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Familie der Dickblattgewächse

Crassulaceae

Die Familie Crassulaceae ist eine der vielfältigsten Pflanzenfamilien mit über 3.000 Arten in 179 Gattungen. Die Familie umfasst überwiegend sukkulente Arten, die sich dadurch auszeichnen, dass sie mit wenig Wasser auskommen.

Beliebte Pflanzen

Alle Pflanzen in der Familie der Dickblattgewächse

Eigenschaften der Dickblattgewächse

Dickblattgewächse sind eine beliebte Pflanzenfamilie für Gärten und als Zimmerpflanzen. Einige beliebte Pflanzengattungen sind die Fetthennen (Sedum), Hauswurze (Sempervivum) und Echeverien (Echeveria). Bieliebte Pflanzenarten wiederum sind der Geldbaum (Crassula ovata) oder das Flammende Käthchen (Kalanchoe blossfeldiana). Sie werden „Dickblattgewächse" genannt, weil ihre Blätter fleischig dick sind.

Eine besondere Eigenschaft von Dickblattgewächsen ist, dass sie Wasser in ihren Blättern speichern können. Dadurch können sie längere Zeit ohne Wasser auskommen und sind daher sehr pflegeleicht.

Auch Tiere lieben die saftigen Blätter dieser Pflanzen. Landschildkröten und Meerschweinchen können sich an den Fetthennen erfreuen und diese als Snack genießen.

Wenn Du also nach einer einfach zu pflegenden und tierfreundlichen Pflanze suchst, könnte ein Dickblattgewächs wie die Fetthenne genau das Richtige für Dich sein!

Warum brauchen Dickblattgewächse nur wenig Wasser?

Die Antwort liegt im besonderen Stoffwechsel dieser Pflanzen, dem sogenannten Crassulacean Acid Metabolism (CAM). CAM ist eine Anpassung an trockene Bedingungen und ermöglicht es diesen Pflanzen, ihre Spaltöffnungen während heißer Temperaturen zu schließen. Auf diese Weise verhindern sie den Verlust des Wassers, das in ihren dicken Blättern gespeichert ist.

Herkunft

Die Familie der Crassulaceae ist weltweit verbreitet, mit Ausnahme der Antarktis. Die meisten Arten jedoch besiedeln trockene Klimazonen, da sie bestens für diese Zonen gerüstet sind.

Größe und Wuchs

Dickblattgewächse gibt es in vielen verschiedenen Größen und Formen. Sie können kräftige, krautige, ausdauernde Kräuter oder Stauden sein. Sie sind immergrün, manche wachsen flächig, andere wiederum rasenbildend.

Eine besondere Eigenschaft von einigen Dickblattgewächsen ist ihre Fähigkeit, kriechende Blühtriebe und sterile Triebe zu bilden. Einige mehrjährige Arten können sogar verholzen, obwohl Halbsträucher und Sträucher bei dieser Pflanzengruppe eher selten vorkommen.

Eine Pflanzenart innerhalb dieser Familie, die sich stark von den anderen unterscheidet, ist die Ctassula helmsii. Hierbei handelt es sich um eine Art aus Neuseeland, die über oder unter Wasser wachsen kann. Mittlerweile hat sie sich auch in Europa eingebürgert.

Blätter

Sedum pachyphyllum crassulaceae (succulent) 01

Levi Clancy, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Blätter der Dickblattgewächse sehen zwar verschieden aus, haben aber gleichzeitig einige Gemeinsamkeiten. Sie können wechselständig, gegenständig oder in Wirteln angeordnet sein. Dabei wachsen zwei oder mehr Blätter direkt aus einem Blattknoten am Stiel.

Eine wichtige Eigenschaft der Blätter ist ihre Fähigkeit, über lange Zeit Wasser zu speichern. Deshalb werden Dickblattgewächse auch zu den Blattsukkulenten gezählt.

Aloe - Flickr - Genista

Kai Schreiber from Solingen, Germany, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Die Form der Blätter ist einfach und die Blattränder können glatt, gesägt oder gelappt sein. Dickblattgewächse haben keine Nebenblätter. Viele Arten bilden die für sie typischen grundständigen Rosetten. Sie haben wenige eingesenkte Spaltöffnungen (Stomata) und werden von Härchen oder einer verdickten lipophilen Schicht (Cuticula) geschützt, um Feuchtigkeitsverlust zu vermeiden.

Das Farbspektrum der Sukkulenten beinhaltet alle erdenklichen Schattierungen von Grün. Einige Arten haben auch einen pink- oder lilafarbenen Blattrand oder dunkelrote und gräulich-blaue Blätter.

Blüten

Echeveria blooming on hill in Canada

ThomasLendt, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Dickblattgewächse haben verschiedene Arten von Blütenständen, wie z.B. einzeln, in einer Gruppe oder an den Enden und Seiten. Die Blüten sind oft zwittrig, was bedeutet, dass sie sowohl männliche als auch weibliche Teile haben. Manchmal haben sie jedoch auch nur einen Teil davon.

Die Blüten haben einen Blütenbecher und sind radiärsymmetrisch mit 4 bis 6 oder manchmal sogar 3 bis 30 Kelch-, Kron-, Fruchtblättern und Staubblättern pro Kreis. Die Kelchblätter sind an der Basis verwachsen, aber die Kronblätter können frei oder teilweise zu einer Röhre verwachsen sein.

Die Pollenkörner haben normalerweise 3 Öffnungen und die Fruchtblätter sind entweder ober- oder halbunterständig und haben bis zu 50 Samenanlagen. In der Nähe der Fruchtblätter gibt es oft eine Nektarschuppe. Die Griffel, die aus der Mitte der Blüte herausragen, haben eine kopfige Narbe.

Früchte

Die Früchte der Dickblattgewächse können entweder frei stehen oder an ihrer Basis verwachsen sein. Hierbei handelt es sich um häutige oder ledrige Balgfrüchte und können aufrecht oder ausgebreitet sein.

In den Balgfrüchten befinden sich jeweils ein bis mehrere Samen, die braun und fadenförmig bis ellipsoid sind. Einige Arten bilden sogar Sammelfrüchte aus einzelnen oder kapselfruchtförmig verwachsenen Balgfrüchten.

Die Samen enthalten nur wenig ölhaltiges Endosperm und haben einen geraden Embryo.

Crassulaceae als Zierpflanze

Viele Crassulaceae-Arten werden als Zierpflanzen in Gärten und Parks verwendet, aber auch als Zimmerpflanzen erfreuen sie sich aufgrund ihrer leichten Pflege an immer größer werdender Beliebtheit.

Einige Arten werden für ihre medizinische Wirkung genutzt, andere Arten wiederum sind essbar. Bevor man jedoch überlegt nun in seinen Geldbaum zu beißen: Die Arten, die als Zimmerpflanzen gehalten werden, sind nicht essbar und sollten keinesfalls in irgendeiner Art konsumiert werden.