Monstera, köstliches Fensterblatt

Monstera deliciosa

Familie: Araceae

Monstera, köstliches Fensterblatt
water_drop

Gießen

Jeden 7. Tag

wb_sunny

Standort

absonnig

vertical_align_bottom

Substrat

Pon

potted_plant

Ø Größe

220 cm

Das köstliche Fensterblatt bzw. die Monstera deliciosa ist ein universaler Favorit unter den Zimmerpflanzen. Sie ist in der Pflege sehr einfach und verzeiht auch den ein oder anderen Pflegefehler.

Pflege der Monstera deliciosa

Standort und Licht

Die Monstera deliciosa mag es hell, sollte jedoch nicht stundenlang der prallen Mittagssonne ausgesetzt sein. Ideal sind Morgen- und Abendsonne, da hier die Einstrahlung nicht zu intensiv ist.

Auch wenn sie an einem Standort mit wenig Licht überleben kann, ist dieser Standort nicht zu empfehlen. Die Pflanze wird sehr langsam wachsen und die Blätter bleiben verhältnismäßig klein. Nur mit ausreichend Licht wird sie neben guter Pflege zu ihrer schönsten Version heranwachsen.

Gießen

Die Monstera deliciosa kann alle 10 bis 12 Tage gegossen werden, wobei man nicht mehr als ein Drittel des Topfvolumens gießen sollte. Darüber hinaus empfiehlt es sich vor dem Gießen sicherzugehen, dass die obere Schicht des Substrates trocken ist. Ist es noch feucht, sollte nicht erneut gegossen werden, denn die Pflanze kommt mit Trockenheit besser zurecht als mit Staunässe.

Vom Sprühen wird abgeraten, da die Wassertropfen auf den Blättern nichts für die Pflanze tun, jedoch eine Einladung für eine spontane Bakterienentwicklung ist, an der die Pflanze unter Umständen eingehen kann.

Düngen

Am besten düngt man die Monstera deliciosa alle zwei Wochen zwischen April und September mit regulärem Grünpflanzendünger.

Umtopfen

Der beste Zeitpunkt für das Umtopfen ist immer im Frühjahr. Jüngere Pflanzen sollten jährlich in einen zirka 5 cm größeren Topf umgetopft werden. Ältere Pflanzen hingegen können alle zwei bis drei Jahre in einen größeren Topf gesetzt werden, wobei dies immer notwendig ist. Es ist empfehlenswert bei älteren Fensterblättern anstelle des Umtopfens das Substrat zu erneuern.

Allgemein ist das Umtopfen immer dann notwendig, wenn die Wurzeln beginnen, den gesamten Topf auszufüllen.

Luftwurzeln bändigen

In der freien Natur nutzt die Pflanze ihre Luftwurzeln, um sich in Felsspalten oder an anderen Pflanzen zu verankern und an Nährstoffe zu gelangen. In den heimischen Wänden können viele und lange Luftwurzeln jedoch schnell überhandnehmen und wild aussehen.

Die Luftwurzeln muss man jedoch nicht abschneiden, denn die Pflanze braucht sie, um weiter wachsen zu können. Kreative Köpfe haben verschiedene Wege gefunden, die Luftwurzeln zu arrangieren, indem man sie beispielsweise außen um den Topf herum wickelt, die Luftwurzeln in den Topf steckt oder sogar separate Töpfe aufstellt, in die man dann die Luftwurzeln hinein steckt.

Sobald die Luftwurzel ein nährstoffreiches Substrat findet und dort hineinwachsen kann, bildet sie sich zu einer regulären Wurzel weiter aus.

Monstera deliciosa Ableger: Fensterblatt vermehren

Die Vermehrung der Monstera deliciosa ist am einfachsten über Kopf- oder Stammstecklinge. Beim Abschneiden dieser ist darauf zu achten, dass sich auf dem Stammesabschnitt bereits ausgebildete Luftwurzeln befinden oder sogenannte schlafende Augen. Diese sehen aus wie kleine braune Knubbel und aus ihnen können neue Wurzeln austreiben. Den Steckling setzt man anschließend in Wasser, das alle zwei Tage ausgewechselt werden sollte. Zwar können sich auch Wurzeln in alten Wasser bilden, um aber Bakterien- oder Algenentwicklung entgegenzuwirken, empfiehlt sich das regelmäßige Wechseln des Wassers.

Bricht ein einzelnes Blatt ab, so kann sich aus diesem leider keine neue Pflanze entwickeln. Wer ein wenig Zeit braucht, um den Schmerz zu verkraften, der kann das Blatt für einige Zeit als Dekoration in eine Vase stellen.

Substrat

Monstera deliciosa pflanzt man am besten in ein lockeres Substrat. Dies kann beispielsweise eine

Mischung aus Blumenerde, Rindenmulch und Perlit sein. Auch Orchideensubstrat kann untergemischt werden.

Besonders empfehlenswert sind Pon oder Seramis, da die Wurzeln hier problemlos in das Substrat hineinwachsen können und nicht Gefahr laufen, dass es zu eng werden könnte.

Schneiden

Man muss die Monstera deliciosa im Rahmen ihrer Pflege nicht zwingend schneiden und sollte sich auch stets darüber im Klaren sein, dass die Schnittkante sehr sichtbar ist. In manchen Fällen kann einem die Monstera jedoch zu groß werden und dann macht ein Rückschnitt doch Sinn.

Am Besten setzt man den Schnitt direkt über dem angrenzenden Blatt, damit so die Schnittkante bestmöglich kaschiert wird. Den abgetrennten Teil der Pflanze kann man zum Bewurzeln in Wasser setzen oder über den hausmüll entworgen.

Staub von den Blättern entfernen

Es gibt verschiedene Produkte auf dem Markt zur Reinigung von Blättern, am einfachsten ist es aber den Staub mit einem feuchten Mikrofasertuch vorsichtig von den Blättern zu wischen. Wie oft man dies macht, entscheidet man am besten selbst. Selten ist es in Haushalten so staubig, dass die Pflanze von mangelnder Reinigung eingehen wird.

Eigenschaften der Monstera deliciosa

Junge Monstera deliciosa Pflanze

Herkunft

Monstera stammt aus den tropischen Regenwäldern von Mittel- und Südamerika und mag es daher in der Regel auch lieber, wenn die Luftfeuchtigkeit höher ist.

Größe und Wuchs

Während sie als junge Pflanze ohne Hilfsmittel zurechtkommt, wird bei älteren Pflanzen oft eine Rankhilfe hinzugezogen. Diese klettert die Monstera deliciosa manchmal selbst hinauf, manchmal bedarf es weitere Hilfsmittel wie Schnüren, mit denen der Stiel oder einzelne Blätter je nach Belieben in Form gebunden werden.

Die Monstera deliciosa kann bis zu 3 Meter hoch werden und wird mit dem Alter zunehmen schwieriger zu bändigen, daher sollte man sich früh genug überlegen, ob und wie man sie in Form bringen möchte.

Schlitze in den Blättern

Die charakteristischen Schlitze in den Blättern tauchen erst mit dem Alter der Pflanze auf. Blätter einer jungen Monstera deliciosa tragen noch keine Schlitze und sind herzförmig, was manchmal zur Verwirrung führt und die Vermutung aufkommen lässt, es würde sich bei der Pflanze um eine Art Philodendron handeln. Einer der umgangssprachlichen Namen für die Monstera deliciosa ist fäälschlicher Weise auch Philodendron, dabei gehört sie keinesfalls zur Gattung der Philodendron, sonder zu der der Monstera.

Je älter die Pflanze wird, umso mehr Schlitze bilden sich in den neuen Blättern, die die Pflanze nach und nach entwickelt. Bei sehr alten Pflanzen sind die Blätter nicht nur enorm groß (50 cm und mehr), zusätzlich zu den langen Schlitzen tauchen auch noch Löcher im inneren Bereich der Blätter auf.

Die Schlitze entwickelt die Monstera deliciosa im zunehmenden Alter, um sich in ihrer Heimat vor den Wetterbedingungen zu schützen. Die großen Blätter wären nämlich ohne Schlitze enorm anfällig für Risse bei sehr starkem Regen oder Wind.

Farblich bewegen wir uns zwischen neuen und alten Blättern zwischen einem Hellgrün und Dunkelgrün.

Frucht der Monstera deliciosa

Das köstliche Fensterblatt hat seinen Namen seiner weißen, kolbenförmigen Frucht zu verdanken, denn über diese wird berichtet, dass sie geschmacklich an Banane und Ananas erinnert. Allerdings wird auch darauf hingewiesen, dass die in der Frucht enthaltenen Calciumoxalatnadeln Reizungen auf der Rachenschleimhaut verursachen. Vorsicht ist immer besser als Nachsicht, daher sollte man lieber auf eine Kostprobe verzichten, wenn die eigene Monstera deliciosa eine Frucht wächst – egal, wie deliciös diese aussehen mag.

Die Frucht wird in der Regel nur von Pflanzen ausgebildet, die bereits mehrere Jahre alt sind.

Ist die Monstera deliciosa giftig?

Die Monstera deliciosa ist giftig für viele Haustiere wie Katzen, Hunde, Kaninchen, Meerschweinchen mehr. Wird die Pflanze angeknabbert, tritt ihr giftiger Saft aus und verursacht beim Schlucken Erbrechen, Durchfall und starke Schwellungen und Schmerzen.

Auch für Kleinkinder ist der Saft giftig und führt zu änlichen Beschwerden beim Schlucken. Bei Kleinkindern besteht die Gefahr, dass der Saft beim Entddecken der Pflanze an ihre Hände gelangt und sie sich anschließend die Augen reiben oder die Finger in den Mund stecken.

Monstera deliciosa variegata

Bei der Monstera deliciosa variegata handelt es sich um eine bestimmte Sorte der Monstera deliciosa, bei der Teile der Blätter kein Chlorophyll ausbilden und daher weiß aussehen. Sie ist im Vergleich zu der regulären Monstera deliciosa ein wenig schwieriger in der Pflege und benötigt mehr Licht, um den Mangel an Chlorophyll in den Blättern auszugleichen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass die Pflanze eines Tages vergrünt und keine weißen Teile mehr bildet.

Lange Zeit war diese Sorte sehr teuer, nachdem sie aber in den Jahren 2020 und 2021 den Höchststand an Beliebtheit erreicht hat und das Angebot dementsprechend gestiegen war, fiel der Preis auf mittlerweile um die 150 € für eine kleine Pflanze.