affodillgewächse haben auch in Neuseeland ihre Heimat gefunden, wie die Gattung Bulbinella.

Die verschiedenen Arten haben sich im Laufe der Zeit an ihre jeweiligen Lebensräume angepasst und bilden heute eine wichtige Rolle in der Biodiversität der verschiedenen Regionen, in denen sie vorkommen.

Affodillgewächse als Heilpflanzen

Einige Arten der Affodillgewächse, darunter die Aloe vera, werden aufgrund ihrer Heilwirkung genutzt. Die Pflanzen verfügen oft über Idioblasten, die mit Schleim und Oxalatraphiden gefüllt sind. Anthranoide, die sich meist in sogenannten Aloinzellen befinden, kommen in parenchymatischen Zellen vor, die die Phloemseite der Blattleitbündel umgeben. Nektarien, auch als Septalnektarien bezeichnet, befinden sich an den Berührungsflächen der benachbarten Karpellränder.

Affodillgewächse in der Botanik

Affodillgewächse gehören zur Familie der Grasbaumgewächse (Xanthorrhoeaceae) und werden in der Botanik der Ordnung der Spargelartigen (Asparagales) zugeordnet. Früher ordnete man sie zur Familie der Liliengewächse zu, aber das ist heute nicht mehr der Fall.

In den letzten zehn Jahren haben molekulargenetische Untersuchungen zu Veränderungen bei den Familiengrenzen innerhalb der Ordnung der Spargelartigen geführt. Deshalb gibt es manchmal scheinbare Ungereimtheiten in der Literatur, da die Texte hier nicht immer auf dem neuesten Stand gehalten werden können.